Urlaub in Vegas: WSOP Main Event, Vanessa Selbst und $44.655
Für Kristin Mortensen, Redakteurin bei PokerStrategy.com, ging ein Traum in Erfüllung: Ihr Freund Daniel Sauva hatte bei der jungleman12-Promotion von PartyPoker mitgemacht und das Package für das WSOP Main Event gewonnen. In dieser Kolumne berichtet sie über das Erlebnis Las Vegas und den ersten Main Event Cash von Daniel!
Meine Pokeranfänge

Nachdem ich aber im März 2011 meine Tätigkeit bei PokerStrategy.com aufgenommen habe, hat sich mein Leben von Grund auf verändert: Poker ist zu meinem Lebensalltag geworden. Zu meinen Aufgaben gehören das Schreiben von News und das Führen von Interviews.
Außerdem kam ich dadurch mit meinem Freund Daniel zusammen, der im Editorial-Büro von PokerStrategy.com in Gibraltar neben mir saß. Er war wie ein Pokerwörterbuch für mich und ich fragte ihn ständig nach Begriffen und Regeln.
Ein Traum wird wahr: Das Main Event wartet...
Er hatte schon immer den Traum, einmal bei der WSOP dabei zu sein. Wir sprachen oft darüber, doch das Main Event Buy-In in Höhe von $10.000 war etwas zu hoch für seine Bankroll - normalerweise spielt er jede Woche in London Turniere mit Buy-Ins von £50.
Einen Monat vor Beginn des Main Events wurden wir dann auf die PartyPoker Jungleman WSOP Main Event Challenge aufmerksam, bei der man ein Video einsenden musste und ein Package für Las Vegas gewinnen konnte. Das war seine Chance!
Er rief Emily, eine gute Freundin, an und gemeinsam warteten sie auf den Straßen im Londoner Stadtbezirk Camden, um Passanten kostenlos zu umarmen. Das Ganze wurde aufgenommen und wir schickten das Video ein.
Vier Tage vor dem Main Event bekam Daniel dann einen Anruf - kurz bevor er zur Arbeit musste. Er hüpfte im Wohnzimmer auf und ab und ich wusste es: Wir fliegen nach Vegas!
...und hier sind wir!
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| Der Feature Table des Main Events |
Direkt am ersten Tag besuchten wir das Rio, um die Atmosphäre zu genießen. Es war komplett ruhig im Turniersaal, man hörte nur das Klackern der Chips. Anschließend gingen wir zurück in unsere Hotelsuite im Palazzo, die ebenfalls gesponsert wurde.
Am nächsten Tag erreichten wir das Rio eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn von Tag 1B. Daniel war hin- und hergerissen: Aufgeregt und erwartungsfroh, aber auch ziemlich nervös.
Als wir dann zu seinem Starttisch gingen, waren wir in ziemlicher Schockstarre - er musste neben Vanessa Selbst Platz nehmen! Weitere bekannte Spieler am Tisch waren zum Beispiel Antoine Saout, Ryan Lenaghan und November Niner Kevin Schaffel.
Und als wir dachten, es könnte uns nicht schlimmer treffen, kam später auch noch Sammy Farha mit einem gigantischen Stack an seinen Tisch. Einige Stunden nach Spielbeginn wurde der Tisch zum Feature Table und jetzt nahm auch Scotty Nguyen Platz. Scheinwerfer und Kameras waren auf den Tisch gerichtet und das Publikum blickte gespannt auf das ganze Geschehen - es war einfach unglaublich.
Trotz der Big Names am Tisch überstand Daniel den ersten Turniertag mit 15.000 Chips. Wir hofften, dass der Pokergott an Tag 2 ein Einsehen hat und der Table Draw etwas besser wird.
Achterbahnfahrt bis zur Bubble
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| Daniel am Feature Table |
Zum Glück wurden unsere Gebete erhört und die Tische der kommenden Tage waren etwas softer. Der Stack von Daniel ging hoch und runter: Er gewann einen Pot, musste dann aber wieder Chips abgeben. Er schnappte sich die Blinds, foldete dann aber mehrere Orbits.
13 Stunden täglich stand ich in seiner Nähe, um ihn anzufeuern. An Tag 4 erlebten wir ein Déjà-vu, denn er durfte erneut an den Feature Table und musste wieder gegen Vanessa Selbst antreten.
Da ich mich mit einem Kameramann von ESPN angefreundet hatte, durfte ich mich über Getränke und einen Sitzplatz in der Nähe von Daniel freuen - nach vier Tagen Stehen ein tolles Gefühl.
Der vielleicht spannendste Teil des Turniers ist das Platzen der Bubble. Nach dreieinhalb Stunden Spielzeit an Tag 4 liefen die ersten Railbirds umher, um beim Hand-by-Hand-Modus den Bubble Boy auszumachen.
Je näher wir der magischen Grenze von 666 Spielern kamen, umso häufiger wurde gejubelt im Rio - immer wenn ein Spieler ausschied, wurde gefeiert.
Dann waren die Geldränge erreicht und die Menge rastete aus. Daniel war im Geld! Er kam zu mir und ich gab ihm eine lange Umarmung und einen Kuss, ich war unglaublich stolz auf ihn.
Die letzte Hand: KQ gegen KJ
Daniel erreichte anschließend sogar den fünften Turniertag, allerdings schied er kurz vor dem zweiten Level aus: Ein Spieler in mittlerer Position hatte geraist und ein super-aggro Big Stack callte. Auch Daniel ging vom Button mit mit. Der Flop brachte ihm mit
das Top Pair und nachdem beide Spieler gecheckt hatten, setzte Daniel 2/3 des Pots.
Der ursprüngliche Raiser foldete, aber der super-aggro Spieler callte. Nach der auf dem Turn setzte der Big Stack Daniel All-In und mein Freund callte relativ zügig - er war sich ziemlich sicher, die beste Hand zu halten. Sein Kontrahent zeigte
für den Straight Draw.
Die Kameras von ESPN kamen an seinen Tisch, um die Action aufzuzeichnen. Leider kam auf dem River das und Daniel war auf Platz 207 ausgeschieden. Als Belohnung gab es $44.655 - nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass es sein erstes WSOP Main Event war.
Mir hat der Trip nach Las Vegas zur World Series of Poker auf jeden Fall unheimlich viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass wir auch im kommenden Jahr dabei sein werden!
von kmmorten



