Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Wie man schwache Cashgame-Regulars exploitet

Raise-Your-Edge-Gründer bencb meldet sich zurück mit zwei wirkungsvollen Tipps, wie man gegen schlechte Regulars in einer Cashgame-Session Geld praktisch drucken kann...

bencb
Bencb

Habt ihr schonmal gegen einen Gegner am Tisch gespielt, der eindeutig als Hobbyspieler eingeordnet werden konnte, ohne aber dass ihr in der Lage wart, einen Ansatz zu finden, um ihn zu exploiten?

Während es über Poker mittlerweile mehr Informationen gibt, als jemals in der Geschichte, sind Cashgame-Partien auf den Lowstakes immer noch voll von Gelegenheitsspielern, die haarsträubende Fehler machen. Egal wo man sich auf der Welt befindet, nimmt man Platz an einem Live-Tisch mit Blinds von $1/$2, hat man garantiert einen Spieler in der Partie, der massive Leaks hat, die man exploiten kann.

Daher hier ein paar simple Ansätze, die man wählen kann, um die häufigsten Fehler auszunutzen, die solche Hobbyspieler machen.

Vor dem Flop mehr gegen 3-Bets folden

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Ein verbreiteter Trend auf den Lowstakes, der auch nach all den Jahren nicht verschwunden ist: Schwache Spieler 3-betten preflop deutlich zu selten als Bluff. Für gewöhnlich kann man bei einem schwachen Spieler von einer Range von TT+ und AK ausgehen, wenn er eine 3-Bet setzt – und manche Hobbyspieler 3-betten nicht einmal mit AK, TT oder gar JJ.

Aufgrund der Stärke der gegnerischen Range müssen wir uns in solch einem Spot natürlich von spekulativen Händen wie 97s, 54s und niedrigen Pocket Pairs wie 55 vor dem Flop trennen. Unter normalen Umständen würde man mit solchen Händen bei einer derart starken Range des Gegners nach dem Flop in einer sehr toughen Situation enden, in der der Gegner uns schlichtweg durch weitere Bets unsere Equity verwähren wird.

Stattdessen gilt es mit Händen wie KJs, KQs, AQs und 88+ zu callen, die postflop eine bessere Playability gegen die tighte Range des Gegners bieten. Gegen äußerst tighte Spieler, die eine noch engere Range als TT+ und AK 3-betten, kann man derweil auch diese Hände ablegen und nur mit Monstern Gegenwehr einleiten.

Gegen schwache Spieler gilt also: "Tight is right" im Falle einer 3-Bet preflop!

Nach dem Flop mehr Continuation Bets setzen

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Eine Continuation Bet oder C-Bet beschreibt eine Bet, die man am Flop setzt, nachdem man bereits preflop den Pot geraist hat.

Nehmen wir an wir halten 8♠ 7♦, raisen im Small Blind und bekommen einen abschließenden Call vom Big Blind. Der Flop bringt in der Folge A♦ K♥ 5♠.

Was nun?

Die Antwort lautet natürlich eindeutig C-Bet! Der Big Blinds wird sehr häufig überhaupt nichts vom Board erwischt haben, nachdem er nur gecallt hat, und wir haben derweil eine hervorragende Möglichkeit, um eigentlich bessere Hände im Vergleich zu unserer aus dem Pot zu vertreiben, nachdem der Flop derart gefährlich wirkt.

Dasselbe gilt für alle trockenen Flops wie J72, Q52, K83 usw., die kaum einen Draw zulassen. Einfach eine kleine Bet setzen und damit all den Trash zum Folden bringen, den der Big Blind mit seinem Call in seiner Range haben wird.

Wenn man es mit Hobbyspielern zu tun hat – mal abgesehen von Walen mit äußerst tiefen Taschen oder Maniacs, die völlig verrücktspielen – dann will man vor dem Flop mehr folden, sobald sie Aggression zeigen, und nach dem Flop mehr betten, wenn sie Passivität oder Schwäche gezeigt haben.

Diese simplen Ansätze kann man unmittelbar schon vorab in den eigenen Gameplan integrieren, indem man sich eine Defendrange gegen 3-Bets von Hobbyspielern bei 100BB überlegt und welche Boards man mit praktisch 100% c-betten will, sobald ein solcher Hobbyspieler vor dem Flop nur passiv und weak agiert hat.

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