Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Will Tipton: Durchbruch bei GTO-Approximation-Theorie

Unser Weltklasse-Spieler, HUSNG.com-Coach und Poker-Theoretiker ist zurück, um euch bei der Verbesserung der Präzision eures GTO-Ansatzes zu helfen.

Will Tipton
  • Variante:
  • HUSNG
  • Coach:
  • Will Tipton
  • Status:
  • Diamond
  • Sprache:
  • Englisch

Die meisten Poker-Theoretiker haben aufgegeben, wenn es um exakte GTO-Lösungen geht. Echtes GTO ist ein unglaublich starkes Konzept, allerdings zugleich auch sehr schwer in der Praxis umzusetzen. Manch einer stellt sich GTO als pinkes Einhorn am Ende des Regenbogens vor – also etwas, das zwar existiert, aber mit unserem begrenzten Denkvermögen nicht erreichbar ist.

GTO impossible

Wenn man seinen Gameplan nun aber so gut wie möglich gestalten will, ist die GTO-Approximation genau die richtige Vorgehensweise.

Weltklasse-Pokerspieler und -Theoretiker Will Tipton folgt diesem Weg und ist dabei auf einen signifikanten Durchbruch hinsichtlich der Präzision der Approximation gestoßen, der noch größere Bedeutung für die Usability hat.

Die Eroberung der Präzision

Um die Theorie verstehen zu können, müssen wir jedoch zunächst verstehen, was Pokerprofis heutzutage machen, um sich GTO-Lösungen anzunähern:

Hero bettet den Flop und möchte wissen, welchen EV er bei einem Call seines Gegners erwarten kann. Wir beginnen also mit der GTO-Gleichung EV(Flop) = EV(Turn) – Bet und nähern uns EV(Turn) mit R*Equity*Pot an.

R ist der Realisierungsfaktor, der uns sagt, was unsere Equity in einer Partie mit weiteren Entscheidungen wert ist. Um R zu bestimmen, greifen Profis auf große Datenbanken zurück, sodass wir heutzutage ein gutes Verständnis davon haben können, ob R in etwa 0,5, 0,7 oder 1,2 in entsprechenden Spots beträgt.

An dieser Stelle hört es jedoch auf und viele Leute fangen an, mehr mit Worten und simpler Logik als mit tatsächlichen Berechnungen zu denken. Das sieht dann in etwa wie folgt aus:

  • Villain hat niedrige Barrelling-Frequencies. Meine Hände mit weakem Showdown-Value werden besser: R + 0,1.
  • Villain tendiert dazu, zu häufig Ace-High gegen Pot-Bets am River zu folden. Ich kann mehr Equity mit meinen Air-Händen realisieren: R + 0,3.
  • Villain tendiert dazu, zu viel zu bluffcatchen. Meine Air-Hände verlieren an Wert: R = 0,1. Meine Medium-Valuehands werden aber wertvoller: R + 0,4.

Diese Vorgehensweise ist geeignet, um Schwächen in einer Strategie zu finden, und macht uns klar, was in Ordnung und sehr schwer zu exploiten sein dürfte. Jedoch ist es eine Sackgasse, wenn wir unser Spiel präziser gestalten wollen.

Hier kommt Will Tipton mit seinem neuen Video zur Hilfe. Anstelle von R verwendet er CF ("Capture Pot Factor") in der folgenden Gleichung: EV(checking) = S + CF * P, wobei S die verbleibenden Stacks sind. Mit diesem Ansatz war er in der Lage, eine präzise Funktion für Boardtexturen und Equity zu erstellen:

Will Tipton
Zum Ansehen des Videos auf das Bild klicken

Im Video stellt Will zudem konkrete Formeln zur Berechnung unseres Turn-EVs basierend auf unserer Equity in beliebigen Spots zur Verfügung.

Will Tipton ist Coach bei HUSNG.com

Wenn euch das Video gefällt und ihr mehr von und über Will Tipton lernen wollt, empfehlen wir das Folgende: