Kleine Pocket-Pairs gezielt als Bluff einzusetzen, erfordert Fingerspitzengefühl – vor allem auf Flops mit Flush-Potenzial.
Bei Bluffs kommt es auf die richtigen Kombinationen an
Tatsächlich kommen kleine Pocket Pairs gelegentlich als Bluffs auf hohen, verbundenen Boards zum Einsatz.
Auf einem Board wie J♥9♥7♦ könnte ein Bluff mit Pocket-Vieren also durchaus Sinn ergeben.
Auf solchen Boards sind gegnerische Folds Gold wert, und selbst wenn man gecallt wird, kann eine Hand wie 44 immer noch gegen verpasste Flush-Draws gewinnen.
Entscheidend ist jedoch, die richtige Kombination für den Bluff zu wählen – in diesem Fall 4♦4♥, also die beiden Farben, die auch auf dem Flop erschienen sind.
Die richtigen Bluff-Kombinationen wählen
Dara O'Kearney
Es geht nicht darum, mit der 4♥ auf einen unwahrscheinlichen Runner-Runner-Flush zu spekulieren, sondern darum, die Chance auf Nut-Outs zu bewahren.
Denn sollten wir mit 4♦4♥ bluffen, können wir am Turn nur Sets treffen, die keinen Flush vervollständigen.
Würden wir hingegen mit einer anderen Kombination von 44 bluffen, könnte die 4♥ am Turn uns in eine prekäre Lage bringen. Selbst die 4♦ wäre nicht ideal, da sie die Chance auf einen Backdoor-Flush eröffnet.
Kleine Paare sollten in diesem Spot ohnehin nur sporadisch als Bluffs eingesetzt werden. Wenn man sich jedoch für diesen Move entscheidet, sollte man sicherstellen, dass mögliche Flush-over-Set-Szenarien bereits im Vorfeld ausgeschlossen sind.