Zweiter der Aussie Millions veröffentlicht neues Video über Leverage
skolsuper, der Zweitplatzierte der diesjährigen Aussie Millions, erklärt euch in seinem neuesten Video alles Wissenswerte über Leverage und wie ihr die Potsize zu eurem Vorteil nutzen könnt. In einem Interview spricht er außerdem über seine Pokerkarriere und den Gewinn von $1 Million in Melbourne.
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Das Video
James Keys a.k.a. skolsuper diskutiert in seinem neuesten Video für In diesem Video erfahrt ihr, wie ihr euren Stack einsetzen könnt, um eure Gegner mit kleinen Bets zu teuren Entscheidungen zu zwingen und was es bedeutet, pot-committed zu sein. |
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skolsuper über die Aussie Millions
PokerStrategy.com: Hallo James und herzlichen Glückwunsch zu deinem zweiten Platz im Main Event der Aussie Millions. Wie fühlt man sich als Gewinner von mehr als $1 Million?
skolsuper: Ehrlich gesagt: genauso wie vorher. Durch das Preisgeld bin ich nur ein bisschen entspannter geworden. Ich werde auch keine höheren Stakes spielen, sondern bin zufrieden mit den Beträgen, die ich auf meinem normalen Level gewinne und kann dort mit meiner vergrößerten Bankroll jetzt wesentlich stressfreier spielen. Eine Million Dollar zu gewinnen fühlt sich natürlich super an, aber verändern wird sich hoffentlich nicht viel.
PokerStrategy.com: In der entscheidenden Hand hattest du ein Two Pair gegen Gorrs Top Pair und warst 70%-Favorit auf den Gewinn. Wie hast du die Situation erlebt?
skolsuper: Ich bin mit einem 1:5-Rückstand ins Heads-up gegangen, aber da die Blinds noch relativ niedrig waren, war ich mir sicher, dass ich das noch würde aufholen können.
Es ist auch ganz gut gelaufen und ich konnte mir einen Gleichstand erarbeiten. Danach hatte ich etwas Glück, als ich ein Two Pair gegen Top Pair gefloppt hatte und so zu einem 12:1-Chiplead gekommen bin. Zu diesem Zeitpunkt dauerte das Heads-up schon 2-3 Stunden und wir hatten beide fünf 12-Stunden-Tage in den Knochen, weswegen ich ziemlich müde war.
Ich dachte, dass Dave mindestens genauso erschöpft wäre wie ich, aber er hat einfach nicht aufgegeben, wohingegen ich die Sache in diesem Moment nur noch beenden wollte. Ich war schon etwas zu selbstzufrieden und hatte meine Chips in drei schlechten Situationen preflop in die Mitte geschoben, in denen ich eigentlich hätte folden sollen. Ich hatte die Chance gesucht, das Turnier hier und jetzt zu beenden und geglaubt, mir die Chips schon wieder zurückholen zu können, wenn ich sie verlieren würde.
Wie sich dann aber zeigte, half es auch nichts, als ich meine Chips als 70%-Favorit in die Mitte brachte. Da hat mich dann wohl mein Glück verlassen. Das ist natürlich schade, aber ich bin sehr glücklich über das Preisgeld für den zweiten Platz und über die Art und Weise, wie ich dieses Turnier gespielt habe.
Ich missgönne David den Erfolg auf keinen Fall, da er sehr gut gespielt hat und es natürlich auch toll ist, wenn ein Lokalmatador und Amateurspieler das Turnier gewinnt. Vielleicht entsteht dadurch in dieser Region auch so etwas wie ein "Moneymaker-Effekt".
Die weiteren Pläne
PokerStrategy.com: Du bist in der Live-Turnierszene kein Unbekannter. Welche Turniere stehen denn als nächstes auf deiner Liste?
skolsuper: Bis zur World Series ist der Turnierkalender in Europa wirklich prall gefüllt. Da ich jetzt mit dem Team RedKings mehr Turniere spiele als früher, werde ich in den nächsten Monaten wahrscheinlich sehr viele Flughäfen zu Gesicht bekommen.
Um genau zu sein, bin ich sogar gerade in einem Flughafen und auf dem Weg zum EPT Snowfest. Im April stehen dann das GSOP Live-Finale in Sevilla, die Irish Open, die EPT Berlin und die EPT San Remo an (die genaue Reihenfolge weiß ich nicht mehr), gefolgt vom EPT Grand Final und einigen £1.000-Events im Mai in der Nähe meiner Heimatstadt.
Ende Mai fliege ich dann für sieben Wochen zur WSOP nach Las Vegas. Das ist schon das dritte Jahr, in dem ich dort für einige Wochen hinfliege und bisher konnte ich noch keinen großen Gewinn einfahren.
Nach der WSOP werde ich mir mit Sicherheit eine Auszeit vom Live-Poker gönnen, um zu Hause entspannen und an meinem Spiel arbeiten zu können. Ich glaube, wenn man viel live spielt und nicht an den wesentlich tougheren Tischen online grindet, entwickelt man schlechte Angewohnheiten. Ich werde mir sicher einige angewöhnt haben, die ich zu Hause wieder ausbügeln werde.
PokerStrategy.com: Du hast mehrere Videos für unsere Mitglieder ab dem Gold-Status aufgenommen. Was für Videos können die PokerStrategen in naher Zukunft von dir erwarten?
skolsuper: Da bin ich mir noch nicht sicher. Meine Videos mit Live-Kommentar waren echt schwer und sind nicht so rübergekommen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Das liegt vor allem daran, dass ich nur schlecht multitasken und während dem Spielen noch erklären kann.
Mein Theorievideo fand ich aber sehr gelungen und werde davon eventuell noch weitere aufnehmen. Das Problem daran wird sein, ein Thema zu finden, das noch nicht vollständig bearbeitet worden ist. Darüber muss ich mir also erst noch Gedanken machen.
PokerStrategy.com: Denkst du darüber nach, einige der entscheidenden Hände von deinem großartigen zweiten Platz in Melbourne in einer Kolumne oder einem Artikel zu analysieren?
skolsuper: Darauf freue ich mich schon, besonders auf eine Hand, in der ich Sorel Mizzi mit einem Paar Achter auf einem T-high Board all-in runtergecallt habe. Und wenn es nur zum Angeben ist ...

