"Man hilft sich gegenseitig" - Albatrini im Interview
"Albatrini... mmhh - Moment, du bist doch der aus der Neteller-Werbebörse": In diesem Interview erzählt unser Moderator vom Communityzusammenhalt, Tugenden und Schwächen, dem geplanten Moderatorenblog und dem "Pfad zur dunklen Seite".
Das Interview führte 




Die meisten PokerStrategen werden Dich als Moderator kennen. Was machst Du alles im Forum?

Bei PokerStrategy bin ich schon seit Anfang 2006, seit einem Jahr nun auch als Moderator. Meine ersten Moderatorenschritte machte als Zuständiger des Unterforums für die Partnerseite Interpoker. Interpoker wurde damals gerade in das PokerStrategy-Angebot aufgenommen. Ich spielte aber schon länger dort und kannte mich daher gut aus, und so habe ich mich bei einem Aufruf als Moderator beworben.

Gibt es spezielle Eigenschaften, die ein Moderator besitzen sollte?

Da sich der Arbeitsaufwand für dieses Unterforum in Grenzen hielt und
ich allgemein in vielen Bereichen des Forums unterwegs war, habe ich
dann auch andere Funktionen übernommen. Als Moderator sollte man schon gewisse Eigenschaften besitzen, hauptsächlich die Bereitschaft und den Willen, anderen Mitgliedern zu helfen. Geduld ist hin und wieder natürlich auch eine Eigenschaft, die man mitbringen sollte. Man kennt es vielleicht von sich selbst: wenn man unerfahren ist, ist es natürlich viel leichter, Fragen direkt zu stellen und auf die Antworten zu warten, als sich selbst auf die Suche nach diesen zu begeben. Aber einem Moderator sollte es halt nichts ausmachen, ein und dieselbe Frage öfters zu beantworten. Gute Kenntnisse der Sprache in Wort und Schrift sind natürlich klar.

Als Moderator arbeitet man nicht alleine, sondern im Team mit anderen. Wie gut funktioniert das Teamwork?

Durch unseren tollen "Forenzuständigen" 

Du warst auch bei unserer Black Member-Party in München. Wie hat es Dir gefallen, und wie ist es, die Gesichter hintern den Nicks kennenzulernen?

Es war auf jeden Fall genial, bei der letzten Black Member-Party ein paar der Gesichter kennenzulernen, mit denen man sich sonst nur über das Internet austauscht. Man lernt die Leute mehr kennen und erfährt Dinge, die man über das Internet nicht so mitbekommt. Die Namensschilder waren eine super Idee. So sieht und erkennt man halt auch Leute aus dem Foren, zu denen man sonst keinen direkten Kontakt hat. Reaktionen wie "Albatrini... mmhh - Moment, du bist doch der aus der Neteller-Werbebörse" waren schon sehr amüsant.

Die Neteller Werberbörse dürfte wohl auch Dein Lieblingsthread sein. Hast Du ansonsten auch noch Threads, wo Du gerne reinschaust?

Ich bewege mich natürlich auch in anderen Threads und Bereichen des Forums! Lieblingsthreads greife ich mir jetzt nicht heraus, allerdings schaue ich bei meinem Weg durch das Forum immer wieder gerne bei Eure Erfolge, Erlebnisberichte, einzelne Bereiche der Erweiterten Community-Foren und Small Talk vorbei. Hin und wieder wage ich mich auch ins BBV-Forum, und dort gibt es dann natürlich Pflichtbesuche bei den Filmplakaten und den aktuellen 9.5en. Für die Weiterbildung gibt es dann noch eine Portion Fixed Limit Beispielhände.

In Kürze startet auch ein neuer Blog auf PokerStrategy, bei dem Ihr Moderatoren bloggen werdet. Worüber wirst Du berichten?

Ich blogge ehrlich gesagt sehr gerne. Als im Moderatorenforum die Idee für ein Moderatorenblog aufgekommen ist, war ich sehr schnell dabei. Poker- bzw. spieltechnische Einträge werden wohl den Hauptteil bilden, allerdings sollen Themen wie wichtige Dinge und Arbeiten des Forums nicht zu kurz kommen. Den Schluss bilden dann wohl Themen aus dem "reallife" wie Uni usw. Ich freue mich schon sehr auf den Blog!


Das stimmt, wie die meisten habe ich damals mit Fixed Limit angefangen und bin bis heute großteils dabei geblieben. Ein Monat No Limit im letzten Jahr konnte mich bei weitem nicht überzeugen. Leider merkte ich aber um den Jahreswechsel herum, dass ich zu diesem Zeitpunkt ab den Limits 2/4 einfach Losing-Player war und habe die Notbremse gezogen. Realisiert habe ich dies, als ich in der damaligen $8000 Challenge mit dieser Startbankroll broke ging. In der Zeit davor habe ich mich irgendwie nicht mehr weitergebildet und Content - und vor allem Beispielhände - wurden nebensächlich. Ich hatte irgendwie immer eine passende Bankroll für diese Limits und habe diese dann auch gespielt - alles andere hat mich nicht interessiert. Das hat sich am Ende als Fehler herausgestellt.
Ich bin psychisch eigentlich sehr stark, allerdings ist mein großes Manko wohl mein Ergeiz, vor allem im Sport. Ich bin sehr sportbegeistert und will auch immer 100 Prozent geben. Hat dann das andere Team Glück oder kommen die Dinge einfach anders, ärgere ich mich und werde sehr selbstkritisch. Wut und Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite - im Poker hat es dann so ausgesehen, dass ich nach Beats schnell in eine bestimmte Form von Tilt übergelaufen bin und dadurch schnell mein A-Game verlassen habe. Der Zustand dauert dann zwar nur sehr kurz an, aber damit kamen die Verluste.
Die Notbremse habe ich eben dadurch gezogen, dass ich angefangen habe, mich in SNGs einzuarbeiten und diese zu spielen. Da dort Preflop-All-in Beats zur Tagesordnung gehören und die Swings ja auch sehr stark sein können, sah ich das ganze wohl als Schocktherapie. Nach 800 gut verlaufenen SNGs und psychischer "Abhärtung" in Beats und Swings, viel FL-Theorie und Beispielhänden habe ich dann letzten Monat meine neuerlichen ersten Schritte in Fixed Limit gewagt und mich sofort wieder pudelwohl gefühlt. Bis jetzt läuft es sehr gut und macht auch wieder viel mehr Spaß. Unlogisch wie es klingen mag, aber SNGs haben mein FL Spiel stark verbessert.

Vor etwa einem Jahr warst Du mit ein paar anderen in Wiener Neustadt und Wien. Dort habt Ihr zwei Casinos unsicher gemacht. Spielst Du heute auch noch Livepoker?

Livepoker habe ich in letzter Zeit eher weniger gespielt. Es gibt zwar noch einmal im Monat ein kleines Livegame im engen Rahmen mit ein paar Freunden, aber in ein Casino habe ich mich länger nicht mehr gewagt. Hauptsächlich weil NL live noch viel mehr gegenüber FL vertreten ist, und man die Theorie ja nicht so einfach adaptieren kann.
Nach ein paar guten NL-Abenden vor einiger Zeit in den Casinos habe ich einfach Angst, dass mich Fortuna doch noch bestraft und ich das gewonnene Geld wieder dort verteile. Im Grunde habe ich einfach nicht das Wissen und die Bankroll für die Live-NL Stakes und statt im schönen Ambiente einen Live-Shot auf NL400 zu machen, genieße ich lieber so die Abende und versuche stattdessen online in meinen Stakes das Beste zu geben.
Die letztjährige Casinotour war natürlich ein ordentlicher Spaß, aber wohl nicht nur alleine wegen des Pokerns!

Hast Du noch einen besonderen Tipp für Anfänger?

Man liest im Forum immer wieder die gleichen Schlagworte wie "Limit nachhaltig schlagen", "Beispielhände posten", "BRM einhalten" "Contentnutzen.jpg" etc. Als normaler PokerStratege gesehen, habe ich diese Richtlinien irgendwann nicht mehr eingehalten, bzw. mich nicht mehr darum gekümmert. Und ich glaube, ab da diesem Zeitpunkt ging es nicht mehr richtig voran.
Jedem Anfänger gebe ich zusammengefasst nur allzu gerne den Tipp, dass Spielvolumen nicht alles ist. Hinter der bekannten Aufteilung "2/3 spielen - 1/3 content nutzen" ist wirklich etwas!

Vielen Dank für das ausführliche Interview und weiterhin viel Erfolg bei Deiner Pokerkarriere. Möchtest Du zum Schluss noch etwas loswerden?

Ich bedanke mich auch für das Interview und möchte zum Schluss natürlich noch ein paar Grüße an das Moderatorenteam loswerden, allgemein an 



Bei 

