Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Über Verliererturnier direkt an den Final Table

In den USA wurde in dieser Woche ein Live-Turnier ausgetragen, bei dem Ausgeschiedene in einem weiteren Turnier die Chance hatten, sich doch noch direkt fürs Finale zu qualifizieren.

htown
The event over the weekend

In dieser Woche kam es in den USA zu einem kontrovers diskutierten Live-Turnier, das durch ein außergewöhnliches Format für Schlagzeilen gesorgt hat.

Die Prime Social Summer Series wurde in Houston, Texas ausgetragen und mit dabei war ein $600-Turnier, bei dem ein Preispool von $300.000 garantiert wurde.

Niemand scheidet natürlich gerne aus einem Turnier mit einem hohen garantierten Preispool aus, also hat man seitens der Veranstalter kurzerhand ein $200-Nebenturnier gestartet, bei dem ausgeschiedene Spieler noch einmal die Chance bekamen, um den $300.000 Preispool zu spielen. Das Besondere dabei: Der Sieger des Verliererturniers hat einen Seat direkt am Final Table des $300.000-Turniers bekommen.

Nur Spieler, die bei beiden Turnieren an den Start gegangen sind, hatten Anspruch auf den Final-Table-Platz, der entweder mit 15 Big Blinds oder dem niedrigsten Stack am Tisch aller anderen Spieler einherging – was auch immer geringer ausfiel. Zudem hatte man das Preisgeld für den 9. Platz im Hauptturnier garantiert.

Adrian Curry konnte das $200-Turnier für sich entscheiden und belegte in der Folge Platz 7 für $13.990 im $300.000-GTD-Event, das man hier im Re-Live verfolgen kann.

Eine unfaire Handhabe?

Zweifellos war Curry selbst zufrieden mit dem eigentümlichen Format, was man jedoch nicht von allen Beobachtern sagen kann, die ihre Kritik zur neuen Turnieridee äußerten:

Es scheint, als hätten nicht alle Spieler im Hauptturnier von der ungewöhnlichen zweiten Chance auf einen Final-Table-Platz gewusst, während andere die Idee unfair fanden, dass jemand direkt im Finale landen kann, obwohl er schon ausgeschieden war. Würde man das Format jedoch eindeutig kommunizieren, dass sich jeder Spieler darüber im Klaren ist, könnte es durchaus eine Bereicherung im Turnieralltag darstellen, zumindest um die unzähligen Nebenturniere bei einem Festival spannender zu gestalten.

Was haltet ihr von der zweiten Chance auf ein Turnierfinale bei einem großen Event? Wir freuen uns auf eure Meinung!