Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Chris Ferguson wird WSOP Player of the Year 2017

Viele Mincashes trugen zum Großteil dazu bei, dass der unbeliebte Full-Tilt-Gründer sich den Titel schnappen konnte.





Chris Ferguson 2017 WSOPE

Nachdem John Racener an Tag 2 des WSOPE Main Event die Segel streichen musste, ist Chris Ferguson nun der kontroverse Gewinner im Rennen um den Titel WSOP Player of the Year.

Ferguson konnte bei dieser Serie rekordbrechende 23 Male ins Geld kommen, ein Bracelet gewinnen und insgesamt $496.343 einstreichen. So sammelte er 1.178,53 Punkte, sein engster Verfolger Racener kam auf 1.042,04 Punkte im POY-Ranking. Er erhält also nicht nur die Auszeichnung, sondern auch ein Entry im Wert von $10.000 für das nächste WSOP Main Event.

Sein Sieg brachte vor allem zwei Streitpunkte auf. Zum einen, weil er als POY fast ausschließlich Mincashes gesammelt hat und das Punktesystem in dieser Hinsicht gerade erst geändert wurde und ihn so begünstigte. Ferguson geht somit als 279. der Overall-Money-List 2017 als Sieger vom Platz und konnte ebenfalls nicht wie David Bach zwei Bracelets bei der diesjährigen Serie gewinnen.

Zum anderen war Ferguson nicht nur Gründer, sondern eine der Leitfiguren hinter dem Full-Tilt-Skandal. Er trat wieder bei Pokerevents auf, als das Department of Justice und PokerStars die ehemaligen Spieler von Full Tilt entschädigt hatten. Doch nur ein paar wenige Pokerspieler (wie Phil Hellmuth, siehe unten) konnten ihm seinen Fehltritt vergessen.

Es bleibt abzuwarten, ob man das Punktesystem seitens der WSOP bis zum nächsten Jahr nachjustieren wird und was für eine Siegesfeier, wenn es denn eine geben wird, man in Rozvadov für den Spieler des Jahres veranstalten wird.

Sollte das Punktesystem noch einmal überdacht werden und eher Spitzenplatzierungen begünstigen?