Chris Moneymaker verklagt PayPal
Der Main-Event-Champion von 2003 nimmt es mit dem Zahlungsdienstleister auf, nachdem $12.000 einer Fantasy Sports League von seinem Konto eingezogen wurden.
Über die Jahre hinweg haben wir bereits erlebt, wie es Pokerspieler mit anderen Spielern, Pokerräumen, Casinos oder Coachingseiten aufgenommen haben. Nun ist der Bezahldienst-Gigant PayPal ins Visier eines namhaften Pokerspielers geraten.
Main-Event-Champ und Pokerboom-Entfacher Chris Moneymaker hat angekündigt, dass er PayPal verklagen wird, nachdem der laut ihm so betitelte "Zahlungstyrann" $12.228,55 aus seinem Konto eingezogen haben soll.
Die Probleme mit PayPal, die sich für Moneymaker ergaben, hat er via Social Media in die Öffentlichkeit getragen, nachdem es bereits am 14. April zu dem Abzug kam, der vom Zahlungsdienstleister mit dem Hinweis "Schaden für PayPal nach Verletzung der Richtlinien für erlaubte Nutzung" versehen wurde.
So @PayPal @AskPayPal froze my account last year and said i could access my money in 180 days. Well they straight up stole the money!!!! Money out of my account pic.twitter.com/fnQtkPw7s9
— Chris Moneymaker (@CMONEYMAKER) May 18, 2021
"Es geht ums Prinzip"

Im vergangen Jahr hat Moneymaker mit elf Freunden eine Fantasy-Sports-Liga gestartet, bei der jeder Spieler $1.000 als Einsatz gebracht hatte. Moneymaker wollte das Geld als Treuhänder bei PayPal verwahren. Per E-Mail hat ihn der Zahlungsdienstleister informiert, dass der Zweck eine Verletzung der Nutzungsbedingungen darstellt und sein Konto entsprechend "eingeschränkt" wurde. Statt das Geld nach Monaten zurückzuerstatten, wurde es stattdessen jedoch nun konfisziert.
Mittlerweile haben sich viele weitere US-Pokerspieler gemeldet und geschildert, dass sie ähnliche Erfahrungen mit PayPal gemacht haben.
Mithilfe der "Bensamochan Law Firm" will sich Moneymaker nun gerichtlich gegen die Einbehaltung zur Wehr setzen und erklärte dazu:
"Ich überlasse meinen Anwälten zu ermitteln, was das Gesetz sagt, ich bin aber überzeugt, dass es schlichtweg Diebstahl ist und PayPal ein Zahlungstyrann. Es geht weniger ums Geld – auch wenn $12.000 viel Geld sind – sondern ums Prinzip, dass anderen Menschen Geld gestohlen wird, während man sich hinter tausenden Zeilen von rechtlichem Kauderwelsch versteckt, das ohnehin niemand liest."
Damit liegt eine ereignisreiche und stressige Woche hinter Moneymaker, nachdem zuletzt sein neuer Sponsor ACR für Aufsehen sorgte, als drei Turniere mit hohen Garantien abgebrochen werden mussten, weil man den zweiten Turniertag nicht starten konnte und Spieler mit hohen Aufwendungen kompensieren musste.