Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Kein PokerStars mehr für russische Spieler

Der jahrelange Branchenprimus stellt nach der Invasion der Ukraine seinen Betrieb in Russland ein und sorgt für einen Black Friday im russischen Pokermarkt.

PokerStars gehört nun ebenfalls zu unzähligen Unternehmen, die den eigenen Betrieb in Russland aufgrund der Invasion der Ukraine eingestellt haben. Die Entscheidung wurde dabei mit einem sehr knappen Tweet verkündet:

Viele Zahlungsdienstleister hatten bereits die eigenen Dienste in Russland gesperrt, sodass es für russische Pokerspieler sehr schwierig wurde, überhaupt Geld bei Pokerräumen ein- oder auszuzahlen. Allerdings konnten die Spieler nach wie vor ungehindert am Spielbetrieb teilnehmen. Auf Rückfrage ließ PokerStars derweil mit Blick auf die Guthaben der Spieler folgende Stellungnahme verlauten:

"Wir haben unseren Spielern versichert, dass ihre Guthaben gemäß unserer Kundenschutz-Standards und der regulatorischen Pflichten weiterhin sicher sind. Sämtliche Gelder und Guthaben werden in separaten Konten geführt und niemals für betriebliche Ausgaben verwendet. Sie sind jederzeit abrufbar für eine Gutschrift, sobald es die Umstände erlauben."

Der russische Black Friday

Russia
Steht nun ein Overlay beim Sunday-Million-Jubiläum an?

Es sieht also danach aus, als würden Millionen an Spielerguthaben voraussichtlich eine ganze Weile in der Schwebe bleiben, ähnlich der Situation für Pokerspieler weltweit, als es 2011 zum Black Friday im US-Pokermarkt kam.

Ob der Schritt von PokerStars nun aus Solidarität mit der Ukraine geschah oder aus regulatorischen Gründen unvermeidbar war, ist nicht klar. Kurzfristig wird die Maßnahme aber auch PokerStars viel kosten. So berichtet pokerfuse, dass es beim Cashgame-Traffic bereits seit der Invasion der Ukraine durch Russland einen Rückgang von 15% gab. Nun dürften die Auswirkungen noch umso herber ausfallen, ausgerechnet vor dem längst angekündigten großen Sunday-Million-Jubiläum, bei dem ein Preispool von $10 Millionen garantiert werden soll.

Darüber hinaus hat der Krieg in der Ukraine auch auf das Live-Programme von PokerStars in diesem Jahr Auswirkungen gehabt, nachdem die EPT Sotschi nach ursprünglicher, etwas kurios anmutender Verschiebung in der letzten Woche endgültig abgesagt wurde.