Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

$2,5 Millionen Overlay beim Seminole Hard Rock Main Event

Im heutigen Daily Rewind berichten wir über einen herben Rückschlag der Seminole Poker Open und erfahren, wie PokerStars beinahe ein NFL-Team gekauft hätte

Seminole Poker Open garantiert zu viel

seminole

Zehn Millionen US-Dollar Preisgeld hatten die Organisatoren des Seminole Hard Rock Poker Open Main garantiert. Trotzdem konnten sie nicht ausreichend Spieler beigeistern, um diesen Preispool zu erreichen.

Insgesamt starteten 1.499 Spieler in das $5.300 Main Event. Die Veranstalter blieben somit auf einer Rechnung in Höhe von $2,5 Millionen sitzen.

Diese deutliche Verfehlung der angestrebten Teilnehmerzahl ist nicht nur für die Macher des Turniers ein Grund zur Besorgnis. Auch viele andere in der Branche fragen sich nun, ob dieses Missgeschick ein allgemeines Zeichen ist.

Einerseits ist die Teilnehmerzahl zwar beeindruckend, auf der anderen Seite könnte das Ereignis ein Zeichen für das Ende großer garantierter Preisgelder sein.

PokerStars beinahe mit NFL-Team

NFL

PokerStars hätte Nolan Dalla zufolge beinahe ein Football-Team der NFL gekauft.

Als der Pokermarkt noch am Boomen war und Dalla bei PokerStars der Director of Communications, führte eine Marketingidee beinahe dazu, dass das Unternehmen für die New Orleans Saints ein Gebot abgegeben hätte.

Im Zuge des Hurricane Katrina und einer Serie von Misserfolgen auf dem Feld hatte der Team-Eigner Tom Benson einen Verkauf des Teams für $600 Millionen in Betracht gezogen.

PokerStars war damals noch nicht ganz an der Spitze der Online-Pokerräume und Dalla hatte die Aufgabe, Marketingideen zu entwickeln, die dem Unternehmen zum Marktführer hätten machen können.

Weil er alleine durch die Meldung, dass man ein Gebot abgegeben habe, möglicherweise bis zu $15 Millionen an kostenloser Werbung hätte generieren können, erzählte er seine Idee Isai Scheinberg.

Obwohl er die Idee ursprünglich mochte, entscheid sich Scheinberg dazu, dem Schritt seine Zustimmung zu versagen. Stattdessen zog er es vor, "unter dem Radar" zu bleiben, und gleichzeitig "ein Vermögen zu bilden".

Hellmuth dankt seinen Freunden

Wollt ihr wissen, wie sich Phil Hellmuth seinerzeit den Kauf seines Hauses in Kalifornien leisten konnte?

Einem Tweet von ihm zufolge war der Poker Brat durch ein Staking von John Bonetti im Main Event 1996 an das nötige Kleingeld gekommen.

Im Tweet schildert Hellmuth, wie viel Glück er hatte:

Bonetti, der im Jahr 2008 leider verstarb, gewann insgesamt drei WSOP-Bracelets. Sein dritter Platz 1996 im Main Event war mit $341.250 der größte Gewinn seiner Karriere.

Frage des Tages

"Sollten Turnierveranstalter andere Wege gehen als große garantierte Preispools, um Spieler zu werben?"

mtt

High Stakes Poker

Chun Lei Zhou durfte sich gestern Nacht über einen Gewinn von $112.452 an den High-Stakes-Tischen freuen und war damit der größte Gewinner. Der asiatische Spieler setzte sich damit im Leaderboard vor Alexander Kostritsyn und Viktor Blom, die beide ebenfalls die $100.000-Marke überschritten, an die Spitze.

Den größten Verlust der letzten 24 Stunden musste dagegen 'Trueteller' hinnehmen. Nach 409 Händen zeigte seine Bankroll ein Loch von $188.999 an. Damit landete er vor Gus Hansen, der auf dem zweiten Rang einen Verlust von $94.548 hinnehmen musste.

TOP WINNER

chun
Chun Lei Zhou
Gewinn:$112.452
Alexander Kostritsyn$107.569
Viktor Blom$105.771

TOP LOSERS

unknown
'Trueteller'
Verlust:$188.999
Gus Hansen$94.584
Alex Luneau$89.710

Daily Sign-Off

Den heutigen Rewind beenden wir mit diesem denkwürdigen Showdown zwischen John Bonetti und Daniel Negreanu.

Der Daily Rewind vom Freitag: Harvard-Studie beweist, dass Online-Poker nicht abhängig macht