Absurder Slowroll in einem $186.000-Pot
In einem Highstakes-Cashgame an den Live-Tischen hat sich ein Slowroll der besonderen Sorte zugetragen, bei dem beide Enden des Spektrums der Pokeretikette zum Vorschein kamen...
Im Grunde gibt es in jedem Jahr mindestens einen Slowroll, der derart ausartet, das er für reichlich Aufsehen in der Pokerszene sorgt. Allzu lange mussten wir 2022 nicht warten.
Im Live-Stream des Hustler Casino, zuletzt bereits in den Schlagzeilen, nachdem ein Spieler vor tausenden von Zuschauern auf dreiste Weise versuchte, mehrmals einen Blick in die Karten eines Gegners zu erhaschen, musste Garrett Adelstein am River über einen Call von $55.000 mit einem Paar Könige entscheiden, als sein Gegner Dylan Gang mit einem Full House unterwegs war.
Adelstein ließ den Call folgen, sein Gegner mit der absoluten Monsterhand nahm sich jedoch nicht nur eine halbe Ewigkeit für seinen Call, sondern gab gegenüber seinem Kontrahenten vorab noch ein "Guter Call" zum Besten, um nahezulegen, dass Adelstein die Nase vorn hatte und seine Karten zeigen sollte.
Im Anschluss ließ Gang verlauten, dass er ja nur scherzen würde und legte kleinlaut sein Full House auf den Tisch.
Adelstein wird als einer der besten Cashgame-Spieler der Welt gesehen und auch als lupenreiner Botschafter des Spiels. Das hat er auch in besagter Hand bewiesen, als er sich keine Reaktion entlocken ließ, schlichtweg Gang den gewonnenen Anteil am Pot zuschob und mit der nächsten Hand weitermachte. Wer würde wohl noch so ruhig reagieren, wenn er gerade derart in einem Pot um $186.000 geslowrollt wurde?
Regarding the pot I lost w KT vs Dylan’s 44: We have no history aside from playful banter last week. I have no ill will towards him and he’s welcome to slowroll, needle, moon me midhand, etc. That said, he’s got an uphill battle if he thinks I’m affected by anything he does/says
— Garrett Adelstein (@GmanPoker) February 19, 2022