Im französischen Senat wurde ein Gesetzesentwurf eingebracht, der zu einer teilweisen Aufhebung der Abschottung des Online-Pokermarktes führen kann.
Charles Coppolani
In der vergangenen Woche hat sich der französische Senat per Votum für drei erhebliche Anpassungen an den nationalen Glücksspielgesetzen ausgesprochen. An erster Stelle steht dabei, dass Online-Poker wieder über geteilte Marktliquidität angeboten werden darf.
Unter Führung des Präsidenten der französischen Regulierungsbehörde ARJEL, Charles Coppolani, wurde ein Gesetzesentwurf eingebracht, der lizenzierten Anbietern in Frankreich erlaubt, dass Mitglieder gegen Spieler in anderen regulierten EU-Märkten wie Portugal, Italien und Spanien antreten dürfen. Der Vorstoß folgt auf einen drastischen Einnahmenrückgang von 40% seit der Regulierung des französischen Marktes im Jahr 2012.
Die neue Anpassung soll lediglich für von der ARJEL autorisierte Partien gelten, darunter Texas Hold'em und Omaha, würde jedoch zu einem deutlichen Anstieg der verfügbaren Cashgames und Turniere führen, auf die französische Bürger und Spieler in den Partnernationen zugreifen können.
Rückläufiger Pokermarkt
Die Hoffnung ist, dass die Änderungen neuen Schwung in den seit einigen Jahren schrumpfenden französischen Online-Pokermarkt bringen können, der auch einer kuriosen Steuerstruktur unterliegt, bei der die entsprechenden Abgaben direkt bei den Cashgames abgezogen werden. Änderungen an diesem System sind seitens der französischen Behörden aktuell jedoch nicht geplant.
Nur neun Pokeranbieter operieren aktuell in Frankreich, wobei 90% des Marktes auf die drei größten Seiten PokerStars, partypoker und Winamax fällt.
Es ist noch nicht sicher, wann die Änderungen in Kraft treten, allerdings besteht die Aussicht, dass der Gesetzesentwurf noch dieses Jahr verabschiedet wird, sodass die ersten gemeinsamen Spielerpools bereits 2017 zur Verfügung stehen könnten.