Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Bryn Kenney im Interview mit Joe Ingram

In einem zweistündigen Gespräch hat Bryn Kenney einmal mehr die schweren Betrugsvorwürfe gegen ihn abgestritten und sich versucht zu "verteidigen".

In diesem Jahr wurde die Pokerwelt von schweren Betrugsvorwürfen gegen die Highstakes-Profis Jake Schindler, Ali Imsirovic and Bryn Kenney erschüttert. Von den drei Beschuldigten war Kenney der bisher Einzige, der sich zu den Vorwürfen geäußert hat. So gab es im April ein Interview mit PokerNews, das allerdings sehr gefällig geführt wurde und nur wenig neue Einblicke liefern konnte.

Nun stand Kenney erneut für ein Interview bereit, das sich dieses Mal über ganze zwei Stunden erstreckte und zudem von Joe Ingram geführt wurde, der sich bereits im Zuge des Mike-Postle-Skandals mit investigativen Analysen hervortun konnte. Würde es ihm also gelingen, Bryn Kenney in dem Austausch mehr in die Mangel zu nehmen als Sarah Herring damals für PokerNews?

Schaut am besten selbst: 

Noch während das Interview lief, hat derweil Martin Zamani, der die Betrugsvorwürfe gegen Kenney zu Jahresbeginn öffentlich machte, Screenshots geteilt, die zeigen sollen, dass Kenney bewusst war, dass die von ihm gestakten Spieler mit mehreren Accounts bei partypoker aktiv waren:

Insgesamt hat Kenney einmal mehr versucht, den schwierigen Fragen aus dem Weg zu gehen, sodass es sich eher um eine Wiederauflage dessen handelt, was er bereits gegenüber PokerNews preisgegeben hatte, was letzten Endes nicht viel war. Nach wie vor bestreitet Kenney sämtliche Vorwürfe gegenüber seiner Person.

Er erklärte jedoch gegenüber Ingram, dass er, wie im Juli bestätigt, nicht bei GGPoker oder der Triton Series gesperrt sei, im Gegensatz zu Imsirovic und Schindler, den beiden anderen beschuldigten Spielern im Skandal. Darüber hinaus gab es ein paar mehr Einblicke in seine Anfangszeit bei GGPoker und wie er neue Spieler zu dem damals aufstrebenden Anbieter brachte.

Eine detaillierte Analyse des Interviews haben die Kollegen von Solve4Why in ihrer Reaktion auf das Gespräch geliefert, bei denen widersprüchliche Aussagen Kenneys beleuchtet wurden und Aspekte der Vorwürfe, die nicht zur Sprache gekommen sind.

Darunter befindet sich auch der Vorwurf, dass Kenney mittels TeamViewer betrogen haben soll, als Antwort darauf jedoch vorbrachte, gar nicht zu wissen, um was für eine Software es sich dabei handelt. Während von ihm geteilte Screenshots seines Desktops in den sozialen Medien aber zeigen, dass sie auf seinem System installiert war.

Was haltet ihr von dem neuen Interview mit Bryn Kenney? Wir freuen uns auf eure Meinung!