Capital Bra muss €250.000 Strafe wegen Glücksspiels zahlen
Der Rapper erhielt während eines Konzerts einen Bußgeldbescheid, da er für in Deutschland verbotene Online Casinos geworben hatte.
Capital Bra
In einer bemerkenswerten Machtdemonstration hat die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL), die deutsche Glücksspielaufsicht, ein Konzert gestürmt, um einen Bußgeldbescheid in sechsstelliger Höhe zuzustellen.
Die GGL unterbrach ein Konzert von Capital Bra und überreichte dem umstrittenen Rapper einen Bußgeldbescheid über €250.000. Ihm wird vorgeworfen, illegale Online Casinos über Bannerwerbung in Livestreams beworben sowie eine eigene Casino Bewertungsseite betrieben zu haben.
Der Bescheid wurde während seines Auftritts im Euro Palace in Wiesbaden zugestellt.
Capital Bra zählt zu den erfolgreichsten Musikern Deutschlands und stellte 2018 mit 13 Nummer-eins-Hits in einem Jahr einen Rekord auf.
„Influencer müssen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen“
„Auch bekannte Namen sind nicht geschützt“
Über seinen Twitch-Kanal bewirbt er die Seite capibonus.com, die wiederum Online Casinos anpreist, die nicht auf der Liste der von der GGL zugelassenen Anbieter stehen.
„Auch vor bekannten Namen schrecken wir nicht zurück. Wer unerlaubtes Glücksspiel bewirbt, muss mit konsequentem rechtlichem Vorgehen rechnen“, erklärte Ronald Benter, Vorstand der GGL. „Influencer und Streamer präsentieren in Livestreams und Videos häufig virtuelle Spielautomaten und Online Casinospiele, die manipuliert oder unrealistisch dargestellt sein können. Dadurch kann bei Zuschauern der Eindruck entstehen, außergewöhnlich hohe Gewinne seien jederzeit möglich.“