Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Der Mann, der das Feuer entfachte

Vom Moneymaker zum Money Maker - Wir lassen die Story des Mannes Revue passieren, der die Pokerwelt wohl wie kein Zweiter verändert hat.

Chris Moneymaker - Der Mann, mit dem alles begann

Chris Moneymaker with his bust

"Wenn man das WSOP Main Event spielt, denkt man nicht wirklich daran, dass man das Ding gewinnen und anschließend zu einem Repräsentanten der Pokercommunity werden könnte. Kommt es dann aber tatsächlich so, ist es vielmehr selbstverständlich, dass man diesen Weg einschlägt", erklärte einst der Pokerweltmeister 2003, Chris Moneymaker in einem Interview.

The early days of Chris Moneymaker

Chris Moneymaker wurde am 21. November 1975 in Atlanta, Georgia geboren. Aufgewachsen ist er in Tennessee, wo er seine Highschool-Liebe Kelly Weaver geheiratet hat und seinen Master in Rechnungswesen an der University of Tennessee machte. Wenige Monate vor seinem WSOP-Triumph 2003 wurde seine Tochter Ashley geboren. Zu diesem Zeitpunkt waren die Moneymakers finanziell in einer recht schwierigen Lage und brauchten dringend Geld. Wahrscheinlich war das auch ein Grund, warum sich Chris mit Poker beschäftigte und sich letztendlich bei dem mittlerweile legendären $39-Satellite von PokerStars anmeldete.

WSOP

Moneymaker konnte das 18-Mann-Turnier gewinnen und qualifizierte sich so für ein finales $600-Satellite am Samstag, den 28. April, 2003. Hier trat er gegen 68 weitere Spieler an, wobei die Top 3 einen Seat beim WSOP Main Event und der Viertplatzierte $8.000 Cash bekommen sollten. Viele Leute wissen nicht, dass es Moneymaker dann eigentlich auf das Preisgeld abgesehen hatte.

Chris doesn't want to go to Las Vegas

Die Wahrheit ist, dass Chris nicht wirklich nach Las Vegas reisen wollte. In seinen Memoiren "Moneymaker: How an Amateur Poker Player Turned $40 into $2.5 Million at the World Series of Poker" erklärte er später: "...ein Platz bei der WSOP würde mich wahrscheinlich nicht über den ersten Tag hinaus bringen. Es hat für mich keinen Sinn gemacht, eine souvenirartige Erinnerung ins Auge zu fassen, wenn ein ordentlicher Batzen Geld auf dem Spiel stand."

Chris Moneymaker won it

Die Dinge liefen erneut gut für Moneymaker und er war einer der Chipleader im Satellite. Glücklicherweise für uns alle konnte ein guter Freund Chris dann doch noch davon überzeugen, um den Platz im WSOP Main Event anstelle des Preisgelds zu spielen.

Moneymaker plays beer pong

Jeder Pokerspieler weiß, was ein paar Monate später passierte. Moneymakers Persönlichkeit und natürlich auch sein Nachname spielten eine große Rolle bei der enormen Zugkraft, die sein Triumph entfalten konnte: "Ich bin einer der Leute, die an einem Samstag zu deinem Homegame kommen, ein paar Bier trinken und einfach abhängen. Ich denke, dass viele Leute sich irgendwie damit identifizieren und sich selbst wiedererkennen konnten."

Chris Moneymaker with his family

Doch was passierte als nächstes? Viele von uns wissen wenig über Moneymakers Leben nach seinem Triumph. Nachdem er zuvor eine eher schüchterne Person war, wurde er plötzlich zu einem weltweit bekannten Star. Ein Märchen wurde zur Wirklichkeit, allerdings hat alles seinen Preis. Es folgte die Scheidung von seiner Frau und eine neue Ehe. Seine Ex-Frau heiratete ebenfalls erneut, seine erste Tochter wurde von einem neuen Vater adoptiert und der Kontakt zwischen ihr und Chris erlosch. Mit seiner zweiten Frau, Christy Wren hat Moneymaker drei Kinder, zwei Töchter und einen Sohn.

Chris Moneymaker cartoon

Chris unterzeichnete umgehend nach seinem Erfolg einen Sponsorenvertrag mit PokerStars und reiste im Anschluss um die Welt. Mittlerweile ist er der einzige verbliebende Main-Event-Champion, der noch Teil des Team PokerStars ist. Mit Blick auf Poker bereut er nur eins: "Der Erfolg gab mir ein falsches Gefühl von Sicherheit. Ich dachte, ich wäre ein besserer Spieler, als ich es tatsächlich war, und nahm mir nicht die Zeit, um mich weiterzubilden, als sich das Spiel veränderte. Lange Zeit habe ich mich nicht mit dem Spiel weiterentwickelt. Zum großen Teil bin ich natürlich aber zufrieden, wie die Dinge beim Poker gelaufen sind."