Die 5 besten WSOP-Geschichten
Kurz vor dem Start des One Drop-Events stellt Barry Carter seine Top 5 der besten WSOP-Geschichten bisher zusammen.
Die World Series of Poker 2012 läuft bereits seit einem Monat und dementsprechend viel Gesprächsstoff gibt es auch. Obwohl uns das Main Event erst noch bevorsteht, ist diese Ausgabe der WSOP schon jetzt eine der denkwürdigsten der letzten Jahre. Daher rekapitulieren wir an dieser Stelle einige der interessantesten Geschichten der WSOP 2012 bis zu diesem Zeitpunkt:
5. Senioren brechen alle Rekorde
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| Allyn Jaffrey Shulman |
Das $1.000 Seniors Event bescherte uns in diesem Jahr zwei der überraschendsten Entwicklungen in der Geschichte der World Series of Poker. Zwar war ein vergleichsweise günstiges $1.000-Event immer das wahrscheinlichste für den Rekord der meisten Teilnehmer neben dem Main Event, aber mit dem Senioren-Turnier hatte nun wirklich niemand gerechnet.
Trotz des Mindestalters von 50 Jahren nahmen 4.128 Spieler daran teil. Das war nicht nur wie bereits erwähnt die größte Teilnehmerzahl neben dem Main Event, sondern hatte mit seinem einzigen Starttag auch den größten Tag 1 der Pokergeschichte - mehr als jeder Tag 1 des Main Events.
Doppelt bemerkenswert war dieses Event außerdem, weil eine 249 Turniere dauernde Serie von offenen Turnieren gebrochen wurde, die nicht von Frauen gewonnen werden konnten. (Rein theoretisch war dies aufgrund der Altersbeschränkung natürlich kein offenes Event, aber immerhin konnten beide Geschlechter daran teilnehmen). Allyn Jaffrey Shulman sicherte sich den Hauptgewinn von $603.713 und sorgte somit als Ehefrau des WSOPE Bracelet-Gewinners Barry Shulman dafür, dass sie als erste verheiratete Bracelet-Gewinner ebenfalls in die Geschichtsbücher eingehen.
4. One Drop voll besetzt
Im Rückblick auf die WSOP wird das One Drop-Event sicher eine der spannendsten Geschichten überhaupt sein. Da es uns aber erst noch bevorsteht, hat es auf unserer Liste für einen Platz ganz oben noch nicht gereicht. Dennoch ist allein die Tatsache, dass die Höchstgrenze von 48 Spielern erreicht wurde, ein Meilenstein der Pokergeschichte.
Dieses Turnier wird nicht nur einen der größten Preispools aller Zeiten haben (nur übertroffen von den letzten sechs Main Events), sondern auch eines der größten Fernsehereignisse der Pokerwelt sein. Allein dass dieses erste Turnier mit einem siebenstelligen Buy-in überhaupt während einer der schwierigsten Phasen der Pokerindustrie stattfindet ist höchst erstaunlich.
Tatsächlich übertrifft die Nachfrage in diesem Fall das Angebot deutlich und trotz des Interesses vieler weiterer Spieler bestehen die One Drop-Organisatoren weiterhin auf ihrer Höchstgrenze von 48 Teilnehmern.
3. Hellmuth schafft es
Wenn man an die WSOP denkt, denkt man automatisch auch an Phil Hellmuth. Egal wie man zu ihm steht, er gehört zum Inventar der WSOP wie die Bracelets. Daher ist es auch immer ein denkwürdiges Ereignis, wenn er eins dieser Bracelets gewinnt und damit in diesem Jahr gleichzeitig seine Führung im Bracelet-Ranking mit 12 gewonnen Trophäen ausbaut.
Darüber hinaus konnte er mit der Nummer 12 viele seiner Kritiker zum Schweigen bringen und beweisen, dass er nicht nur ein guter Hold'em-Spieler ist. Sein Bracelet aus dem Seven Card Razz-Event war vielleicht sogar das schönste seiner Karriere und vom Hold'em so verschieden wie es nur sein könnte. Ganz besonders gilt das vor dem Hintergrund seiner bittersüßen WSOP im letzten Jahr, bei der er drei zweite Plätze in Nicht-Hold'em-Events erreichte.
Ohne seinen fantastischen Lauf bei den Nicht-Hold'em-Events im vergangenen Jahr hätte es Hellmuth vielleicht an die Spitze dieser Charts geschafft. Aber nichtsdestotrotz ist ein Bracelet-Gewinn von Phil Hellmuth immer eine der besten Geschichten der WSOP, ganz egal in welchem Jahr dies geschieht.
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| Hellmuth bringt seine Kritiker zum Schweigen |
2. Twittergate
In diesem Jahr mussten die Organisatoren der WSOP aus einer Vielzahl von Gründen zum Teil heftige Kritik einstecken. Gründe dafür waren unter anderem die Qualität der Dealer und des Live Streams sowie einige Regelauslegungen. Natürlich gilt auch hier "Nobody is perfect" und wenn so viele Spieler an den Start gehen wie es bei der WSOP der Fall ist, wird man es kaum jedem Recht machen können.
Allerdings hatte niemand erwartet, dass sich die WSOP auf eine Art und Weise gegen die Kritiker zur Wehr setzen würde wie es Seth Palansky gegen Jon Aguiar tat. Aguiar äußerte sich bei Twitter sehr deutlich über eine neue Regel, nach der jeder Spieler am Feature Table seine Aktionen verbal ankündigen musste. Palansky hatte sicher genug von Aguiar, als er den offiziellen WSOP Twitter-Account nutzte, um einen Tweet eines anderen Spielers, in dem Aguiar als "complete bitch" bezeichnet wurde, weiter zu verbreiten.
Palansky gab an, nicht gewusst zu haben, dass er mit der Markierung als "Favourite" diesen Tweet den mehr als 72.000 Followern der WSOP zugänglich machen würde und versprach, den Twitter-Account der WSOP in Zukunft nicht mehr zu benutzen.
1. Phil Ivey beweist es allen
Im letzten Jahr ließ Phil Ivey die WSOP aus und verschaffte dem Rest der Pokerwelt so ein falsches Gefühl der Sicherheit. Nur ein Jahr später hat sich Ivey wieder als bester Spieler der Welt etabliert, obwohl er in diesem Jahr (noch) kein Bracelet gewinnen konnte.
Bisher hat es Ivey bei sechs Events ins Geld geschafft. Noch beeindruckender sind aber seine fünf Final Tables - und das am Stück! Zwischen dem 6. und 18. Juni kam er in jedem einzelnen seiner Events an den Final Table. Außerdem schaffte er es, an einem Tag in gleich zwei Events ins Geld zu kommen. Insgesamt hat er bereits mehr als $570.000 gewonnen und steht an der Spitze der WSOP Player of the Year-Wertung. Nach dem One Drop-Event könnte er schon nicht mehr einzuholen sein.
In einem Spiel mit so kleinen Edges wie Poker ist es einfach erstaunlich, wie groß der Abstand zwischen Phil Ivey und dem Rest der Welt ist.
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| Phil Ivey - immer noch die Nummer 1 |
WSOP 2012: Ergebnisse & Berichterstattung
von Barry Carter



