Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Die 5 denkwürdigsten Momente der EPT-Geschichte

Die EPT kehrt heute mit ihrem Saisonstart in Barcelona zurück. Anlässlich des bereits zehnten Geburtstags der Poker-Tour erinnern wir uns an einige besondere Momente ihrer Geschichte.

5. Die Karibik wird ein Teil Europas

Einem Außenstehenden mag es zunächst komisch vorkommen, wenn ein Turnier auf Paradise Island in den Bahamas zum Teil der European Poker Tour wird. Naheliegend ist es in seinen Augen sicherlich nicht.

Für diejenigen, die sich mit der Szene auskannten, war es dagegen die perfekte Verbindung: Die EPT war nicht nur die offizielle Live-Tour von PokerStars, das Event in der Karibik eignete sich außerdem als echter Konkurrent der World Poker Tour und der World Series of Poker in der Kategorie Buy-in $10.000.

Dass das PokerStars Caribbean Adventure, eines der größten Poker-Festivals außerhalb der WSOP, nicht als Teil der EPT angesehen werden würde, war kaum vorstellbar. Uns so wurde die PCA im Jahr 2008 ein wesentlicher Bestandteil der EPT.

Durch den Zusammenschluss wurde der Sieger in diesem Jahr, ElkY, nicht nur ein bekannter Spieler auf der weltweiten Pokerbühne, sondern sein Erfolg war auch der Grundstein für seine Triple Crown.

4. Live-Streams sorgen für neues Zuschauererlebnis

Die EPT ist eine der ganz wenigen Tour-Veranstalter, die ein TV-Produkt erstellt, welches sowohl für den gewöhnlichen Pokerinteressierten also auch für den harten Kern der Poker-Community geeignet ist.

Dies liegt vor allem am guten Mix, der produziert wird: Es gibt eine unterhaltsame und gut geschnittene TV-Version, zudem werden alle Final Tables in Echtzeit ins Internet gestreamt (diese Streams findet ihr auch immer auf PokerStrategy.com). Weil den Machern bewusst ist, dass diese Streams vor allem von Hardcore-Fans geschaut werden, wird das Spiel hier auf einem deutlich höheren Level analysiert.

Daneben bekommt der Zuschauer auch seltene Einblicke in Deal-Verhandlungen, die bei Live-Events regelmäßig unter den letzten Spielern stattfinden.

Trotzdem entstehen immer wieder Minuten, die weniger interessant sind und trotzdem gefüllt werden müssen. Dann denken sich die Produzenten Dinge wie diese aus:

3. Der bestbesetzte Final Table

Natürlich passiert es in Super High Roller Eevnts häufiger, dass besonders viele sehr gute Spieler an einem Final Table sitzen. Bei Events mit mehreren Hundert Startern aber saßen die letzten acht Spieler des EPT Grand Final 2013 wohl am härtesten Final Table aller Zeiten.

Es gab wirklich keine spielerische Schwachstelle an diesem Final Table. Selbst der etwas weniger bekannte Grant Levy ist in seiner Heimat Australien ein Superstar, der bei Turnieren mehr als $1,8 Millionen gewonnen hat.

Daniel Negreanu hätte mit einem Sieg gleichzeitig seine Triple Crown vervollständigt. Jake Cody oder Jason Mercier wären als Sieger der erste zweifache EPT-Gewinner geworden.

Am Ende war Steve O'Dwyer der Glückliche. Er wartete schon lange auf seinen ersten großen Titel, dieses Mal sollte es klappen.

Wie anders hätte dieser Final Table enden können, wenn nicht mit Quads auf dem River?EPT Final

2. Der Überfall auf die EPT Berlin

Leider sind nicht alle Ereignisse in dieser Rangliste mit positiven Erinnerungen verbunden. Der berühmt-berüchtigte Überfall auf die EPT im Jahr 2010 ist der Grund hierfür.

Vier Männer stürmten den schlecht bewachten Veranstaltungsort mit Messern und Pistolen bewaffnet und machten sich anschließend mit €242.000 auf die Flucht. Ernsthafte Verletzungen gab es nicht, aber per Stream wurde die entstandene Panik unter den Spielern in die ganze Welt übertragen.

Die Köpfe hinter dem Verbrechen wurden nach der Tat gefasst. Trotzdem hat sie ihre Spuren in der Szene hinterlassen. Eine positive Konsequenz gibt es aber ebenfalls: Die Sicherheitsvorkehrungen bei Live-Events wurden dankenswerterweise deutlich erhöht.

1. Vicky Coren holt das Double

Als sich die neunte EPT-Saison in diesem Jahr ihrem Ende näherte, schaffte Vicky Coren Historisches: Sie gewann ihren zweiten EPT-Titel. Nachdem die Triple Crown bereits von mehreren Spielern vervollständigt wurde, war der Doppelerfolg bei der EPT wohl die begehrteste inoffizielle Auszeichnung, die man im Pokerspiel noch als Erster erreichen konnte.

Ich war immer davon überzeugt, dass die EPT die härteste Turnierserie der Welt ist. Europäer haben seit dem UIGEA viel mehr Hände Online-Poker gespielt als Amerikaner, die große Anzahl an Online-Qualifikanten für die Events machen diese dadurch härter und im Vergleich zur WSOP oder WPT gibt es deutlich weniger EPT-Events.

Dass nun eine der größten Botschafterinnen des Spiels, Vicky Coren, diesen Meilenstein als erster Spieler erreicht hat, ist vielleicht die Geschichte des Jahres. Vicky ist in Großbritannien eine sehr beliebte Moderatorin und besonders für Frauen und Poker ein weltweites Vorbild.

Sie gewann 2006 die EPT London und machte sich damit einen Namen in der Szene. In diesem Jahr gewann sie die EPT Sanremo. Seitdem hat sie als direkte Konsequenz dieses Erfolgs sehr viele positive Erwähnungen in Mainstream-Medien erfahren. Auch die gesamte Poker-Community gönnte ihr den Triumph in Sanremo.

Was sind eure denkwürdigsten EPT-Momente? Teilt sie uns in den Kommentaren mit.