Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Die 5 größten Heads-up-Duelle

In dieser Woche werfen wir einen Blick auf die besten und packendsten Heads-up-Begegnungen, über die die Pokerwelt lange gesprochen hat.

5. Phil Ivey gegen Paul Jackson

Auch wenn vielleicht nicht das gesamte Match als das größte aller Zeiten in Erinnerung bleibt: Diese eine Hand wird immer einen Platz unter den denkwürdigsten Händen haben, die je im TV ausgestrahlt wurden. Phil Ivey war in dieser Hand im Rahmen der Monte Carlo Millions heads-up gegen den britischen Profi Paul Jackson (Ivey sollte am Ende gewinnen).

4. Die Durrrrr Challenges

Tom Dwan
Tom Dwan

Um zu beweisen, dass er, wenn er nicht gar der Beste ist, zumindest zu den Besten der Welt gehört, ließ Tom 'durrrr' Dwan seinen Worten Taten folgen und stellte sich der Durrrr Challenge.

Die Bedinungen lauteten: Tom würde gegen jeden Spieler in der Welt 50.000 Hände heads-up spielen, an vier $200/$400-Tischen, No Limit oder Pot Limit Omaha.

Wenn er nach 50.000 Händen vorne sein würde, bekäme er $500k von seinem Gegner, wenn er hinten liegen würde, zahlte er ihm $1,5 Millionen.

Patrik Antonius war der erste, der es mit Dwan aufnahm, später folgte ihm Daniel Adminjungleman Cates. Zum Zeitpunkt dieses Artikels ist Dwan $2 Millionen im Plus gegen Antonius, während er gegen Cates mit $1,2 Millionen in den Miesen ist.

Beide Challenges konnten zwar die Erwartungen der Railbirds nicht erfüllen, da es immer wieder lange Pausen zwischen den Sessions gab, aber sie haben einen echten Maßstab in Sachen Heads-up-Challenges gesetzt.

Da beide Duelle auf Full Tilt Poker stattfinden und sich die Mittel dafür dort befinden, weiß niemand ob sie jemals beendet werden.

3. Johnny Moss gegen 'Nick the Greek'

Als Heads-up-Matches noch nicht in Mode waren, bekämpften sich der dreifache WSOP-Sieger Johnny Moss und 'Nick the Greek' Dandolos in einem epischen Match.

Es ist schwer zu sagen, was man nun glauben soll von den Mythen und Sagen, die sich um das Match ranken, das 1949 stattfand.

Nach dem, was man hört, dauerte das Duell fünf Monate und es wurde jeden Tag gespielt. Am Ende war Moss zwischen 2 und 4 Millionen US-Dollar im Plus und am Ende war Nick the Greek dazu gezwungen, die berühmten Worte zu sagen: "Mr. Moss, I have to let you go".

Auch wenn die ganze Geschichte wohl niemals bekannt wird, gibt es nur wenig Zweifel daran, dass das Match den Anfang einer großen Tradition von Heads-up-Duellen, die durch Streit motiviert sind, machte.

2. Andy Beal gegen 'The Corporation'

Das größte Heads-up-Match aller Zeiten fand zweifellos zwischen dem milliardenschweren Geschäftsmann Andy Beal und den besten Spielern der Welt zwischen 2001 und 2006 statt.

Das Syndikat aus Spielern wurde als 'The Corporation' ('Die Gesellschaft') bekannt und bestand aus Doyle Brunson, Chip Reese, Ted Forrest, Jennifer Harman, Howard Lederer, Barry Greenstein, Gus Hansen und Phil Ivey - die alle ihr Geld zusammenlegten, um damit gegen Beal anzutreten.

Beal hoffte, dass er die Corporation aus ihrer Komfortzone drängen könnte, wenn er die Limits in unglaubliche Höhen wie $100.000/$200.000 schrauben oder früh morgens spielen würde.

Die Corporation hatte es nicht einfach und ging oft broke gegen Beal. 2006 zum Beispiel gewann Beal $13,6 Millionen von der Corporation, nur um im Monat darauf $16,6 Millionen gegen Phil Ivey zu verlieren.

Es gab seitdem stets Gerüchte, dass Beal zurückkehren und wieder gegen die Corporation spielen würde, aber bislang ist das nicht passiert. Die gesamte Geschichte wurde von Michael Craig in seinem Buch The Professor, the Banker, and the Suicide King: Inside the Richest Poker Game of All Time aufgeschrieben.

1. Isildur1 gegen alle

Viktor 'Isildur1' Blom

Isildur1 mag nicht mehr wie noch vor ein paar Jahren die Schlagzeilen der Pokerwelt dominieren, aber es gab eine Zeit, in der man über nichts anderes sprach als über ihn.

2009 erschien ein unbekannter Schwede aus dem Nirgendwo und spielte gegen eine Riege namhafter Profis an den $100/$200-Tischen Heads-ups.

Sein überaggressiver Stil zog sofort die Aufmerksamkeit der Railbirds an und schnell fand er sich $3 Millionen im Plus.

Auf dem Höhepunkt seines Aufstiegs saß er an sechs $500/$1.000-Tischen und wartete auf jeden, der es mit ihm aufzunehmen wagte. Dieses Angebot wurde schnell von Phil Ivey, Patrik Antonius und Tom Dwan angenommen (welche von vielen als die drei besten Cashgame-Spieler der Welt angesehen werden) - oftmals noch zur gleichen Zeit.

Isildur verzeichnete zwischenzeitlich $6 Millionen an Gewinnen, um dann einen der epischsten Downswings aller Zeiten zu erleben. Hierzu zählen der Verlust von $3,2 Millionen an Phil Ivey in einer Woche und $3 Millionen an Antonius an einem Tag, nur um am nächsten Tag $2 Millionen zurück zu gewinnen. Schlussendlich verlor er einen Monat später $4,2 Millionen an Brian Hastings.

Diese finale Niederlage wurde auch deshalb kontrovers diskutiert, weil durchsickerte, dass Hastings Informationen über Hände mit Brian Townsend und Cole South geteilt hatte. Dies war eine von vielen Wendungen der Geschichte um den unbekannten Schweden, der die Pokerwelt in Aufregung versetzte.

von Barry Carter