Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Die November Nine stehen fest

Die neun Finalisten des WSOP-Main Events stehen fest. Ausgetragen wird der Final Table allerdings erst im November. Final Table-Bubbleboy wurde Dean Hamrick. Chipleader für nun mindestens 117 Tage ist Dennis Phillips.

6.844 Spieler und elf Turniertage

6.844 Starter gingen am Donnerstag, den 3. Juli im Rio an den Start und kämpften für ihren Teil am Kuchens des bedeutendsten No Limit Hold'em Turniers des Jahres. Sie erzeugten einen Preispool von $64.333.600. Elf Turniertage - beziehungsweise sieben Spieltage - später stehen die neun Finalisten fest.

Finale erst im November

Der Finaltisch wird allerdings erst in rund 16 Wochen, am 9. und 10. November, austragen werden. Der Grund dafür ist die geplante TV-Übertragung des Final Tables. Diese soll nur mit wenigen Stunden Zeitversetzung zum Finale ausgestrahlt werden.
Am 9. November wird der Final Table bis auf die letzten zwei Spieler heruntergespielt werden. Am darauf folgenden Tag werden die letzten Zwei im Heads-Up um den Titel der WSOP 2008 spielen.

Temporeicher Beginn...

 

Der Turniertag begann im rasanten Tempo: Bereits in den ersten zwei Levels des Tages wurden zehn Spieler eliminiert. Der zweifache Braceletgewinner Phi Nguyen wurde von Paul Snead mit Pocket-Jacks an die Rails geschickt (Platz 26). Brandon Cantu war somit der letzte Braceletträger des Turniers. Auch ihm sollten jedoch die Pockets zum Verhängnis werden: Der 22-jährige, dänische Pokerpro Peter Eastgate knackte Cantus Neunen, als er auf dem River den Nut-Flush traf.

Tiffany Michelle schied als letzte Dame des Feldes auf Platz 17 aus. Sie lief in Eastgates Pocket-Asse.

Joe Bishop erarbeitete sich in den ersten zwei Levels den Chiplead, musste jedoch knapp vor der Entscheidung auf Platz 11 an die Rails. Der 35-Jährige US-Amerikaner hatte sein Ticket vorab in einer Reihe von Turnieren in seinem lokalen Pokerclub gewonnen.

...zähes Ende

Je näher die Spieler der Final Table-Bubble kamen, desto zäher wurde das Spiel am Tisch der verbliebenen Zehn. Es dauerte drei Stunden bis der in Michigan lebende Dean Hamrick als Final Table-Bubbleboy feststand. Für den zehnten Platz erhielt er $591.869.

Die letzte Hand


In der entscheidenden Hand pushte Hamrick für 3.420.000 All-In. Craig Marquis ging over the top All-In für knapp 7 Mio. und isolierte damit Hamrick. Hamrick hielt . Marquis deckte auf und war damit 72-prozentiger Favorit. Der Flop kam und brachte Hamrick zwei weitere Outs. Ihm blieben noch 18% auf den Pot. Doch wie gewonnen, so zerronnen: Auf dem Turn kam die , das Board pairte sich, und Hamrick konnte nur noch ein Ass helfen – Chance: 7%. Der auf dem River machte für Marquis alles klar, und der Final Table stand fest.

Die letzten Worte

Die abschließenden Worte Jack Effels lauteten: Players, you may now go on your 117-day break! Good night from the World Series of Poker!"

50% des Preispools geht an die Finalisten
Das diesjährige Main Event der WSOP gilt bei seiner Auszahlungsstruktur
als extrem „Top Heavy“. 50,7% des Preisgeldes wird an die neun
Finalisten ausgeschüttet. Die übrigen 49,3% wurden an die Plätze 10 –
666 vergeben. Würde man das Preisgeld für die Top Neun für die
verbliebenen Spieler zu gleichen Teilen vergeben, hätten alle
Finalteilnehmer über $3,5 Mio. sicher. In der Realität wird sich der
Neuntplatzierte im November mit $900.670 begnügen müssen. Der Gewinner
erhält mehr als das Zehnfache. Ihm winken $9.119.517.

Die November Nine

 

Im Folgenden die November Nine:

FINAL TABLE
WSOP 2008 Main Event
Name
Herkunft
Chipcount*
Dennis Phillips St. Louis, Missouri 26.295.000
Ivan Demidov Moskau, Russland 24.400.000
Scott Montgomery Perth, Kanada 19.690.000
Peter Eastgate Odense, Dänemark 18.375.000
Ylon Schwartz Brooklyn, New York 12.525.000
Darus Suharto Toronto, Kanada 12,520,000
David Rheem Los Angeles, Kalifornien 10.230.000
Craig Marquis Arlington, Texas 10.210.000
Kelly Kim Whittier, Kalifornien 2.620.000
*vorläufiger Chipcount