Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Die Pokercommunity ist sauer auf Elon Musk

Das Vermögen der Pokerwelt hat am vergangenen Wochenende einen Einbruch erlebt, nachdem Elon Musk den Zorn der Bitcoin-Community auf sich zog.

Es dürfte schwerfallen, Bitcoin in der Pokerszene zu ignorieren, selbst wenn man keinerlei Interesse an der Kryptowährung hat. Etliche Pokerspieler haben in Bitcoin & Co. investiert, sodass Fluktuationen im Preis zwangsläufig auch Einfluss auf die Pokerwirtschaft und den alltäglichen Austausch haben.

Nun hat Elon Musk, einer der reichsten Menschen der Welt, am Wochenende den Preis von Bitcoin in die Tiefe gedrückt, nachdem er via Twitter verlauten ließ, dass die Kryptowährung aus seiner Sicht zu viel fossile Energie verbrauchen würde. Zuvor war Musk eigentlich als Held der Kryptoszene auf den Plan getreten, nachdem sein Unternehmen Tesla Bitcoin als Anlagereserve in das eigene Portfolio aufnahm und den Kauf von Tesla-Fahrzeugen via Bitcoin ermöglichte.

Musk mag den Energieverbrauch von Bitcoin zwar kritisch sehen und viele Menschen haben mittlerweile versucht ihm zu erläutern, dass er sich in der Sache irrt, die massive Anlagereserve in Höhe von $1,5 Milliarden in Bitcoin will Tesla aber nicht verkaufen. Stattdessen hat man aber den Kauf von Fahrzeugen via Bitcoin gestoppt, was gepaart mit der Kritik am Energieverbrauch gereicht hat, um den Preis der Kryptowährung von zu Beginn des Monats rund $58.000 auf mittlerweile $40.000 zu drücken.

Die Reaktionen auf Musks Tweets und offensichtlichen Sinneswandel seitens der Bitcoin-Community waren erheblich, insbesondere Pokerspieler ließen dabei ihrem Ärger über den gefallenen Helden freien Lauf, der nicht nur eine umstrittene Meinung zum Energieverbrauch der bekanntesten Kryptowährung in die Welt setzte und den Markt damit verunsicherte, sondern zuvor auch eine in der Community gemeinhin als "Shitcoin" bezeichnete Alternativwährung Auftrieb verlieh, die eigentlich vor Jahren lediglich als Meme erschaffen wurde und keinen tatsächlichen Wert bieten soll.

Wer mit Bitcoin & Co. nichts anfangen kann und sich nun unsicher ist, was das Ganze überhaupt mit Poker zu tun hat, kann einen Blick auf den nachfolgenden Tweet von Patrick Leonard werfen, der zeigen dürfte, dass keine unerhebliche Menge an Geld vieler Pokerspieler in Kryptowährungen angelegt ist:

Musk selbst hat sich derweil nicht von seinen Bitcoin-Beständen getrennt und ist bekannt für sein exzentrisches Auftreten bei Twitter. Wer nun aber getiltet ist, wie volatil Bitcoin auf einen einzelnen Tweet reagieren kann, für den dürften Kryptowährunegn ohnehin nicht das Richtige sein.