Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Die Top 10 Pokerschlagzeilen des Jahres 2012 (Teil 1)

Barry Carter präsentiert die interessantesten und wichtigsten Geschichten aus der Pokerwelt, von denen er in den vergangenen 12 Monaten berichtete.

10. Die Rückkehr von Phil Ivey

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Ivey meldet sich eindrucksvoll zurück

Der früher unangefochtene Held der Pokercommunity, Phil Ivey, polarisierte im Jahr 2012 seine Fanbase. Viele warfen ihm vor, direkt die angepeilte Übernahme von Full Tilt Poker durch die Groupe Bernard Tapie torpediert zu haben.

Dementsprechend groß war dann auch die Aufregung, als Ivey im Verlauf dieses Jahres seine selbst auferlegte Pokerabstinenz beendete.

Wie es sich für einen Ivey gehört, dauerte es auch nicht lang, bis er erste Erfolge vorweisen konnte. So wurde er im Aussie Millions Main Event Zwölfter und gewann kurz darauf $2 Millionen in einem Super High Roller-Event.

Als er sich anschließend auf den Weg zur WSOP machte, schaffte er es dort innerhalb von zwölf Tagen an fünf Final Tables in Folge und landete dadurch auch im WSOP Player of the Year-Ranking ganz weit vorne.

Vielleicht wird er nie wieder so beliebt sein wie vor der Full Tilt-Geschichte, zweifellos bleibt er aber auch weiterhin einer der besten Spieler der Welt.

9. E-Dog stürzt ab

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Lindgren: From Hero to Zero

Erick Lindgren hatte jahrelang nicht nur einen Ruf als absoluter Topspieler, sondern galt darüber hinaus auch als einer der "Good Guys" der Pokerwelt.

2012 brach jedoch die schöne Fassade zusammen und viele hässliche Details kamen nach und nach ans Licht.

So stellte sich heraus, dass Lindgren mehrere Millionen Dollar Schulden hatte, deren Rückzahlung er vermeiden wollte und darüber hinaus bei Sportwetten siebenstellige Beträge verzockte.

Ohne die Dividenden von seinen Anteilen an Full Tilt Poker wurde 'E-Dog' schneller von der Realität eingeholt, als er es wohl jemals für möglich hielt.

Am Ende konnte ihm sogar Howard Lederer eins auswischen, indem er enthüllte, dass das damals schon schwer angeschlagene Full Tilt irrtümlich $2 Millionen an Lindgren überwies, die dieser nie zurückzahlte.

8. Mad Marvins WPT-Doppelsieg

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Back-to-back Marvin

2012 wird als das Jahr der Deutschen in die Geschichte eingehen, die in den vergangenen zwölf Monaten einfach alles gewannen. Und obwohl Pius Heinz natürlich weiterhin das Aushängeschild der deutschen Pokerszene bleiben wird, war 2012 das Jahr von 'Mad' Marvin Rettenmaier.

Marvin 'xcrash154' Rettenmaier war regelmäßiger Gast der World Poker Tour (WPT) und gewann nur wenige Tage nach Abschluss seines Sponsorenvertrages mit PartyPoker gleich das größte, härteste und auch letzte Turnier des Jahres - das Championship-Event im Bellagio mit einem Preisgeld von $1.196.858.

Season 12 der WPT begann dann genau so, wie Season 11 endete - mit einem Sieg bei der WPT Cyprus und dem Hauptgewinn von $287.784.

Solche Doppelerfolge gelangen bisher nur ganz wenigen Spielern und nur die Besten schaffen dies auch noch bei so großen und hart umkämpften Turnieren wie der World Poker Tour. Marvin setzte dieser unglaublichen Leistung sogar noch eins oben drauf und gewann in diesem Monat in einem Super High Roller-Event der EPT satte 365.300 Euro.

7. Greg Merson macht sich einen Namen

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Lang lebe der König

Aus dem WSOP Main Event geht in jedem Jahr ein neuer Sieger hervor. Es zu gewinnen bringt einen deswegen noch lange nicht in unsere Top 10 der News-Highlights des Jahres.

Der Unterschied bei Greg Merson besteht darin, dass man bei ihm den Eindruck hat, er könne noch viele weitere Male auf sich aufmerksam machen.

Merson gewann nicht einfach nur das Main Event sondern spielte unglaublich gut und verdiente sich Anerkennung von der Elite der Pokerwelt. Ganz begeistert war unter anderem Phil Ivey höchstpersönlich, der sich auch gleich als neuer Sponsor anbot.

Neben dem Main Event gewann Merson auch mehr als $1 Million in der $10.000 6-max-Championship, die bei vielen als härtestes No-Limit-Event überhaupt gilt.

Die Tatsache, dass er die beiden schwersten No-Limit-Events des Jahres gewann, brachte ihm nicht nur den Titel des WSOP Player of the Year, sondern auch quasi über Nacht in den Olymp der Pokercommunity.

6. Der Ärger um Partouche

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Patrick Partouche war nicht erfreut

Es gibt wohl nur wenige Möglichkeiten, den Respekt der Pokerspieler schneller zu verlieren, als durch die spontane Rücknahme eines garantierten Preispools. Trotzdem passierte genau dies im September bei der Partouche Poker Tour (PPT).

Dort behaupteten die Veranstalter, einen garantierten Preispool von $4 Millionen beworben zu haben, während unzählige Werbebotschaften eindeutig $5 Millionen als Preispool nannten.

Am Ende beugte sich ein trotziger Patrick Partouche dem öffentlichen Druck und garantierte den Preispool von $5 Millionen, bevor er dann aber als direkte Folge das Ende der Partouche Poker Tour ankündigte.

Ebenfalls in diesem Jahr verringerte auch die International Stadiums Poker Tour (ISPT), die übrigens vom Partouche-Team organisiert wird, gleich mehrfach den angekündigten garantierten Preispool von $30 Millionen für ihr Event im kommenden Jahr. Aus diesem Grund bezweifeln große Teile der Pokercommunity, dass dieses Event tatsächlich wie geplant stattfinden wird.

Seid morgen wieder dabei und lest den zweiten Teil unserer Top 10.

von Barry Carter

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