Die WSOP mit Phil Hellmuth auf ESPN
Phil Hellmuths außerordentliches Selbstvertrauen war diese Woche auf ESPN zu bewundern. Am TV-Table spielte er zwar eher unorthodox, schaffte es aber dennoch den Tisch zu dominieren.
In dieser Woche wurde Tag 2B des WSOP 2009 Mainevents auf ESPN übertragen. Wie immer wenn Phil Hellmuth spielt, wurde er zum Star der zweistündigen Übertragung gemacht.
Ein weiterer Fokus lag auf dem 2008 November Niner Dennis Phillips und Michael Mizrachi, die am zweiten Feature-Table platzgenommen hatten. Kurze Auftritte in der Sendung hatten unter anderem auch Tom Dwan, Phil Ivey, Scotty Nguyen, Joe Hachem, Peter Eastgate, Jennifer Harman, Hevad Khan und Howard Lederer.
Ist Phil Hellmuth Skandinavier?
Fans der WSOP-Übertragungen werden sich sicher noch daran erinnern, wie Hellmuth (Bild links) im Jahr 2008 einen Pot gegen Santeri Valikoski aus Finnland verlor. Hellmuth rastete aus, nachdem er von Valikoski Nun schien es so als hätte sich Hellmuth ein paar Sachen von den Nordeuropäern abgeschaut, da er seinen Stil komplett umstellte und fast Any 2 Cards spielte. "It's as if Phil's body and soul are now occupied by some idiot from Northern Europe," sagte Norman Chad als Hellmuth im Big Blind einen Raise mit callte.
Der neue Hellmuth überraschte alle am Tisch mit seinem loosen und aggressiven Stil und konnte Pot um Pot an sich ziehen. Am härtesten traf es den 22-jährigen Ben Sprengers, der in mehreren Händen versuchte Hellmuth Paroli zu bieten, dabei aber doch meistens den Kürzeren zog.
Hachem verliert das Minimum mit Full House vs. Quads
Auf der anderen Seite des Amazon Rooms ging Phil Ivey (Bild rechts) mit einer weit geduldigeren Herangehensweise als sein Namensvetter an die Sache. Ivey wartete ausdauernd auf die richtigen Spots und hatte zur Unterstützung die meiste Zeit eine Masseuse hinter sich. Im Verlauf konnte er einen entscheidenden Pot gewinnen, bei dem er fast alle seine Chips in die Mitte schob und so ganz nah an die Chipleader heran kam.
Nur mit seinen wirklich großartigen Fähigkeiten zu erklären ist eine Hand, in der Joe Hachem nur ein Minimum an Chips verlor, obwohl sie für seinen Stack einen schweren Schlag hätte bedeuten können. Hachem hielt mit auf dem Board
ein geflopptes Full House und checkte den River nachdem sein Gegner mit
Quads slow gespielt hatte. "How do I lose the minimum," sagte er danach auch treffend zu dieser Hand.