Die bekanntesten Final-Table-Bubbles beim Main Event
Daniel Negreanu schied in dieser Woche als 11. aus dem Main Event aus - damit verpasste er nur denkbar knapp den Final Table. Wir werfen einen Blick auf bekannte Spieler, denen es ähnlich erging.
Annie Duke, 2000

Sie ist wohl eine der meistgehassten Spielerinnen der Pokerwelt: Annie Duke war im Jahr 2000 neun Spieler vom ganz großen Erfolg entfernt. Am Ende wurde sie 'nur' 10. und bekam dafür $52.160.
Duke war zu diesem Zeitpunkt bereits hochschwanger. Das Turnier war für sie beendet, nachdem sie mit Damen an den Königen von James McManus scheiterte.
Der Sieger dieses Main Events war übrigens ein ähnlich unbeliebter Spieler: Chris 'Jesus' Ferguson gewann das Turnier und $1,5 Millionen.
Elisabeth Hille und Gaelle Baumann, 2012

Duke wäre als weiblicher Teilnehmer am Final Table große Aufmerksamkeit sicher gewesen. Diese Aufmerksamkeit hätte sich aber noch noch einmal verdoppelt, wenn im Jahr 2012 entweder Hille oder Baumann die November Nine erreicht hätten.
Die Aussicht, dass ein oder sogar zwei junge, gut aussehende Europäerinnen das Spiel in der Zeit nach dem großen Boom über vier Monate hinweg promoten würden, wäre wohl ein echter Glücksfall für die Pokerwelt gewesen.
Doch es kam leider anders: Hille wurde 11., direkt nach ihr schied Baumann als 10. aus. Am Ende war Greg Merson der strahlende Sieger, der sich über $8.531.853 freuen durfte.
Carlos Mortensen, 2013

Mortensen hatte schon vor dem Pokerboom das Main Event gewonnen und bekam vor ein paar Jahren erneut die Chance, den Final Table zu erreichen.
Der spanische Star schied jedoch auf Platz 10 aus und gewann $573.204. Für die Zuschauer war dies umso ärgerlicher, da er mit JC Tran, Mark Newhouse, Amir Levahot und David Benefield den wohl spektakulärsten Final Table seit dem Boom gebildet hätte.
'Bester der Welt' wurde in diesem Jahr Ryan Riess, der $8,361.570 gewann.
Daniel Negreanu, 2001 und 2015

KidPoker hat die zweifelhafte Ehre, zwei Mal im Main Event den elften Platz belegt zu haben. Das ist zwar technisch gesehen nicht (ganz) die Final Table Bubble, aber der Umstand, dass es zwei Mal passierte, sichert ihm seinen Platz in dieser Liste.
Es ist noch keine Woche her, als Daniel erneut 11. wurde und dafür $526.778 gewann. Dieses Ergebnis erreichte er ebenfalls im Jahr 2001, als der bereits erwähnte Carlos Mortensen Sieger wurde und KidPoker $63.940 einstrich.
Die große Zeitspanne zwischen beiden Bubbles ist ein weiterer Beleg für Negreanus Konstanz, die er an den Tag legt.
Phil Ivey, 2003

Man kann sicher darüber diskutieren, ob Negreanu der berühmtere Bubble Boy ist oder Phil Ivey. Aber die Umstände von Iveys 10. Platz im Jahr 2003 waren schlicht und ergreifend historisch.
Er schied gegen den unbekannten Amateur Chris Moneymaker aus, der anschließend die Pokerwelt aus den Angeln hob und für immer veränderte.
Und so stellt sich die Frage, ob Ivey mit einem Sieg im Main Event einen ähnlichen oder sogar größeren Pokerboom auslöste, als dies Moneymaker mit seinem historischen Sieg schaffte. Auf eine Antwort werden wir jedoch vergeblich warten.
Wäre die Popularität von Poker ebenso explodiert, wenn Phil Ivey das Main Event gewonnen hätte? Welchen Einfluss hätten Gaelle Baumann oder Elisabet Hille als November Niner gehabt?