Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Disconnect inmitten eines Bad Beat Jackpots

Was passiert, wenn ausgerechnet beim größten Pot der eigenen Pokerlaufbahn die Verbindung zum Anbieter abschmiert, man das Unglück jedoch im Stream festhalten konnte?

Ein Bad Beat Jackpot ist eine beim Live- und Online-Poker häufig genutzte Promotion, bei der zusätzlicher Rake gezahlt und in einem Jackpot gesammelt wird, der dann an einem Tisch ausgezahlt wird, an dem eine Monsterhand gegen eine noch stärkere das Nachsehen hatte. Für gewöhnlich muss die Verliererhand ein Vierling oder besser sein und der "Unglücksrabe" bekommt den Löwenanteil des Jackpots, während auch der Sieger und der Rest des Tischs etwas abbekommt.

Einen Bad Beat innerhalb eines Bad Beats bekommt man derweil nur selten zu sehen, aber genau das ist nun Brandon Di Silvestro passiert, als er einen Straight Flush gegen einen Vierling und ein Full House treffen konnte. Ausgestattet mit den Nuts sah er sich am Turn mit einer Bet konfrontiert, bevor er aber den Call-Button drücken konnte, schmierte seine Verbindung zum Anbieter ab. Die Partie wurde auf NL100 ausgetragen und der Jackpot belief sich zu dem Zeitpunkt auf satte $349.046, wenn die Hand bis zum Showdown gekommen wäre.

Glücklicherweise für alle Beteiligten hatte Di Silvestro die Hand bei Twitch gestreamt, sodass er beweisen konnte, dass die Software von BetOnline.Ag das Problem war und nicht seine eigene Verbindung.

Im Anschluss hat Di Silvestro seine Aufnahme mit genug einflussreichen Leuten wie Joe Ingram geteilt, sodass seine Story die Aufmerksamkeit seitens der Betreiber bekam, die angemessen war. In leider von einigen Anbietern nur selten demonstrierter Großzügigkeit hat man den Jackpot dann tatsächlich ausgezahlt und einen technischen Fehler aufseiten der Software eingestanden, die für den Disconnect verantwortlich war.

Als Lohn für seine Mühen bekam Di Silvestro $52.356 als seinen Anteil am Jackpot, während sich das eigentliche Bad-Beat-Opfer sogar über $69.809 durfte. Der Rest des Tischs bekam je $14.543.

Die Lektion, die wir daraus lernen? Streamt jede einzelne Session, die ihr spielt, am besten noch mit eigener Webcam, damit euch nie jemand Ghosting vorwerfen kann, und meldet euch bei Leuten wie Joe Ingram, falls ihr mal in Schwierigkeiten geratet.