Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Doug Polk analysiert die Vorwürfe gegen Mike Postle

Nachdem rechtliche Schritte und eine weitere Untersuchung eingeleitet wurden, hat auch Doug Polk einen Blick auf die Story geworfen, die aktuell die Schlagzeilen der Pokerszene dominiert.

Die Story rund um die Betrugsvorwürfe gegenüber Mike Postle wird die Pokerszene wohl noch eine ganze Weile beschäftigen und nun ist auch YouTube-Größe Doug Polk vollends in das Thema abgetaucht.

In einem 30-minütigen Video, bei dem mittlerweile fast 150.000 Views zustande kamen, gibt es dabei eine ausführliche Übersicht zum Geschehen:

Eine ganze Reihe von Theorien machen die Runde, wie man unter den vorliegenden Bedingungen tatsächlich betrügen könnte und insbesondere eine Hand scheint dabei in den Fokus zu geraten. Dabei wurden zunächst die falschen Karten im Stream angezeigt, dann jedoch in Echtzeit geändert. Laut Ryan Feldman von Live At The Bike sollte das bei einem Live-Stream mit RFID-Karten aber nicht möglich sein.

Ebenfalls in den Fokus gerückt ist ein etwas älteres Video, bei dem Jonathan Little eine Hand kommentiert hatte, in die Mike Postle involviert war, Monate bevor die aktuellen Betrugsvorwürfe laut wurden. Little hielt damals sehr wenig von Postles Play und hat sich am Mittwoch auch noch einmal dazu in seinem täglichen Videoblog geäußert.

Auch wenn man schon erklärt hatte, dass eine Untersuchung bereits stattgefunden und die Vorwürfe nicht untermauert werden konnten, hat der Veranstalter der fragwürdigen Partien Stones Live Poker nun doch noch eine weitere Prüfung angekündigt und erklärt, dass die Live-Streams bis zum Abschluss der neuen Untersuchung eingestellt werden.

An anderer Stelle hat der auf Glücksspiel spezialisierte Anwalt Mac VerStandig verlauten lassen, dass er die rechtlichen Ansprüche der potenziell zu Schaden gekommenen Spieler bei dem Fall prüfen werde:

Mike Postle selbst hatte sich anfänglich noch bei Twitter gegen die Vorwürfe gewehrt, seit einigen Tagen hat man von ihm nun aber nichts mehr gehört, was den Schluss zulässt, dass auch er sich mittlerweile rechtlich beraten lässt.

Alles in allem wirft die Story zwar kein gutes Licht auf das Spiel und entwickelt sich mit Leichtigkeit zur größten Schlagzeile des Jahres, hoffentlich steht am Ende aber unabhängig vom tatsächlichen Ausgang, dass man die Sicherheit vor Betrug bei per Live-Stream übertragenen Partien weiter verbessern konnte.