Drei WSOP-Bracelets zur Halbzeit
Die erste Hälfte der WSOP lief gut für Spieler aus Deutschland und Österreich. Bisher sprangen neben drei Bracelets auch noch vier weitere Treppchenplätze heraus.

Neben den Deutschen Johannes Becker und Arne Kern konnte sich auch Hanh Tran aus Österreich sein erstes Bracelet bei der WSOP sichern. Nach 45 von 78 gespielten Events sind die drei Bracelets schon eingeholt, die Christopher Frank, Jens Lakemeier und Sebastian Langrock im vergangenen Jahr für die deutschsprachige Community gewannen. Die Marke von vier Bracelets, die zuletzt 2014 erreicht wurde, ist nun fest im Blick.
Der Triumph von Arne Kern beim Millionaire Maker überragt die anderen beiden natürlich ein wenig ob des Preisgeldes. Nicht nur gewann er eines der prestigeträchtigsten Turniere der WSOP mit einem der größten Teilnehmerfelder, der Sieg brachte ihm auch einen Gewinn von $1.173.223 ein, der in Euro fast genau der namensgebenden Million entspricht. Der Erfolg kam dabei mehr oder weniger aus dem Nichts. Beim Live-Poker war Kern vorher relativ wenig in Erscheinung getreten und hatte Lifetime-Winnings im mittleren fünfstelligen Bereich aufzuweisen.
Hanh Tran aus Österreich gewann, ähnlich wie auch Johannes Becker vor ihm, ein deutlich kleineres Mixed-Game-Turnier. Bei Event #29, dem $1.500 2-7 Triple Draw, konnte er 355 Gegner hinter sich lassen und dafür etwa ein Zehntel der Winnings von Kern mit in die Heimat nehmen ($117.282 Siegprämie).
Weitere starke Ergebnisse für Deutschland
Auch andere deutsche Spieler konnten bei der WSOP in diesem Jahr schon glänzen. Platz 3 und 4 von Andreas Eiler und Aymon Hata beim $100.000 High Roller waren sicher die herausragendsten Leistungen angesichts des starken Teilnehmerfeldes in einem der Highlight-Turniere der diesjährigen World Series of Poker.
Aber auch Ismael Bojang erreichte beim $2.500 No Limit Hold'em einen erstklassigen zweiten Platz, der mit $313.444 belohnt wurde. Den deutschen Treppchenreigen vervollständigen die etwas weniger bekannten Enrico Rudelitz und Sebastian Dornbracht. Beide wurden jeweils Dritte in weiteren No-Limit-Events und dürfen dafür $140.957 bzw. $114.909 mit zurück über den Atlantik nehmen.
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