Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

EPT Dublin - Tag 1A

Der ersten Tag bei der PokerStars.com European Poker Tour in Dublin begann mit einer Enttäuschung: Nur 89 Spieler meldeten sich für Tag 1A an!

Zwar werden für den heutigen zweiten Starttag mehr Teilnehmer erwartet, von den 389 Spielern im letzten Jahr wird man jedoch weit entfernt bleiben. Ein leichtes Feld wird es aber dennoch nicht, denn auch einige Profis fanden den Weg nach Dublin:

Bertrand 'ElkY' Grospellier, Pascal Perrault, Andy Black, Dario Minieri, Noah Boeken, Rob Hollink, Thierry van den Berg, Johnny Lodden, Barny Boatman, Brandon Schaefer, Eric Seidel und mehr. Aus Deutschland und Österreich gingen Johannes Steindl, Adrian Koy, Marcel Baran und Sebastian Ruthenberg an Tag 1A an den Start.

Diese vier konnten ihre 15.000 Startchips allesamt mehr als verdoppeln - Marcel und Sebastian, die später zusammen an einem Tisch saßen, konnte beide kurz vor Tagesende noch eine Menge Chips sammeln:

Nach einem UTG-Raise und einem Caller callt Marcel in den Blinds und checkt beim Board K4x. Der Raiser checkt ebenfalls, Stig Top-Rasmussen bettet. Marcel bringt den ursprünglichen Raiser mit einem Check-Raise zum Folden - Top-Rasmussen überlegt lange und geht mit unzufriedenem Blick All-In. Marcel callt sofort und zeigt 44 und somit ein Set, sein Gegner hat JJ und bekommt keine Hilfe auf Turn und River. Durch diesen Pot beendet Marcel den Tag mit 40.150 Chips auf Platz 10.

Weniger später am selben Tisch: Sebastian raist, Top-Rasmussen callt und ein Shortstack geht All-In - Sebastian callt, Top-Rasmussen foldet. Mit AKo liegt Sebastian gegen K5s seines Gegners weit vorne: Doch der Flop bringt eine 5 - aber auch drei Herzen und Sebastian damit den Flushdraw. Turn: Blank. River: Herz und somit der Flush für Sebastian. Mit 35.175 Chips liegt dieser zur Zeit auf Platz 18.

Insgesamt überlebten 48 Teilnehmer den Tag 1A und werden somit am Donnerstag wieder an Tag 2 mitspielen. Von den bekannteren Namen schafften es unter anderem Black (Platz 6, 45.675 Chips), Johnny Lodden (13., 37.225), Noah Boeken (22., 27.825), Brandon Schaefer (25., 26.725) und Thierry van den Berg (38., 14.250).

Heute werden Spieler wie Luca Pagano, Annette 'Annette_15' Obrestad, Roland de Wolfe und Florian 'Morgoth' Langmann, der sich die Zeit bisher an den Cashgame-Tischen vertrieben hat, ins Rennen gehen.

Chipstände Tag 1A
Platz Name Chips
1
Mike McDonald, Kanada 67.250
2
Dave Colclough, UK 59.350
3
Phidias Georgiou, Zypern 55.475
4
Kristian Kjøndal, Norwegen 53.150
5
Jacques Zaicik, Frankreich 48.225
6
Andrew Black, Irland 45.675
7
Simon Christensson, Schweden 45.000
8
Christoffer Egemo Hansen, Dänemark 43.050
9
Kevin Vreeswijk, Niederlande 42.725
10
Marcel Baran, Deutschland 40.150

Bericht aus Dublin - Tag 1
Von David Markwart:

"Kennt ihr eigentlich die Stadt "Baile Átha Cliath"? Ich hatte von ihr auch noch nie gehört, bis mir heute aufgefallen ist, dass ich mich grad in der Stadt befinde und in Baile Átha Cliath wird sogar gepokert. Veranstaltet von PokerStars und nennt sich EPT... ach ja, ich bin grad in Dublin und musste heute feststellen, dass die ur-irische Sprache noch sehr gebräuchlich ist in Irland. Alle Autobahnzeichen werden in Irisch und Englisch beschrieben und die Straßenschilder werden auch meist zweisprachig dargestellt. Ab und zu hört man sogar ein paar Iren auf der Straße irisch sprechen. Ich muss zugeben, dass ich immer davon ausgegangen bin, dass die alten keltischen Sprachen ausgestorben sind, bzw. so wenig benutzt werden wie z.B. Plattdeutsch, aber die Iren halten halt gern an ihrer Tradition fest, wie man immer wieder an der Ostküste der USA feststellen kann.
Aber in Irland wird auch gepokert und das macht die Iren ungemein sympathisch!

Vom 30. Oktober bis zum 3. November stationiert die EPT in Baile Átha Cliath lässt die Stars der Szene ihr Können beweisen. Leider ist Dublin nicht der Nabel der Welt und somit finden sich zum Day 1a gerade mal 89 Spieler ein. Für den morgigen Day 1b sind ein paar mehr Spieler angekündigt, aber wirklich groß wird das Feld damit nicht und ebenso wenig der Pricepool.

Glücklicherweise haben Turniere mit weniger Teilnehmern einen Vorteil für die angereisten Profis; die Wahrscheinlichkeiten weit nach vorn zu kommen ist natürlich um einiges höher, als z.B. bei einem WSOP Main Event mit über 6.000 Teilnehmern.

Die Turnierleitung (in persona Thomas Kremser) hat deshalb spontan die Anfangschips auf 15.000 (statt 10.000) angehoben und es werden am ersten Tag auch nur sieben Level gespielt. Dennoch ist das Teilnehmerfeld sehr stark und es wird für Florian „Morgoth" Langmann kein No-Brainer. Aber wir alle kennen seine Stärken und seinen Erfolg von der EPT in London - somit heißt es ab Mittwoch Daumen drücken, damit die Dealer Florian auch die richtigen Karten geben.

Ab Mittwoch werden wir natürlich wieder so ausführlich wie möglich über Florians Treiben berichten und wenn ihr spezielle Wünsche oder Fragen habt, die ich an die anwesenden Pros stellen soll, dann immer her damit. Ich werde mein Bestes geben um Antworten für die Fragen zu finden, aber versprechen kann ich natürlich nichts, weil die Pros immer hart belagert sind und wenn sie dann ausscheiden, dann sind sie nicht wirklich ansprechbar."