Auch am zweiten Starttag mussten wieder viele Spieler das Feld räumen, doch etliche bekannte Stars wie Patrik Antonius und Daniel Negreanu dürfen zurück an den Tisch.
Zu den prominenten Ausfällen am Mittwoch gehören Joe Beevers, Noah Boeken, Gavin Griffin, Juha Helppi, Max Pescatori und Ram Vaswani. Mit Matthias Neu, Cort Kibler-Melby, Davood Mehrmand und Thang Duc Nguyen schieden vier Deutsche an Tag 1b aus.
Weiterhin dabei sind Sebastian Ruthenberg (42.400 Chips), Andreas Krause (24.600), Thomas Bihl (23.500), Marcel Baran (17.300) und unser Deutscher Meister Florian 'Morgoth' Langmann, der sich mit 21.700 Chips im Mittelfeld befindet.
Wie ihr auch auf Checkbehind.com genauer nachlesen könnt, konnte Florian sich zwischenzeitlich sogar auf 40.000 Chips hochspielen, verlor dann allerdings einen 25.000 Chips großen Pot.
Auch Daniel Negreanu, Liz Lieu und Roland De Wolfe, die lange zusammen an einem Tisch verbrachten, sowie Patrik Antonius überstanden den Tag.
Insgesamt 142 Spieler überstanden einen der beiden Starttage und haben somit noch jede Chance auf einen Platz im Geld:
Preisgeld
Platz
Chips
1
£611.520
2
£346.528
3
£203.840
4
£152.880
5
£124.342
6
£97.843
7
£77.459
8
£57.075
9-10
£34.652
11-12
£28.537
13-14
£22.422
15-16
£16.307
17-24
£12.230
25-32
£8.153
Chipcounts
Platz
Name
Chips
1
Nicolas Levi
100.300
2
Daniel Mangas
98.500
3
Antony Phillips
94.600
4
Chris Moneymaker
79.700
5
Ola Brandborn
73.100
Sammeltisch der Gefühle - Bericht live aus London - Tag 1b Eigentlich ist es ja für die meisten Spieler etwas schönes, wenn man mit einem berühmten Pokerspieler an einem Tisch sitzt. Wenn man aufmerksam zuguckt, lernt man einiges, man hat eine gute Zeit, kann sagen dass man Spieler X gebustet hat oder gebustet wurde und vielleicht bekommt man noch das eine oder andere Autogramm, wenn man auf sowas steht. Aber die (bisher) unbekannten Spieler des Tisches 21 hatten heute nicht wirklich viel Spaß mit den berühmten Spielern. Am Anfang war es noch lustig, da setzte sich Daniel Negreanu an den Tisch. Es gesellte sich noch Liz Lieu dazu und beide saßen auch direkt nebeneinander. Als dann noch Roland De Wolfe dazu kam, wurde es einigen Spielern schon sehr warm in der Achselhöhle. Ok, drei von zehn Spielern die zusammen wohl schon mehr mit Poker gewonnen haben als ein normaler Arbeiter in seinem ganzen Leben verdienen wird, selbst wenn er im höheren Management sitzt. Aber es kam noch dicker, denn der zweifache WSOP Bracelet-Gewinner Mel Judha setzte sich ebenfalls an den Tisch. Es war also ein harter Tag für die bisher Unbekannten, denn gegen vier Spieler zu spielen, die zu den Besten der Welt gehören, ist anstrengend, schwer und die Chancen einen guten Stack aufzubauen sind sehr gering... eigentlich... wäre da nicht der junge Tony Philips. Mit Anfang 20 hat man noch Träume und ein Traum von ihm war es mal gegen einen Star zu spielen. Das hat er auch getan, sehr gut sogar. So gut, dass Tony zu den Chipleadern des Tages gehört. Er hat zwar keinen der Stars vom Tisch genommen, aber die Schwweißflecken hatten plötzlich die anderen. Und was lernen wir daraus? Auch Sharks können Futter sein und nicht nur Freunde (abgewandelt aus Shark Tale).
Währenddessen wurden Florian Langmann und Sebastian Ruthenberg zusammen an einen Tisch gesetzt. Die beiden kennen sich schon länger und sind auf Turnieren auch meist Abends zusammen beim Chinese Poker zu finden. Über die Ergebnisse vom Chinese Poker sprechen wir an dieser Stelle mal nicht, nur der Hinweis: Spielt niemals mit Sebastian Chinese Poker! Wenn also zwei gute Freunde an einem Tisch sitzen, kann man da evtl. schon von Collusion sprechen? Spielen die beiden Spieler dann überhaupt ihr perfektes A-Game oder nimmt man Rücksicht aufeinander? Was würdet ihr tun? Sicher ist erstmal nur, dass Florian bis zum Ende des fünften Levels seinen Stack auf knapp 30k ausbauen konnte und Sebastian bei ca. 40k liegt. Somit also ein gutes Polster für den nächsten Tag.
Auf Checkbehind.com konntet ihr zur WSOP ja schon lesen, dass ein Spieler ITM kam, der selbst blind war (damit meine ich nicht den SB oder BB!) und seinen Begleiter neben sich sitzen hatte, der ihm die Karten und Aktionen ins Ohr geflüstert hat. Auf dem EPT Event hier in London spielt ein junger Spieler mit, der im Rollstuhl sitzt und sehr eingeschränkt in seinen Bewegungen ist. Auch er hat seinen Begleiter dabei, der ihm die Karten gibt und für ihn die Chips setzt. Völlig egal in welcher körperlichen Verfassung sich ein Mensch befindet oder welche Nachteile er von der Natur mitbekommen hat. Poker ist ein Spiel für Jedermann (ab 18). Egal ob blind, taub, bewegungseingschränkt oder sonstige Nachteile. Solange der Kopf funktioniert, kann es jeder schaffen ein guter Pokerspieler zu werden. Wenn man dann noch ausreichend Lehrmaterialien durch Bücher, PokerStrategy, Videos oder Freunde bekommt, dann steht einem nichts mehr im Wege, um sich etwas nebenbei dazu zu verdienen oder sogar vom Pokern zu leben. Nur eines ist extrem wichtig: Der Geist muss bestens funktionieren und die Risiken sollten kontrolliert eingegangen werden, aber all diese Punkte lernt ihr ja bei uns =)