Full Tilt-Unternehmen erheben Anspruch auf $98 Millionen, Tapie Anwalt antwortet
Mehrere Tochterunternehmen Full Tilt Pokers haben Anspruch auf etwa $98 Millionen erhoben, die sich auf Konten befinden, die Gelder von Full Tilt-Spielern beinhalten. Hier erfahrt ihr die Details der Forderung und was diese Entwicklung bedeuten könnte.
Kurz vor Ablauf der Frist, in der Ansprüche auf Vermögenswerte, die im Zuge des Black Fridays beschlagnahmt wurden, gestellt werden konnten, haben mehrere Tochterunternehmen Full Tilt Pokers am Montag ihre Forderungen bei Gericht hinterlegt.
Die Pocket Kings Consulting Ltd., Pocket Kings Ltd., Tiltware LLC., Kolyma Corporation A.V.V., Vantage Ltd. und Filco Ltd. haben allesamt beim New York Southern District Court Anspruch auf Eigentum erhoben, dessen Wert sich auf $98 Millionen beläuft. Chris Ferguson reichte Forderungen im Namen der Vantage Ltd. und Kolyma Ltd. ein.
Diesen Schritt vollständig zu deuten ist zwar schwierig, aber nach unserem Verständnis der Situation musste Full Tilt Anspruch auf sämtliche Vermögenswerte erheben, da man sich dem Ende der Frist näherte, in der solche Ansprüche geltend gemacht werden konnten, und man noch keine Einigung mit dem Department of Justice erreicht hatte. Durch die eingereichten Forderungen soll sichergestellt werden, dass Full Tilt weiterhin Eigentümer der Vermögenswerte ist, während die Verhandlungen mit dem DOJ abgeschlossen werden.
Im Wesentlichen bleiben die Vermögenswerte damit im Besitz der Unternehmen, sodass die Verhandlungen fortgesetzt werden können. Sobald man eine Einigung mit der Regierung erzielt hat, ist davon auszugehen, dass die Full Tilt-Unternehmen den Anspruch auf diese Vermögenswerte letztendlich verlieren.
Die kompletten Schriftsätze des Falles, inklusive der am Montag eingereichten Ansprüche, findet ihr hier.
Was denkt die Groupe Bernard Tapie?
Wir haben mit Behn Dayanim gesprochen, ein Anwalt der Groupe Bernard Tapie (GBT), um herauszufinden, was die GBT über die Forderungen denkt.
Dayanim erklärte uns gegenüber: "Wir waren am Einreichen der Forderungen zwar nicht beteiligt, aber uns war bewusst, dass man diese Ansprüche erheben wird. Die Forderungen haben allerdings keine Relevanz für uns und haben daher auch keinerlei Bedeutung im Hinblick auf unsere andauernden Verhandlungen mit dem DOJ."
Diese Erklärung Dayanims ist positiv zu beurteilen und sollte jeden beruhigen, der voreilige negative Rückschlüsse aus den erhobenen Ansprüchen gezogen hat. Wie immer wird euch PokerStrategy.com über alle weiteren Entwicklungen hinsichtlich Full Tilt Poker auf dem Laufenden halten.
von Matt Kaufman