Gecrackte Aces lassen Main-Event-Bubble platzen
Zwei Hände der Güte außergewöhnlich haben die Bubble beim WSOP Main Event aufgelöst und insgesamt 1.000 Spielern einen Platz in den Preisrängen beschert.

Normalerweise sorgen Hände der Sorte Cooler für ein Platzen der Bubble beim WSOP Main Event, nicht weil es der Pokergott für das Schicksal so vorsieht, sondern weil schlichtweg kaum jemand zu dieser Phase des Turniers ein hohes Risiko gehen will. Entsprechend ist unvermeidbar, dass irgendwann Monster auf Monster trifft.
So auch dieses Mal, wobei die entscheidenden Hände es dann doch etwas mehr in sich hatten, als wir es normalerweise vom Sprung in die Preisränge beim Main Event gewohnt sind.
So kam es zwar nicht genau an der Bubble, aber immerhin in unmittelbarer Nähe zum ohnehin schon äußerst seltenen Aufeinandertreffen von Quads vs. Quads und das vor allem auch noch direkt am Feature-Table selbst:
Quads versus Quads near the @WSOP Main Event money bubble!!! 😱😱😱
Watch now, only on PokerGO!
📺https://t.co/g0yqoBiUv2 pic.twitter.com/xmX5JX3Ccf— PokerGO (@PokerGO) November 12, 2021
Direkt an der Bubble wurde es dann ähnlich verrückt. Kevin Campbell bekam Aces in mittlerer Position und trat damit gegen A9s an, nur um am Ende gegen geriverte Trips zu verlieren. Es ist sicherlich schon schwer genug, mit Aces an der Bubble des größten Turniers des Jahres den Hut nehmen zu müssen. Dass das Ganze dann auch noch am River zustande kommt und auch noch ein lebhafter Mike Matusow am Tisch sein Unwesen treibt, gepaart mit einer Traube an ebenso lebhaften Menschen, dürfte nur schwer zu ertragen sein:
Guys… holy shit… the money bubble just burst in the wsop main event in the grossest fashion at my table.
On a side note this is a pretty surreal experience
Day 4 of the main event tomorrow guaranteed 15k playing for 8 million clams!!!! pic.twitter.com/Xfd8uSXDtd— Paul Mattioda (@PaulShadyoda) November 12, 2021
Campbell selbst schien es zumindest im ersten Moment einigermaßen wegstecken zu können, wenn auch fast jeder um ihn herum in Jubel ausbrach, weil die verbliebenen Spieler allesamt $15.000 sicher hatten und sich auf die Jagd nach dem einen ganz großen Bracelet machen dürfen.
Und was auf dem Weg dahin alles auf dem Spiel steht, verrät ein Blick auf die möglichen Preisgelder beim kommenden Final Table:
| Position | Preisgeld |
|---|---|
| 1. | $8.000.000 |
| 2. | $4.300.000 |
| 3. | $3.000.000 |
| 4. | $2.300.000 |
| 5. | $1.800.000 |
| 6. | $1.400.000 |
| 7. | $1.225.000 |
| 8. | $1.100.000 |
| 9. | $1.000.000 |
Von den nun 1.000 verbliebenen Spielern hat aktuell Jessica Cai die Führung im Chipcount inne mit 1.796.000 Chips, während etliche bekannte Namen ebenfalls noch im Rennen sind, darunter Stephen Chidwick, David Williams, Jason Koon, Toby Lewis, Nick Petrangelo und auch PokerStrategy.com-Gastautor David Lappin, der sich abseits des Treibens rund um die entscheidende Bubblehand ein kleines Nickerchen gönnte (siehe Bild oben rechts).
Auch aus deutscher Sicht sind noch einige heiße Eisen dabei im Feuer, darunter unter anderem Christoph Vogelsang, der aktuell auf Platz 623 rangiert. Bestplatzierter Deutscher ist derweil Andreas Kniep mit 1.509.000 Chips auf Rang 10. Superstar Fedor Holz musste sich hingegen bereits aus dem Main Event verabschieden.