Harry Demetriou: $350 Millionen benötigt, um Full Tilt über Wasser zu halten
Der Twoplustwo-User 'Hedmet', der für den britischen Pokerspieler Harry Demetriou gehalten wird, hat eine Zusammenfassung dessen geschrieben, was seiner Meinung nach die wichtigsten Details rund um die aktuelle Situation von Full Tilt Poker sind. Lest eine Zusammenfassung seines Posts.
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| Harry Demetriou |
Demetriou räumt in seinem Post allerdings ein, dass einige der Details, die er aufgeschrieben hat, vom Hörensagen kommen und somit nicht alle komplett gesichert sind.
Harry Demetriou ist ein Alteingesessener der britischen Pokerszene und hat über $2 Millionen bei Live-Turnieren gewonnen. Er hat Kontakte zum Hendon Mob, einer Gruppe von vier Spielern aus London, die von Full Tilt Poker gesponsert wurden.
Dies ist die Zusammenfassung seiner Enthüllungen:
- Der ursprüngliche Deal, welcher im Anschluss an den Black Friday ausgearbeitet wurde, "betraf Kunden aus Großbritannien und einige andere Länder". Full Tilt Poker wies ihn jedoch zurück, da "er nicht regelte, dass die US-Spieler ihr Geld zurück bekommen würden".
- Demetriou bezeichnet diesen ursprünglichen möglichen Investor als "MB". Obwohl dies nicht bestätigt ist, könnte "MB" für Matthew Benham stehen, ein ehemaliger Devisenhändler und Eigentümer von Smartodds, einer Firma, die ausschließlich im Bereich Fußballwetten agiert.
- Es kamen drei weitere mögliche Investoren auf den Plan, von denen einer von Phily Ivey ins Gespräch gebracht wurde.
- Nachdem das Gebot des von Ivey Unterstützten zurück gewiesen wurde, schaltete dieser um in einen "Primadonna-Modus, schmollte und zog ein Gerichtsverfahren gegen Full Tilt in Betracht, womit er FT effektiv Schaden zufügte", so Demetriou. Über Ivey wurde berichtet, dass er mit einem Wechsel und damit verbundenen Multimillionen-Dollar-Vertrag zum Rivalen PokerStars liebäugelte.
- In der Folge des PR-Debakels und Iveys Drohungen mit rechtlichen Schritten zogen sich die anderen beiden potenziellen Investoren aus den Verhandlungen zurück.
- Demtriou schreibt, dass ein neuer Investor - "SA" - die Bühne betrat und um exklusive Verhandlungen bat sowie darum, dass Ivey sein Gerichtsverfahren wieder einstelle. Doch auch er zog sich wieder zurück und die Verhandlungen verliefen im Sand. Demetriou spekuliert darüber, dass dieser Investor in Wahrheit gar kein Interesse an einem Abschluss der Verhandlungen hatte, weil er "von PokerStars oder einem anderen Wettbewerber oder Ivey selbst" lanciert wurde, um das Verfahren in die Länge zu ziehen und so den Niedergang von Full Tilt Poker sicherzustellen.
- Demetriou gibt an, dass "die Eigentümer mittlerweile ziemlich verzweifelt sind und die Entscheidungsträger sich auf Handlungen des amerikanischen Justizministeriums vorbereiten". Howard Lederer und Chris Ferguson könnten sogar persönliche rechtliche Konsequenzen erwarten.
- Demetriou zitiert "JB", hinter dem der Casino-Mogul Jack Binion vermutet wird, dass er das umfassendste Gebot gemacht habe "welches jeden gerettet hätte". Doch auch er zog das Angebot nach Iveys Wutanfällen und dem daraus resultierenden Rechtsstreit wieder zurück.
- Demetriou erkennt positiv an, dass Full Tilt Poker versucht, die Situation zu retten und Spieler in aller Welt ihr Geld zurück zu erstatten, aber er glaubt, dass sie dabei zu kurz kommen werden.
- Demetriou gibt an, dass "eine umfassende Vereinbarung mit dem Justizministerium zwar noch nicht finalisiert, aber weit fortgeschritten ist, in dem auch eine Strafe geregelt ist, die allerdings die Wettbewerber verärgern würde, wenn die Summe publik gemacht würde. Dieser Aspekt sei jedoch einer der wenigen positiven.
- Er sagt, dass ein möglicher Investor 350 Millionen US-Dollar in die Hand nehmen müsste, um Full Tilt Poker über Wasser zu halten.
- Die Verhandlungen wurden geschädigt durch "umfassende interne Streitigkeiten unter den Gesellschaftern".
- Der CEO Ray Bitar hat zugesichert, zurückzutreten, sobald ein Investor gefunden wurde.
Auch wenn Demetriou im Hinblick auf Full Tilts Pokers Zukunft pessimistisch scheint, ist die Nachricht, dass FTP nur einen Deal akzeptiert, der allen Spielern weltweit ihr Geld wiederbringt, vielversprechend.
Wir werden euch über weitere Neuigkeiten auf dem Laufenden halten.
Ihr könnt den gesamten Beitrag "Full Tilt chatter containment" hier nachlesen.
