Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

High Stakes Poker: Das doppelte Board

In der neusten Folge von High Stakes Poker musste Doyle Brunson mehrfach um seinen Stack bangen, denn das Wort des Abends war einmal mehr „all-in“.

HSPDie aufmerksamen Zuschauer der Sendung hatten schnell bemerkt, dass sich dieselben acht Pokerprofis am Tisch von GSNs High Stakes Poker befanden, die bereits letzte Woche gegeneinander antraten. Auch die Spielweise der Akteure in dieser Sendung war allseits bekannt, denn einem All-in folgte stets das nächste. Das Line-Up bestehend aus Doyle Brunson, Eli Elezera, Phil Laak, Tom Dwan, David Peat, Alan Meltzer, Dario Minieri und Mike Baxter sorgte von Anfang an für viel Action, so dass gleich fünf Spieler in der ersten Hand involviert waren. Diese ging noch relativ harmlos aus, da David Peat den Pot am River einsacken konnte, ohne seine Karten zeigen zu müssen.

Doppelt gemoppelt hält besser

Doyle BrunsonDas sollte aber eine Ausnahme bleiben. Kurz darauf legte sich David Peat mit dem Altmeister und zehnfachen WSOP Bracelet-Gewinner Doyle Brunson (Bild rechts) an, der am Flop all-in ankündigte.

Dazu kam es, nachdem Peat mit J-9 auf Karo $2.500 setzte und preflop ein Raise auf $10.500 von Brunson mit seinen Pocket Rockets hinnehmen musste. Der Flop bremste die Action nicht gerade, da beide mit A-T-2 und zwei Karo schlechtere Karten hätten erwischen können. Peat entschied sich, Brunsons Bet auf $125.000 zu check-raisen. Dieser warf natürlich prompt seinen restlichen Chips in die Mitte, so dass ein Pot in Höhe von $366.000 entstand.

An dieser Stelle entschieden sich die beiden, dass der Turn und River jeweils zweimal gelegt und der Pot dementsprechend geteilt werden sollte. Letztlich endeten aber beide Hälften des Pottes bei Brunson, dessen Topset zwei Mal standhielt.

Doppelt gemoppelt hält gar nicht

Dario MinieriWer gedacht hatte, dass sich der 75-jährige "Texas Dolly" nun zur Ruhe setzen würde, lag weit daneben. In der nächsten all-in Hand war Doyle Brunson wieder involviert. Dises Mal hielt er 4-3 auf Pik und entschied sich, sein Bottom Pair plus Flushdraw auf dem T-9-3 Flop groß zu raisen. Dies hielt Dario Minieri (Bild links) nicht davon ab, seine T-9 zu verteidigen. Mit Top Two ging er all-in und wartete lange, bis sich Brunson entschied, den Einsatz zu callen.

Mit der guten Erfahrung vom ersten All-in war Brunson bereit, das Board erneut doppelt legen zu lassen. Dieses Mal brachte der Turn jedoch erst eine Neun und dann eine Zehn, so dass Minieri jeweils am Turn mit einem Full-House als sicherer Sieger der Hand feststand. Dies brachte ihm einen Pot in Höhe von $205.500 ein.

Wo ist Dwan?

DwanHier! Natürlich im größten Pot des Abends. Mit A-J auf Herz sah er sich am Flop zum einen David Peat mit KK und zum anderen Phil Laak mit 55 gegenüber. Auf dem Board lag einmal mehr ein Flushdraw: 7-7-3 mit zwei Herzen brachten den Nutflush-Draw für Dwan. Der Pot war bereits über $60.000 schwer, als Peat sein Overpair mit einer $50.000 protecten wollte. Seine Hand zu beschützen ist aber meistens eine sinnlose Maßnahme, wenn Tom Dwan (Bild rechts) einen guten Draw auf der Hand hält. Dies bestätigte sich, als Dwan auf $150.000 erhöhte. Dennoch entschied sich Peat, all-in zu gehen und darauf zu hoffen, dass die weiteren Herzkarten tief unten im Kartendeck versteckt sind.

David PeatDas geheime Motto der Show war scheinbar „Doppelt gemoppelt hält besser“, da auch in diesem all-in Pot der Turn und River auf Wunsch der Spieler hin zwei Mal gelegt wurden. Während Dwan im ersten Anlauf ein Herz auf dem River aufschnappte und somit die Hälfte des Pottes einnahm, fiel eine dritte Sieben auf dem zweiten Turn, so dass Peat (Bild links*) die andere Hälfte des $400.400 großen Pottes mit einem Full-House zustand.

Dieser Pot war einer der größten in dieser High Stakes Poker Staffel. Wir sind gespannt, ob dieser Pot nächste Woche getoppt werden kann, ohne dass das Board doppelt gelegt werden muss.

* Quelle: Poker After Dark