High Stakes Poker: Das doppelte Board
In der neusten Folge von High Stakes Poker musste Doyle Brunson mehrfach um seinen Stack bangen, denn das Wort des Abends war einmal mehr „all-in“.
Die aufmerksamen Zuschauer der Sendung hatten schnell bemerkt, dass sich dieselben acht Pokerprofis am Tisch von GSNs High Stakes Poker befanden, die bereits letzte Woche gegeneinander antraten. Auch die Spielweise der Akteure in dieser Sendung war allseits bekannt, denn einem All-in folgte stets das nächste. Das Line-Up bestehend aus Doyle Brunson, Eli Elezera, Phil Laak, Tom Dwan, David Peat, Alan Meltzer, Dario Minieri und Mike Baxter sorgte von Anfang an für viel Action, so dass gleich fünf Spieler in der ersten Hand involviert waren. Diese ging noch relativ harmlos aus, da David Peat den Pot am River einsacken konnte, ohne seine Karten zeigen zu müssen.
Das sollte aber eine Ausnahme bleiben. Kurz darauf legte sich David Peat mit dem Altmeister und zehnfachen WSOP Bracelet-Gewinner Doyle Brunson (Bild rechts) an, der am Flop all-in ankündigte.
Dazu kam es, nachdem Peat mit J-9 auf Karo $2.500 setzte und preflop ein Raise auf $10.500 von Brunson mit seinen Pocket Rockets hinnehmen musste. Der Flop bremste die Action nicht gerade, da beide mit A-T-2 und zwei Karo schlechtere Karten hätten erwischen können. Peat entschied sich, Brunsons Bet auf $125.000 zu check-raisen. Dieser warf natürlich prompt seinen restlichen Chips in die Mitte, so dass ein Pot in Höhe von $366.000 entstand.
An dieser Stelle entschieden sich die beiden, dass der Turn und River jeweils zweimal gelegt und der Pot dementsprechend geteilt werden sollte. Letztlich endeten aber beide Hälften des Pottes bei Brunson, dessen Topset zwei Mal standhielt.
Wer gedacht hatte, dass sich der 75-jährige "Texas Dolly" nun zur Ruhe setzen würde, lag weit daneben. In der nächsten all-in Hand war Doyle Brunson wieder involviert. Dises Mal hielt er 4-3 auf Pik und entschied sich, sein Bottom Pair plus Flushdraw auf dem T-9-3 Flop groß zu raisen. Dies hielt Dario Minieri (Bild links) nicht davon ab, seine T-9 zu verteidigen. Mit Top Two ging er all-in und wartete lange, bis sich Brunson entschied, den Einsatz zu callen.
Mit der guten Erfahrung vom ersten All-in war Brunson bereit, das Board erneut doppelt legen zu lassen. Dieses Mal brachte der Turn jedoch erst eine Neun und dann eine Zehn, so dass Minieri jeweils am Turn mit einem Full-House als sicherer Sieger der Hand feststand. Dies brachte ihm einen Pot in Höhe von $205.500 ein.


Dieser Pot war einer der größten in dieser High Stakes Poker Staffel. Wir sind gespannt, ob dieser Pot nächste Woche getoppt werden kann, ohne dass das Board doppelt gelegt werden muss.
* Quelle: Poker After Dark