Interview mit Jim Varnon, CEO von Hold'em Manager 2 [Teil 1]
In unserer aktuellen Hold'em Manager 2-Promotion können alle PokerStrategen die leistungsfähige Tracking-Software schon ab $25 erwerben. Aus diesem Grund haben wir uns mit Jim Varnon, dem CEO von Hold'em Manager 2 über die Vergangenheit und die Zukunft der Software unterhalten.
Der Black Friday und die Kritik am HM2
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| Jim Varnon |
PokerStrategy.com: 2011 war kein leichtes Jahr für die Welt des Online-Poker. Wie war Hold'em Manager vom Black Friday und seinen Auswirkungen betroffen?
Jim Varnon: In den ersten 3-4 Monaten erlebten wir einen deutlichen Rückgang. Das lag hauptsächlich an der vorherrschenden Unsicherheit über die Zukunft von Online-Poker und darüber, ob die Spieler bei Full Tilt und PokerStars ihre Guthaben zurückbekommen würden. Nach einigen Monaten haben die meisten Spieler aber eingesehen, dass die Gerüchte über den Tod von Online-Poker stark übertrieben waren, sodass sich unser Unternehmen recht schnell wieder erholt hat.
PokerStrategy.com: Als HM2 erschien gab es viele Beschwerden über zahlreiche Bugs. Viele Spieler bevorzugen auch immer noch die Funktionalität von HM1. Was ist ihre Ansicht dazu?
Jim Varnon: Anfänglich gab es Probleme, um die wir uns in den ersten Wochen nach der Veröffentlichung von HM2 gekümmert haben. Wir werden auch weiterhin Updates veröffentlichen und damit die von vielen Spielern erlebten Probleme zuerst beheben. Wir gehen davon aus, diese Liste im Verlauf der kommenden Monate abarbeiten zu können - auch die Probleme, die nur einen kleinen Prozentsatz der Nutzer betreffen oder nur sehr selten auftreten.
Wir haben gerade erst das offizielle Update für Zoom Poker herausgegeben und das nächste Update wird sich dem größeren Problem widmen, das viele Nutzer mit der RAM-Auslastung haben. Die neue Version wird einen besseren Mittelweg für Spieler mit wenig RAM oder vielen Händen in der Datenbank finden.
Die Anwendungsmöglichkeiten und exklusiven neuen Features des HM2 machen ihn zur besten Software seiner Art für Online-Pokerspieler. HM1 ist immer noch ein herausragendes Programm und einige Nutzer tendieren dazu, ihn weiter zu verwenden weil sie sich daran gewöhnt haben oder weil sie abwarten wollen, bis die HM2-Software ausgereifter ist.
Wir respektieren diese Entscheidung natürlich und sind weiterhin bestrebt, HM2 proaktiv zu verbessern und weiterzuentwickeln, um die Software auch zukünftig zur besten Investition eines Pokerspielers zu machen.
Die Zukunft der Tracking-Software
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| Das HUD-Menü von Hold'em Manager 2. Klicken zum Vergrößern. |
PokerStrategy.com: Wie viele Details lassen sich denn noch entdecken mit der Vielzahl an Filtern, Statistiken und Berichten, die der HM2 jetzt schon bietet? Wie kann man sich in der Zukunft mit einer Tracking-Software noch Vorteile erarbeiten?
Jim Varnon: Die Grundstruktur des HM2 und die Methodik, die wir für die verschiedenen Filter und Anzeigemöglichkeiten verwenden, bieten uns eine Vielzahl an Optionen auf den jetzt schon vorhandenen Funktionen aufzubauen. Zusätzlich zu unserem Street-by-Street-HUD, eine exklusive Innovation des HM2, können wir zukünftig dieses Feature weiter ausbauen und das HUD line-spezifisch gestalten.
So gibt es beispielsweise einige Stats, die wichtig sind wenn man am Turn vom Gegner einen Checkraise bekommt und viele andere Stats, die man in dieser Situation nicht benötigt, aber dennoch in seinem HUD hat. Mit dem HM2 haben wir die Möglichkeit, solche Situationen zu erkennen und es dem Nutzer zu erlauben, sich ein eigenes HUD für solche speziellen Lines maßzuschneidern.
Das werden wir in der Zukunft angehen. Zur Zeit liegt der Fokus auf der Unterstützung der Markteinführung der neuen HM2-Plattform und der Bereitstellung des technischen Supports und der Updates, die eine neue Software wie der HM2 benötigt.
PokerStrategy.com: Es gibt jetzt schon eine beeindruckende Anzahl von Apps für die Hold'em Manager-Software. Gibt es Pläne, demnächst noch weitere folgen zu lassen?
Jim Varnon: Wir wählen die Apps, die Teil des Hold'em Manager werden, sehr sorgfältig aus und achten dabei vor allem auf drei Kriterien:
1. Die App muss einen Mehrwert für die Nutzer des HM2 entweder direkt im Spiel oder bei der Analyse nach der Session bieten.
2. Die App muss einem Standard für die Nischenfunktionalität und angebotenen Features entsprechen.
3. Die Entwickler müssen bereit sein, die Funktionen der App in das Bedienerlebnis der HM2-Nutzer zu integrieren.
Die neuste HM-App ist Tilt Breaker. Wir sind begeistert davon, wie Tilt Breaker auf kreative und effektive Weise ein von vielen Spielern erlebtes Problem löst. Das Programm überwacht mehrere Indikatoren, die auf möglichen Tilt hindeuten und wird bei Zutreffen die Pokersoftware für einen vordefinierten Zeitraum sperren. Dabei kann man sowohl die Tilt-Definitionen als auch die Dauer der Sperre selber einstellen.
Für SnG- und Turnierspieler wird das Team vom Sit-N-Go-Wizard (SnGWiz) bald SnGWiz2 veröffentlichen. SnGWiz ist die unter SnG- und Turnierspielern beliebteste Software und auch die neue Version wird mit ihren zahlreichen neuen und exklusiven Funktionen direkt in den HM2 integriert. Nutzer des SnGWiz können ihr Programm dann kostenlos upgraden.
Lest am Mittwoch, den 4. April den zweiten Teil dieses Interviews. Darin spricht Jim Varnon über Mobile Poker und wie Hilfsprogramme die Pokerökonomie beeinflussen.
Das Interview führten barrycarter und mjperry.

