Irish Open wird 2016 zur EPT Dublin?
Die Irish Open befindet sich in der Krise. Nun machen Gerüchte die Runde, dass PokerStars einschreiten würde, um das älteste Pokerturnier Europas zu neuem Glanz zu verhelfen.
Im Anschluss an die neueste Ausgabe der Irish Open, die in der letzten Woche ausgetragen wurde und erneut nur mit bescheidener Teilnehmerzahl und kleinem Preispool aufwarten konnte, wird nun spekuliert, dass die European Poker Tour (EPT) das Event 2016 übernehmen könnte.
Der irische Pokerprofi und Irish-Open-Regular Dara O'Kearney beschrieb die 2015er-Ausgabe als das "letzte Abendmahl" des Festivals und wünscht sich, dass eine externe Interessengruppe einschreitet und das historische Turnier rettet.
"Es wäre wirklich traurig für die europäische Pokerszene, wenn ihr ältestes Turnier weiter verkümmert oder komplett eingestellt werden würde", schrieb er in seinem jüngsten Blogeintrag. "Die Hoffnung ist, dass jemand mit etwas mehr Vorstellungskraft das Ruder in die Hand nimmt und ein Revival einleitet."
PokerStars, ausgestattet mit dem wachsenden Ansehen seiner EPT-Turniere, wäre gemäß O'Kearneys Beschreibung sicherlich der ideale Kandidat zur Rettung. Und wie es der Zufall will, gibt es noch die eine oder andere freie Stelle im EPT-Turnierkalender für 2016.
Hearing rumors the Irish Open is going to be an @PokerStarsEPT stop next season. Sounds good!
— Frank Op de Woeard (@webjoker) April 08, 2015
Das Ende einer Ära?
Die Irish Open, ins Leben gerufen vom irischen Buchmacher Terry Rogers, datiert zurück bis ins Jahr 1981 und ist somit nach der World Series of Poker das älteste Pokerturnier der Welt.
Es war das erste große Event des Kontinents und hat merklich zum Wachstum des Spiels auf dieser Seite des Atlantiks beigetragen. Jahr für Jahr wurden neben Pokerbegeisterten aus aller Welt auch jede Menge Geld und reichlich Medieninteresse angelockt.
In der wohl denkwürdigsten Ausgabe im Jahr 2008 gewann der britische Pro Neil Channing den bisher größten Hauptpreis des Turniers (€801.400). Zusätzlich gab es noch weitere £50.000, weil er bei Hälfte des Turniers £500 darauf gesetzt hatte, dass er selbst das Event gewinnen würde.
Der Preispool betrug damals $3 Millionen, befindet sich seitdem jedoch auf konstanter Talfahrt, wobei die Auswirkungen erst 2012/2013 so richtig zu spüren waren.
Laut derjenigen, die das Event am besten kennen, steht man nun kurz vor der Einstellung. Es wäre zwar nicht mehr die Irish Open im klassischen Sinne, wenn man daraus die EPT Dublin machen würde, allerdings dürfte eine Änderung in dieser Art weitaus willkommener sein, als das Traditionsturnier vollständig einzustampfen.

