Kleine Zeitreise durch deutsche EPT Momente
Die PokerStars.com European Poker Tour startete 2004 in ihre erste Saison. Seitdem entwickelte sie sich zur prestigeträchtigsten Turnierserie für europäische Spieler. Ein Rückblick über die deutschen Momente bei der Tour.
Sebastian Ruthenberg on Top
In den vergangenen Jahren punkteten vermehrt deutsche Spieler und erreichten nach zwei schwachen Seasons in der dritten und vierten Season gleich 13 Mal einen Final Table der PokerStars EPT.
Sebastian 'miamivice' Ruthenberg holte bei der 14. deutschen Finaltischteilnahme in Barcelona den nunmehr dritten EPT-Titel nach Deutschland, und setzt sich damit als bester Deutscher zugleich auf Platz 2 des ewigen EPT-Leaderboards und auf Platz 4 der Alltime EPT Moneylist.
| EPT Leaderboard TOP 5 |
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| Platz | Name | Land | POYs |
| 1 | Bertrand Grospellier | Frankreich | 2935 |
| 2 | Sebastian Ruthenberg | Deutschland | 2438 |
| 3 | Luca Pagano | Italien | 2413 |
| 4 | Julian Thew | UK | 2190 |
| 5 | Ram Vaswani | UK | 2151 |
| EPT Cash TOP 5 |
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| Platz | Name | Land | Preisgeld |
| 1 | Glen Chorny | Kanada | €2.077.143 |
| 2 | Gavin Griffin | USA | €1.825.010 |
| 3 | Bertrand Grospellier | Frankreich | €1.757.347 |
| 4 | Sebastian Ruthenberg | Deutschland | €1.641.974 |
| 5 | Denes Kalo | Ungarn | €1.554.000 |
Rückblick
So rosig sah es für die deutsche Pokerwelt bei der EPT jedoch nicht immer aus. Rechtzeitig zur EPT London, in wenigen Tagen startet, ein Rückblick auf die deutschen Höhepunkte bei der Tour..
Nur drei deutsche Cashes in Season I
Im September 2004 nahmen 229 Spieler beim allerersten EPT-Turnier im Casino Barcelona teil. Das Buy-in betrug damals €1.000. Mit Marcus Neuhoffer erreichte zwar ein deutscher Spieler die Geldränge (Platz 17 für €2.500), doch bis zu einem deutschen Sieg sollte es noch ein weiter Weg sein.
In sechs weiteren Events der ersten Saison verbuchten die deutschen Spieler zwei weitere Cashs. Thomas Bihl wurde in Dublin beim €1.500 Event mit 163 Spielern 15. und erhielt dafür €3.500. In Wien scheiterte Lothar Landauer nur knapp vor dem Final Table. Mit Platz 10 ließ er immerhin 287 Spieler hinter sich - €6.930.
Im großen Saisonabschlußfinale, dem €10.000 "Grand Final“ in Monte Carlo cashte kein deutscher Spieler. Rob Hollink gewann das Event.
| EPT SEASON I |
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| Turnier | Spieler | Preispool | Sieger |
| Barcelona €1.000 | 229 | €229.000 | Alexander Stevic (Schweden) |
| London €4.000* | 175 | €763.379* | John Shipley (UK) |
| Dublin €1.500* | 163 | €224.000* | Ram Vaswani (UK) |
| Kopenhagen €2.700* | 150 | €390.000* | Noah Boeken (Holland) |
| Deauville €2.000 | 243 | €468.000 | Brandon Schaefer (USA) |
| Wien €2.000 | 297 | €594.000 | Pascal Perrault (Frankreich) |
| Monte Carlo €10.000 | 211 | €2.110.000 | Rob Hollink (Holland) |
Turniere:
34 EPT Turniere insgesamt
Siege:
3 deutsche Siege
Final Tables:
14 deutsche Teilnahmen
Cashes:
72 deutsche Cashes
Auch in der zweiten Saison war nicht wirklich Besserung in Sicht - über zwei deutsche Cashes in acht Turnieren kam man nicht heraus.
Bihl fuhr in Baden seinen zweiten EPT-Cash ein - €5.472 für Rang 17. Christoph Baunach erreichte den gleichen Rang in Dublin, für immerhin €7.900. Die wirklich großen Erfolge liefen aber weiterhin an Pokerdeutschland vorbei.
Nach zwei Seasons UK und Schweden on Top
Das Vereinigte Königreich feierte drei Erfolge in zwei Seasons - John Shipley, Ram Vaswani, Mark Teltscher – eine wahre Siegesserie. Nur die Schweden - Alexander Stevic, Mats Gavatin, Mats Iremark – hielten da mit.
Die USA war zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich auf die EPT aufmerksam geworden. „Nur“ zwei Siege aus zwei Seasons für das Mutterland des Pokerns.
Trivia: Die Holländer gewannen in der ersten Season ebenfalls zwei Turniere. In der zweiten Season gelang ihnen kein solcher Coup, und nehmen wir es gleich vorweg: es sollten bis heute die einzigen Cashes der Holländer bleiben.
| EPT SEASON II |
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| Turnier | Spieler | Preispool | Sieger |
| Barcelona €4.000 | 325 | €1.300.000 | Jan Boubli (Frankreich) |
| London €4.000* | 236 | €1,.33.000 | John Shipley (UK) |
| Baden €4.000 | 180 | €720.000 | Patrik Antonius (Finnland) |
| Dublin €4.000 | 248 | €992.000 | Mats Gavatin (Scheden) |
| Kopenhagen €4.000* | 288 | €1.72.000* | Mads Andersen (Dänemark) |
| Deauville €4.000 | 434 | €1.600.800 | Mats Iremark (Schweden) |
| Monte Carloe €10.000 | 298 | €2.980.000 | Jeff Williams (USA) |
Der Knoten platzt – Duc Thang Nguyen holt ersten Titel nach Deutschland
In der dritten Saison platze der Knoten dann endlich auch bei den deutschen Spielern. 23 Cashes in acht Events wurden vom ersten EPT-Titel durch Duc Thang Nguyen gekrönt. Für Platz 1 in Baden erhielt der deutsche Nguyen €487.397.
331 Spieler waren zu dem Event in Österreich angetreten. Das Buy-in betrug bereits stolze €5.000. Der Preispool €1.572.397. Am Final Table behauptete sich Nguyen unter anderem gegen seinen Landsmann Sasa Biorac (5.), den US-Amerikaner Ben Johnson (2.) und den Italiener Dario Minieri (3.).
Erste EPT in Deutschland ein voller Erfolg
Die erste EPT auf deutschem Boden in Dortmund brachte einen weiteren Höhepunkt. Sebastian Ruthenberg zeigte erstmals sein Können an einem Final Table der Tour und musste sich am Ende nur dem Norweger Andreas Hoivold und Cristiano Blanco aus Italien geschlagen geben.
493 Spieler trieben den Preispool auf €2.317.100. Für Platz 3 erhielt Sebastian €220.000. Michael 'magic367' Muecklisch wurde Elfter. Zusammengenommen gingen zehn Cashes auf das deutsche Konto. Gewonnen hat allerdings der Norweger Andreas Hoivold.
Weitere Cashes in Season III
In Warschau kam Katja Thater dem Titel fast genau so nah. Am Ende musste sie sich jedoch mit Platz 5 begnügen. Der Däne Peter Jepsen trug den Titel heim. Benjamin Kang wurde Elfter.
Erstmals sollten auch deutsche Spieler beim €10.000 Grand Final in Monte Carlo cashen. Jan Veit wurde bester Deutscher auf Platz 14. Johannes 'Psier' Straßmann wurde 23. Außerdem erneut in den Geldrängen: Thomas Bihl (51.) und Sascha Biorac (56.).
UK das dominierende Land
Auch wenn die Deutschen ihre bis dato beste Saison spielten - wirklich dominiert haben die dritte Season erneut die Briten. Zwei Siege - Roland de Wolfe, Vicky Coren – bedeuteten EPT Titel Nr 4 & 5.
Für Deutschland bedeuteten ein Sieg und Platz 3 von Sebastian Ruthenberg der ersehnte erste EPT Titel und ein Sebastian Ruthenberg, der auf mehr hoffen ließ.
| EPT SEASON III |
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| Turnier | Spieler | Preispool | Sieger |
| Barcelona €5.000 | 480 | €2.304.000 | Bjorn-Erik Glenne (Norwegen) |
| London €5.000* | 398 | €2.070.329* | Vicky Coren (UK) |
| Baden €5.000 | 331 | €1.572.250 | Thang Duc Nguyen (Deutschland) |
| Dublin €5.000 | 389 | €1.847.750 | Roland de Wolfe (UK) |
| Kopenhagen €5.000* | 400 | €2.317.100* | Magnus Petersson (Schweden) |
| Dortmund €5.000 | 493 | €2.317.100 | Andreas Hoivold (Norwegen) |
| Warschau €4.000 | 284 | €1.040.360 | Peter Jepsen(Dänemark) |
| Monte Carlo €10.000 | 706 | €6.636.400 | Gavin Griffin (USA) |
Florian 2. in London
Die vierte Saison eröffnete erneut mit einem Paukenschlag für die deutschen Fans. Nach Platz 47 von Katja Thater in Barcelona scheiterte Coach Florian 'Morgoth Langmann in London erst im Heads-up an dem Libanesen Joseph Mouawad. Nachdem er den Finaltisch sehr stark gespielt hatte, dachten viele, das Finale wäre nur noch eine Frage der Zeit. Doch der Kartengott war gegen Florian, und so reichte es leider nicht ganz zum zweiten deutschen Titel. Für Platz 2 erhielt Florian £346.528. Der Deutsche Marcel Baran wurde Dritter und machte den deutschen Erfolg somit dennoch „perfekt“.
Auch Sebastian casht wieder
In Baden dann der nächste Auftritt von Sebastian Ruthenberg, welchen er mit Platz 10 abschloss. Manfred Hammer machte es bei der bis jetzt letzten EPT in Österreich sogar noch ein wenig besser. Für Platz 6 erhielt er €105.000.
Starke deutsche EPT Prag
Michael Durrer erreichte als einsamer Deutscher in Dublin Platz 7, bevor es in Prag und Dortmund erneut Cashes en Mass regnete. In Prag kamen gleich 7 Spieler in die Geldränge. Leider mischte keiner von ihnen entscheiden am Final Table mit. Doch mit Platz 9 für Johannes Straßmann, Platz 11 für Sebastian Zink und Rang 16 für Adrian Koy hatten weitere deutsche Spieler ihre Fühler Richtung Titel ausgestreckt.
EPT Dortmund – erneut nur 2.
In Dortmund kam es dann zur Show des Kanadiers MikeMcDonald. Gleich drei Deutsche erreichten den Final Table, doch mehr als Platz 2 für Andreas Gülünay sollte erneut nicht herausspringen. Torsten Haase wurde dazu noch 3. und Johannes Straßmann beendete das Turnier auf Platz 6. 10 weitere Landsleute cashten bei dem Turnier.
Michael Schulze siegt


Boku' Boeckhoff wurde 14. im Grand Final für €76.000. Mit dem zweiten deutschen EPT Titel und gleich zwei 2. Plätzen zeigten in Season IV besonders die jungen Spieler ihre Ambitionen.
USA schlagen zurück
Die USA zogen mit 3 Siegen - Reuben Peters, Tim Vance, Jason Mercier – mit den Briten gleich, die "nur" einmal gewannen und sich nun mit jeweils 6 Siegen die Krone im Länderranking der EPT teilen.
| EPT SEASON IV |
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| Turnier | Spieler | Preispool | Sieger |
| Barcelona €8.000 | 543 | €4.181.100 | Sander Lylloff (Dänemark) |
| London £5.200 | 392 | £2.038.400 | Joseph Mouawad (Libanon) |
| Baden €8.000 | 282 | €2.143.200 | Julian Thew (UK) |
| Dublin €5.000 | 221 | €1.847.750 | Reuben Peters (USA) |
| Prag €5.000 | 555 | €2.530.240 | Arnaud Mattern (Frankreich) |
| Caribbean Adventure $8k | 650 | €2.317.100 | Bertrand Grospellier (Frankreich) |
| Dortmund €8.000 | 411 | €3.164.700 | Mike McDonald (Kanada) |
| Kopenhagen €834.590* | 460 | €6.636.400 | Tim Vance (USA) |
| Warschau €6.000* | 359 | €2.000.000* | Michael Schulze (Deutschland) |
| San Remo €5.000 | 701 | €3.100.000 | Jason Mercier (USA) |
| Monte Carlo €10.000 | 842 | €8.420.000 | Glen Chorny (Kanada) |
Die fünfte Saison startete nun mit dem Sieg von Sebastian Ruthenberg furios und lässt Hoffnung aufkommen, dass nach zwei schwarzen ersten Seasons, einem ersten Lichtschein in Season III und dem Jahr der unglücklichen Vize-Titel nun der noch größere Wurf gelingt.
Platz 5 von Dren Ukella und weitere Cashes von Malte 'bagger0405' Strothmann (21.) Helfried Bernhardt (32.) und Casey Kastle (50.) zeigen die Marschrichtung an.
Das beste deutsche Barcelona Ergebnis aller EPT Seasons ist auch ein Resultat des Onlinebooms in Deutschland, infolge dessen immer mehr Spieler ihre Fühle in Richtung Pro-Klasse ausstrecken.
| GERMAN ALL TIME EPT MONEY LIST TOP 15 |
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| Platz | Name | Cashes - FTs -Siege | Preisgeld |
| 1 | Sebastian ' |
4 - 2 - 1 | €1.641.974 |
| 2 | Michael Schulze | 1 - 1 - 1 | €610.198 |
| 3 | Dren Ukella | 1 - 1 - 0 | €584.000 |
| 4 | Andreas Gulunay | 1 - 1 - 0 | €528.500 |
| 5 | Florian ' |
2 - 1 - 0 | €503.071 |
| 6 | Thang Duc Nguyen | 2 - 1 - 1 | €493.197 |
| 7 | Marcel Baran | 2 - 1 - 0 | €317.706 |
| 8 | Torsten Haase | 1 - 1 - 0 | €307.000 |
| 9 | Johannes ' |
4 - 2 - 0 | €270.680 |
| 10 | Manfred Hammer | 2 - 1 - 0 | €136.700 |
| 11 | Sasa Biorac | 2 - 1 - 0 | €110.925 |
| 12 | Michael Durrer | 3 - 1 - 0 | €102.750 |
| 13 | Katja Thater | 2 - 1 - 0 | €77.052 |
| 14 | Thomas ' |
1 - 0 - 0 | €76.000 |
| 15 | Jan Veit | 2 - 0 - 0 | €59.980 |






