Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Kolumne: Gedanken zum WSOP-Schedule 2013

Barry Carter betrachtet den Terminplan der World Series of Poker 2013 und teil seine Gedanken über die wichtigsten Aspekte mit euch.

Gestern wurde der Terminplan für die World Series of Poker 2013 veröffentlicht und gab uns einiges an Gesprächsstoff.

It's Ladies Night

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Weniger davon

Ein interessanter Aspekt des neuen Plans ist, wie die WSOP damit umgehen kann, dass Männer sich ins Ladies Event mischen. Nun wird das Buy-in für Frauen $1.000 betragen, für Männer jedoch $10.000.

Zwar ist es nach dem US-Gesetz nicht legal, Männern den Zutritt zu einem Ladies Event zu verweigern, aber in Nevada darf man Ladies Nights in Bars und Clubs veranstalten, bei denen Eintritt und Getränke für Frauen billiger sind, und so kann die WSOP diese Möglichkeit nutzen, Männern das Zehnfache abzuknöpfen, wie den Frauen.

Zwar behaupten Männer, dass sie aus Protest mitspielen, die meisten tun es aber wohl, weil sie ein softes Teilnehmerfeld erwarten. Durch den genialen Schachzug der WSOP wird es für Männer nun ziemlich -EV, das Ladies Event zu spielen und wir werden sehen, wie viele von ihnen wirklich aus Protest mitspielen.

Ich vermute, dass einige Jungs immer noch arrogant genug sind, sich einzukaufen, sich so jedoch nur noch mehr Spott aussetzen werden. Ich finde diese Idee genial und so sollte es endlich möglich sein, ein Ladies Event ohne Männer abzuhalten.

Millionaire Maker

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Große garantierte Gewinne

Eine eher seltene Garantie bei einem WSOP-Event mit $1.500 Re-Entry ist, dass der Gewinner mindestens eine Million Dollar erhält.

Details über die Verteilung des Preispools müssen noch bekannt gemacht werden. Wird es, wenn zum Beispiel nur 665 Spieler teilnehmen, zu einem Winner-takes-all-Event?

Ich bezweifle allerdings, dass das ein Problem wird, da Pokerspieler diese Events spielen, weil sie Bracelets und garantierte Preispools wollen und ich glaube, dass das der richtige Weg ist, die WSOP nach vorne zu bringen.

Das Event sollte mindestens 2.000 Spieler anziehen und es würde mich nicht wundern, wenn der Rekord an Teilnehmern außerhalb des Main Events (4.620) gebrochen würde und man fast 5.000 Teilnehmer erreicht.

ONE DROP war nicht aufrechtzuerhalten

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Er muss seinen Titel zu einem geringeren
 Preis verteidigen

Eine Rückkehr des $1 Million One Drop wurde erst für das Jahr 2014 angekündigt, ein Event für die Super High Roller wird aber trotzdem stattfinden.

$111.111 scheint ein vernünftiges Level für ein Super High Roller Event zu sein. Es gibt sicherlich genug Super High Roller im Pokerkalender und auch hier ist eins angemessen, sodass vermutlich deutlich über 100 Spieler teilnehmen werden. (Schon weil so viele auch immer mindestens im $50.000 Players Championship spielen und dazu noch die reinen No-Limit-Spieler kommen, die nicht auf Mixed-Games spezialisiert sind).

Re-Entries sind im Kommen

Letztes Jahr gab es nur ein, dieses Jahr schon drei Re-Entry-Events. Man kann die Beliebtheit dieser Events, sowohl bei den Spielern als auch bei den Organisatoren, nicht leugnen. Ich erwarte, dass die Anzahl sogar noch von Jahr zu Jahr steigen wird.

Verpasst wurde allerdings, ein Turbo-Event mit Re-Entry anzubieten. Das wäre vermutlich sehr unterhaltsam für die Spieler und Reporter geworden.

Wird die kritische Masse erreicht?

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Hat die WSOP ihren Gipfel erreicht?

Es sieht so aus, als würde das Wachstum der WSOP langsam zu einem Ende kommen. Dieses Jahr wurde nur noch ein zusätzliches Bracelet hinzugefügt und die Anzahl der $10.000+ Events wurde von neun auf sieben reduziert (ohne das Ladies Event als $10.000+ Event).

Ich habe das Gefühl, dass das den Weg des Pokerspiels widerspiegelt. Highstakes-Events sind nicht mehr so nachhaltig wie einst und es ist bekannt, dass viele Spieler große Anteile an Prozenten verkaufen, sodass die $10.000+ Events für viele eher Show sind.

Das Millionaire Maker Event und die Tatsache, dass Re-Entries beliebter werden, zeigen, dass sowohl für die Pros als auch für Freizeitspieler mehr Value in günstigeren Events mit großen Feldern liegt, anstatt ein paar Hundert Pros Events spielen zu lassen, für die kaum jemand eine realistische Bankroll hat.

Es ist immer interessant, wenn die WSOP ihren Turnierplan aufdeckt und so war es auch in diesem Jahr. Ich ziehe wieder einmal meinen Hut vor den Veranstaltern, die zwar bewährte Elemente der Serie behalten, aber sich nicht scheuen, Neuerung bei der WSOP vorzunehmen.

Von Barry Carter

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