Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Larry Flynt ist verstorben

Der berüchtigte Gründer des Erotikmagazins "Hustler", der auch in der Pokerszene kein Fremder war, ist am Mittwoch im Alter von 78 Jahren verstorben.





Larry Flynt
Larry Flynt

Nach einem Herzstillstand ist in dieser Woche der umstrittene Hustler-Gründer Larry Flynt verstorben.

Auch wenn er weltweit vor allem aufgrund seiner Arbeit in der Erotikbranche bekannt war und sich für freie Meinungsäußerung stark gemacht hat, war Flynt auch in Pokerkreisen keine unbedeutende Person.

Seit den 70er-Jahren hat er regelmäßig Seven Card Stud gespielt und es dabei auch mit bekannten Spielern wie Chip Reese, Barry Greenstein, Phil Ivey, Ted Forrest, Stu Ungar und Doyle Brunson aufgenommen.

Tatsächlich geht die bisher höchste Stud-Partie aller Zeiten auf Flynts Kappe, die er einst in seinem Hustler Casino ausrichten ließ. Gespielt wurde mit schwindelerregenden Blinds von $2.000/$4.000 und einer Ante von $1.000. Mindestens $200.000 mussten auf den Tisch gelegt werden, um teilzunehmen. Es war nicht nur die höchste Stud-Partie aller Zeiten, sondern eine der höchsten und am längsten laufenden Highstakes-Partien überhaupt.

Auch in Sachen World Series of Poker hatte Flynt für Schlagzeilen gesorgt, als er 1988 vom bedeutendsten Pokerturnier des Jahres ausgeschlossen wurde. Flynt hatte darauf gewettet, dass er selbst das Turnier gewinnen würde, und Spieler dafür bezahlt, ihm im Verlauf Chips zu dumpen. Jack Binion bekam von der Aktion spitz und sperrte Flynt zunächst ein Leben lang von allen WSOP-Turnieren. Die Sperre wurde später jedoch wieder aufgehoben.

Auch auf die Hollywood-Leinwand schaffte es Flynt mit dem Film The People vs Larry Flynt, in dem Woody Harrelson in die Rolle des exzentrischen Erotikmoguls schlüpfte. Poker spielte dabei aber keine Rolle.