Las Vegas, ich komme!
Pokerreporter William Powell berichtet für uns von seiner ersten WSOP und spricht über das Gefühl, zum ersten Mal nach Las Vegas zu reisen.

Poker fasziniert mich schon seit gut zehn Jahren: Egal, ob Spielen, Lesen, Schauen oder Schreiben. Doch bislang habe ich noch nie das richtige Pokermekka besucht. Seit ich Big Deal von Anthony Holden gelesen habe, träume ich davon, nach Las Vegas zu reisen. Ich möchte diesen Kick erleben, beim größten und besten Pokerturnier der Welt dabei zu sein. Nun habe ich endlich die Gelegenheit dazu und erlebe die Glitzerstadt aus der Nähe.
Die Teilnahme am Main Event wird jedoch weiterhin ein Traum bleiben: Ich reise zwar nach Las Vegas, werde dort aber als Turnierreporter arbeiten. Auf mich warten sieben anstrengende Wochen mit langen Turniertagen, denn ich werde über die Highlights der 65 Events schreiben. Ich habe bereits über einige große Turniere in Europa berichtet, doch die World Series of Poker ist etwas komplett anderes. Ihr könnt euch hier bei PokerStrategy.com auf meine Eindrücke von Las Vegas freuen.
Hunde mit Frisbeescheiben, Luftschiffe und eine Seilrutsche
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Ich freue mich bereits riesig auf meinen Trip von London in die USA. Jedoch habe ich aufgrund diverser Storys, die ich über Las Vegas gehört habe, auch etwas Angst. Ich gehe davon aus, dass meine Sinne von allen Richtungen angegriffen werden: Es gibt überall skurrile Sehenswürdigkeiten und an jeder Ecke wartet etwas Aufregendes auf mich. Die WSOP-Verantwortlichen haben bereits angekündigt, dass es eine Hundefrisbee-Show geben wird - die Tiere werden uns mit ihren Darbietungen begeistern, wenn die legendären Worte "Shuffle up and deal" ausgesprochen werden. Außerdem sollen kleine Luftschiffe im Casino umherschweben und eine Seilrutsche soll für Action sorgen.
Wenn ich in Las Vegas angekommen bin, steht aber zuerst ein nächtlicher Spaziergang über den legendären Strip auf meiner Liste. Ich werde es beim Nachtleben genießen, anderen Menschen dabei zuzuschauen, wie sie tausende von Dollar für die Bedienungen ausgeben werden, damit sie von unglaublich hübschen Frauen Drinks bekommen. Vielleicht komme ich ja auch in diesen Genuss, hilfreich wären gute Connections und vielleicht auch etwas Schmiergeld.
Möglicherweise gönne ich mir auch einen Ausflug in einen der zahlreichen Waffenstores, um mit großen Geschützen um mich zu schießen. Dann verstehe ich vielleicht auch die Vorliebe der Amerikaner für Waffen, die dafür regelrecht berüchtigt sind. Meine Angst, in einem Helikopter zu sterben, sollte ich ablegen, da ich mit einem Hubschrauber über den Grand Canyon fliegen will.
Und was ist eigentlich mit der verruchten Seite von Sin City? Mit Kollegen habe ich bereits über den Besuch eines Strip Clubs diskutiert und wenn ich mitgeschleppt werde, dann komme ich wohl nicht drum herum - selbstverständlich wird es ein Besuch aufgrund von Forschungszwecken.
Werden mich sieben Wochen in Las Vegas überfordern?

Ich werde voraussichtlich kein Braceletevent spielen. Das bedeutet aber nicht, dass ich gar kein Poker spielen werde. Es wäre ja auch verrückt, in einer solchen Stadt nicht zu pokern. Mir wurden bereits einige gute Orte genannt, an denen ich mein Glück versuchen sollte. Deshalb werde ich mich an die eine oder andere Cash-Game-Partie wagen und vielleicht ein bis zwei Turniere spielen, wenn ich einen Tag nicht arbeiten muss. Ich habe gehört, dass die Partien in Las Vegas ziemlich soft sein sollen. Deshalb glaube ich, dass ich da gut hineinpassen werde.
Die Erwartungen an meinen ersten Trip sind hoch, allerdings gehe ich von einem langen, harten Grind aus. Es wird ein Abenteuer, doch ich bin mir sicher, dass ich aus der Schlacht mit einigen Heldengeschichten zurückkehren werde. In den kommenden Wochen werde ich euch verraten, wie es sich anfühlt, zum ersten Mal in dieser Glitzerstadt zu sein. Wie es ist, wenn die Träume der Spieler platzen werden, und welche bizarren und verführerischen Sehenswürdigkeiten die Wüstenstadt bereithält.
Werden mich sieben Wochen in Las Vegas überfordern? Oder werde ich mich in das Glitzern verlieben? Wird mich der 24-stündige Lifestyle in seinen Bann ziehen oder werde ich am Ende desillusioniert und pleite sein, wenn meine letzten Münzen in einem Automaten verschwinden?
Ich hoffe, dass Fortuna, Lady Luck und alle weiteren Glücksfiguren auf meiner Seite sein werden - drückt mir die Daumen!
William Powell ist freier Journalist und Live-Turnierreporter, der über Events auf der ganzen Welt berichtet. Normalerweise spielt er live an den Low-Stakes-Tischen, doch gelegentlich wagt er sich auch an die virtuellen Tische.
Er ist zum ersten Mal in Las Vegas und berichtet für uns über das Leben in der Glitzerstadt - gerade für Spieler, die noch nie in der Wüstenstadt waren, hat William sicherlich einige Tipps und Tricks parat.
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