Leon Tsoukernik schiebt Pokerverluste auf Alkohol
Eine kontroverse Highstakes-Partie wird nun vor dem Gericht entschieden, denn der Chef des King's Casino reichte eine Gegenklage ein.

Eine Partie auf den Highstakes hat für zwei große Namen im Geschäft jetzt ein Nachspiel. Seit nunmehr fünf Monaten streiten sich beide Parteien um eine große Geldsumme, die dabei über den Tisch gegangen ist.
Die besagte private Runde soll im Mai im Aria stattgefunden haben, dort spielten Leon Tsoukernik, Besitzer des King's Casino, und der aus Australien stammende Highroller Matthew Kirk gegeneinander. Insgesamt geht es hier um $3 Millionen in Chips, die Kirk seinem Gegenüber geliehen haben soll, damit dieser weiterspielen kann.
Laut Berichten soll Tsoukernik sich nach dem schnellen Verlust der Stacks geweigert haben Kirk seine Gewinne auszuzahlen. Am Folgetag trafen die beiden sich zu einem Gespräch mit ihrem gemeinsamen Freund Rob Yong, Inhaber des Dusk Till Dawn, der als Zeuge fungieren sollte. Nach einer weiteren Zusammenkunft zahlte Tsoukernik schließlich $1 Million an Kirk.
Streit vor Gericht

Im Juli brachte Kirk das Ganze dann vor Gericht, da er auch die restlichen $2 Millionen einfordern wollte. Er bezichtigte seinen Gegner des Betrugs sowie des Profits durch ungerechtfertigte Bereicherung. Die Verteidigung tat dies jedoch als ünbegründet ab und nannten die Forderungen “undurchsetzbar”.
In der letzten Woche nahm die Story dann eine neue Wendung, denn Tsoukernik, der sich seitdem unabhängig von diesem Zwischenfall noch weitere Anschuldigungen anhören musste, reichte eine Gegenklage ein. Diese besagt mitunter, dass die Mitarbeiter des Aria ihn mit reichlich Alkohol versorgt hatten und ihn davon abgehalten haben sollen den Raum zu verlassen.
So soll der Unternehmer aus Tschechien mit der Zeit zu betrunken gewesen sein, um seine Karten zu erkennen oder seine Chips zählen zu können. Zudem bestätigten Zeugen, dass er sogar eine Gewinnerhand weggeschmissen hat. Dazu kam “extreme Müdigkeit”, denn die Partie ging bis nach 5 Uhr morgens. Ebenso wird behauptet, dass Kirk in der Session von Geldgebern unterstützt worden sei, um die Stakes hochzuhalten und Limits spielen zu können, die er sich sonst nicht leisten könnte. Aufgrund der Rufschädigung enthält die Gegenklage eine Forderung von mehr als $10 Millionen.