Meet the November Niners: Seats 7 - 9
Mit Joe Cada könnte der jüngste WSOP Main Event-Gewinner aller Zeiten gefunden werden. Neben ihm sitzt Antoine Saout, ein nicht zu unterschätzender Neuling, während Jeff Shulman im Pokerbusiness bereits ein "alter Hase" ist.
Phil Hellmuth war einst jüngster WSOP Main Event-Gewinner aller Zeiten, ehe er letztes Jahr seinen Titel abgeben musste und er daraufhin reichlich verstimmt war. Der für seine extravaganten Auftritte bekannte Profi und selbsternannte "beste Pokerspieler der Welt" hätte auch in diesem Jahr seinen Titel an Joe Cada verlieren können, der seinerseits nun Peter Eastgate den Titel streitig machen wird. Hellmuth schrieb in Bezug auf diesen Final Table jedoch andere Schlagzeilen. Jeff Shulman ließ sich vom etablierten Hellmuth trainieren, um den Angriff auf den Titel zu wagen.
Seat 7: Joe Cada
Alter: 21
Wohnort: Shelby Township
Winnings: $1.291.816
Chipstack: 13.215.000
WSOP-Voting: 2,18%
Joseph 'Joe' Cada ist mit 21 Jahren der jüngste Spieler am Final Table und würde bei einem Sieg den Dänen Peter Eastgate als jüngsten Gewinner des WSOP Main Events ablösen.
Cada spielt seine erste World Series, ist jedoch alles andere als unerfahren. Trotz seines relativ jungen Alters
spielt er seit sechs Jahren Poker und finanziert seinen Lebensunterhalt durch das Pokerspiel.
Auch bei der diesjährigen World Series cashte er in zwei weiteren Events. In Event #34 wurde er 17., nachdem Bertrand "Elky" Grospellier einen 2-Outer gegen ihn traf und ihn so aus dem Turnier warf. Nachdem Cada im Main Event nach Tag 3 Chipleader war, versprach er sich und seinen Freunden, dass er "nun einen guten Lauf haben werde, nach dieser Elky-Hand".
Bisher scheint sich diese Vermutung zu bestätigen. Nachdem Cada am bis dato letzten Tag von 8 Millionen auf gut 2 Millionen Chips gefallen war, konnte er Marco
Seat 8: Antoine Saout
Alter: 25
Wohnort: Saint Martin des Champs
Winnings: $1.528.531
Chipstack: 9.500.000
WSOP-Voting: 1,11%
Neben Joe Cada nimmt der zweite Europäer und Nicht-US-Spieler am Tisch Platz. Der Franzose Antoine Saout bekleidet mit 9.500.000 Chips momentan den vorletzten Rang und hält ähnlich viele Chips wie Phil Ivey.
Dass nicht nur Saouts Chipstack beinah so groß wie der einer der größten Stars der Pokerwelt ist, sondern auch seine Skills sich durchaus sehen lassen können, bewies Saout in den letzten Monaten. Spielte er vor der WSOP kaum Turniere, cashte er nun in mehreren Major Events wie der WPT Marrakech oder dem WSOPE Main Event. Im letztgenannten Turnier erreichte er, ebenso wie James Akenhead, den Final Table der WSOPE und wurde dort Siebter.
Der auf Grund dieser eindrucksvollen Vorstellungen von Everest Poker unter Vertrag genommene Newcomer ist dementsprechend nicht zu unterschätzen. Die letzten drei Tage des Events saß Phil Ivey zu seiner Linken und hatte dementsprechend Position auf ihn. Mit diesem Positionsnachteil wird Saout nicht mehr zu kämpfen haben, doch auch sein neuer Sitznachbar, Jeff Shulman, konnte sich in der Pokerwelt bereits etablieren.
Seat 9: Jeff Shulman
Alter: 34
Wohnort: Las Vegas
Winnings: $2.567.517
Chipstack: 19.580.000
WSOP-Voting: 5,62%
Der 34jährige Shulman landete bei bereits 15 WSOP- und 10 WPT-Events im Geld, der ganz große Wurf blieb ihm bisher allerdings verwehrt. Sein größter Erfolg war der siebte Platz beim WSOP Main Event im Jahr 2000 für $146.700.
Möglicherweise bediente er sich gerade deshalb der Erfahrung und des Wissens von Phil Hellmuth und stellte diesen als persönlichen Coach ein, um ihn auf den Finaltisch vorzubereiten.
Dabei hätte Shulman auch seinen Vater, Barry Shulman, um Rat fragen können. Dieser ist Herausgeber und Geschäftsführer des bekannten Pokermagazins CardPlayer und fuhr kürzlich den Sieg im WSOPE Main Event ein.
Sein Sohn Jeff ist Chefredaktuer des Magazins und hält knapp 20 Millionen Chips, rund 1/3 weniger als der Chipleader Darvin Moon. Nichtsdestotrotz glauben 5,62% der Wähler auf der WSOP-Homepage an einen Sieg Shulmans und somit erhielt dieser ähnlich viele Stimmen wie Moon. Es bleibt abzuwarten, ob Shulman der heißersehnte Erfolg gelingt.
Ein Bracelet wiederum möchte Shulman nicht in den Händen halten. Er zog sich den Zorn einiger Pokerbegeisterter zu, als er verkündete, dass das "Armband hässlich sei und er es bei einem Sieg auf den Müll werfen werde". Mittlerweile nahm er die Aussage zurück, wollte diese nur als Kritik an den Verantwortlichen verstanden wissen und kündigte an, dass er ein gewonnenes Armband für einen guten Zweck versteigern würde.