Lange Zeit hat man nur von ihm gelesen, aber nichts von ihm gesehen. Nun musste sich der vermeintliche Betrüger in einem Zoom-Meeting vor Gericht blicken lassen.
Auch wenn die Saga rund um Mike Postle eine der größten und am intensivsten unter die Lupe genommenen Geschichten der Pokerszene geworden ist, hat man in all der Zeit nur sehr wenig vom Protagonisten selbst gesehen. Abgesehen von einem fragwürdigen Auftritt im Podcast von Mike Matusow hatte sich Postle in Schweigen gehüllt.
Gestern musste er sich nun aber selbst vor Gericht vertreten, nachdem sein Anwaltsteam das Mandat schon vor geraumer Zeit niedergelegt hatte. Dabei ließ er sich in einer virtuellen Anhörung via Zoom blicken, um sich zur gerichtlichen Anordnung zu äußern, Todd Witteles insgesamt $26.982 in Anwaltskosten zu erstatten, nachdem dessen Anti-SLAPP-Antrag stattgegeben wurde.
Postle hatte seine ursprüngliche Verleumdungsklage gegen Witteles, Veronica Brill und andere Personen der Pokerszene fallen gelassen, wodurch er nun die Kosten für das ursprünglich gestartete Verfahren übernehmen muss. Dazu hatte er in der Anhörung nur reichlich wenig zu sagen, stattdessen lamentierte er einen Großteil der Zeit darüber, dass sein Anwaltsteam ihn im Stich gelassen habe und er von der anwaltlichen Gegenseite belästigt werden würde.
Zudem gab er zu Protokoll, dass es "keinerlei Beweise" dafür gebe, dass er in den per Live-Stream übertragenen Partien in der Stones Gambling Hall betrogen habe.
Sein Versuch, die geschuldeten Anwaltskosten zu reduzieren, schlug derweil fehl.
They just finished the final hearing in Postle's case against me. I now have a judgment for attorney's fees of $26,982 against him. This was not a fun experience, but my attorney Eric Bensamochan did a spectacular job, and the matter is done. @Angry_Polak's hearing is next week.
Nachfolgend findet ihr das Video zu Postles virtueller Aussage vor Gericht, da es jedoch keine offizielle Freigabe hat, könnte es unter Umständen gesperrt werden: