Mit ElkY sagen wir auf Wiedersehen zur EPT
Mit dem heutigen Tag endet die EPT. Wir haben mit dem EPT-Champion Bertrand Grospellier über die Reinkarnation als PokerStars Championship gesprochen.

Welche war deine erste EPT und welche Erinnerungen hast du daran?
ElkY: Meine erste EPT war 2005 in Deauville. Es war auch fast mein erstes Live-Turnier. Ich habe schöne Erinnerungen daran, angefangen bei meiner Unfähigkeit Stacks einzuschätzen bis hin zu meinem ungeduldigen Verhalten bei meinem aller ersten Cash in einem Side-Event für €500.
Dein Sieg bei der EPT war nicht in Europa, sondern auf den Bahamas. Hat es sich aufgrund der Location ‘nicht wie eine EPT’ angefühlt?
ElkY: Überhaupt nicht, auch wenn es die Premiere der PCA als Teil der EPT war. Die meisten Spieler sowie die Crew waren bekannt und es war die bis dahin größte EPT. Für mich persönlich war es dasselbe wie der Sieg bei einem europäischen Stopp.
Du hast großartige Resultate bei den 'EPT High Roller'-Turnieren vorzuweisen. Hast du das Gefühl, dass dort zwei Touren in einer stattfinden und die High Roller ‘echte Main Events’ für die Pros sind?
ElkY: Das denke ich nicht. Die Main Events haben viel größere Felder und deepere Strukturen. In meinen Augen haben sie mehr Prestige und es ist schwieriger sie zu gewinnen. Andere Pros haben da vielleicht aber auch andere Ansichten.
"Der Standort bestimmt die Spielstärke"

Wie stark unterscheidet sich die Spielstärke in den EPT Main Events und den €25k High Rollern?
ElkY: Schon ziemlich, aber nicht so stark, wie man vielleicht erwarten würde. Die meisten Spieler, die die Main Events spielen und der Tour folgen, sind heutzutage sehr solide. Es kommt meiner Meinung nach eher auf den Standort an.
Sind die EPT Main Events tougher als 10k-Events der WSOP/WPT?
ElkY: Keine leichte Frage, denn der Schwierigkeitsgrad hängt auch hier oft von der Location des Events ab. Bei der WSOP kommen zudem die unterschiedlichen Formate hinzu. Bei den EPT Main Events gibt es zahlreiche verschiedene Spielertypen, im Durchschnitt haben sie aus meiner sich aber oft einen Online-Background. Wie tough es für einen persönlich aussieht, kommt auf einige Faktoren wie z. B. dem Table Draw an.
Online-Spieler können sich bei den EPTs vielleicht leichter anpassen, denn dort gibt es unzählige Online-Qualifikanten, die bei PokerStars spielen. In Prag gab es 213 und heute kann man sich auch durch Spin and Gos qualifizieren. Es gibt also mehr und mehr Spieler, die sich bei PokerStars für diese Events qualifizieren!
"Ich freue mich auf Macau"

Welche Verbesserungen können Fans der EPT erwarten, wenn sie im nächsten Jahr zur PokerStars Championship wird?
ElkY: Die EPT war für mich bereits die beste Turnierserie der Welt. Ich bin mir jedoch sicher, dass das Team für die Live-Events die PokerStars Championships noch besser machen und einige Überraschungen in der Hinterhand haben wird. Wir sollten also gespannt bleiben!
Auf welchen Stopp der PokerStars Championship freust du dich am meisten?
ElkY: Wahrscheinlich Macau, weil ich seit zwei Jahren nicht mehr dort war und es einer meiner Lieblingsorte zum Pokern ist. Es ist großartig, dass dies nun noch mehr Menschen erleben können. Ich finde es toll, dass Macau bei der PokerStars Championship dabei ist – das Event startet Ende März.
Welche Regionen sollten in Zukunft ebenfalls bei der PokerStars Championship mit dabei sein?
ElkY: So viele Stopps der PC wurden noch gar nicht bekannt gegeben, es ist also schwer zu sagen. Vielleicht Australien, ich bin mir aber nicht sicher, ob ich es bis dorthin schaffen würde ... Ein Event der PokerStars Championship in Seoul wäre großartig. Dort gab es bereits APPT-Events, wenn ich mich recht erinnere, war das Letzte dort erst im Juni dieses Jahres. Ich habe bereits in Südkorea gelebt, es ist also so etwas wie eine spirituelle Heimat für mich.
Denkt ihr, dass die PokerStars Championship besser wird als die EPT? Schreibt es uns in die Kommentare.