Online-Features, die andere Anbieter klauen sollten
Einige Pokerräume bieten derart gute Features, dass es fast sträflich ist, dass die Konkurrenz diese noch nicht übernommen hat...
Formatspezifische Tischlimits
Seitdem der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft ist, werden vor allem deutsche Online-Pokerspieler von manch einer sinnfreien Einschränkung geplagt, es gibt jedoch auch durchaus sinnvolle Features in diesem Bereich.
Eins davon sind formatspezifische Tischlimits, bei denen vor allem PokerStars Vorreiter ist, denn man kann sowohl für No-Limit Hold'em, Fixed Limit Hold'em, Turniere als auch für SNGs ein Maximum an Tischen festsetzen, die zur selben Zeit gespielt werden können.

Das ist aus mehreren Gründen sinnvoll. Vor allem aber, weil einige Spieler in bestimmten Formaten sehr gut sind, in anderen hingegen überhaupt nicht. Beispielsweise würde ein Turnierspieler davon profitieren, seine Optionen beim Cashgame gezielt einzuschränken, damit der Turniergewinn nicht schon verprasst ist, noch bevor er überhaupt eingetütet wurde.
Persönlich mag ich das Feature auch deshalb, weil es dazu beiträgt, dass ich mich nicht versehentlich für eine Partie mit höheren Einsätzen als geplant registriere. Ein ärgerlicher Fehler, der mir in diesem Monat schon zweimal im Eifer des Gefechts bei einem anderen Pokerraum unterlaufen ist...
Multiplikator von 1,5x bei Spins

Insbesondere Spins mit einem sehr niedrigen Multiplikator sind lukrativ, weil nur wenige Spieler diese ernst nehmen – vor allem Freizeitspieler schenken den Partien mit Minimal-Preispool wenig Beachtung.
Unibet hat sich das zunutze gemacht: 1,5x ist bei HexaPro, den Spins von Unibet, der niedrigste Multiplikator. Bei sämtlichen Konkurrenten liegt dieser bei 2x.
Das Ergebnis? In einem 1,5x-Spin zu landen, ist zwar ätzend, aber die Wahrscheinlichkeit, eine Partie mit einem Multiplikator von 3x oder 5x zu erwischen, ist bei Unibet deutlich höher als bei anderen Anbietern. Langfristig gleicht sich das aus, aber was den Unterhaltungswert für Freizeitspieler angeht, bietet Unibet meiner Meinung nach die bessere Struktur.
Voraussichtliches Ende von Turnieren
Ich bin der festen Überzeugung, dass Hobbyspieler genauso viel Wert auf ihre Zeit wie auf ihr Geld legen. Deshalb ist es ziemlich nervig, ein Turnier unter der Woche zu spielen, dass bis spät in die Nacht geht, nur um übermüdet mit einem dann doch mickrigen Preisgeld ins Bett zu gehen.
Unibet, GGPoker und ACR sind aktuell die einzigen Anbieter, die genau dieses Frustrationspotenzial erkannt haben und haben kurzerhand die meisten Turniere mit einer geschätzten Endzeit versehen.
GGPoker bietet sogar einen Filter, den man so konfigurieren kann, dass nur Turniere angezeigt werden, die zum geplanten Ende der Session passen.
Staking direkt im Client

Bis heute wundere ich mich, dass kein anderer Anbieter das in die Software integrierte Stakingfeature von GGPoker übernommen hat. Ich vermute, dass es aus regulatorischer Sicht nicht einfach zu implementieren ist. Der einzige Raum, von dem ich weiß, dass er es kopiert hat, ist ACR.
Für mich ist es aber das innovativste Online-Feature der letzten zehn Jahre. Es ermöglicht auch Lowstakes-Spielern, mit kleiner Bankroll prestigeträchtige Turniere zu spielen, und sorgt dafür, dass man überhaupt ein Staking finden kann. Für den Anbieter erhöht es wiederum die Liquidität, während Grinder zu einer frühzeitigen Anmeldung bei Turnieren bewogen werden.
Aber was noch wichtiger ist und weshalb das Feature unbedingt von anderen Räumen übernommen werden sollte: Viele Streitigkeiten und Skandale rund um Staking werden verhindert. Das System ist voll automatisiert und transparent. Dadurch hätten zumindest einige der größten Skandale der Pokerszene in den letzten Jahren vermieden werden können.
Welche Features haben euch überzeugt und sollten von anderen Anbietern kopiert werden? Wir freuen uns auf eure Empfehlungen!