Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Online-Glücksspiel nicht suchtfördernd!

Trotz des legalisierten Online-Glückspielmarktes ist in Großbritannien kein Anstieg bei der Anzahl suchtgefährdeter Spieler feststellbar, so eine Studie der britischen Glücksspiel-Kommission.

Es stellte sich heraus, dass die Suchtproblematik im Vergleich zu einer vergleichbaren Studie von 1999 nicht angestiegen ist, obwohl der Online-Glücksspiel-Markt an Bedeutung gewonnen hat.

Die Studie wurde von dem unabhängigen 'National Centre for Social Research' durchgeführt.

Zahlen & Fakten

  • 68% der Briten, 32 Millionen Erwachsene, nahmen im vergangenen Jahr an Glücksspielaktivitäten teil. 1999 waren es noch 72%.

Von diesen 68% spielten:

  • 57% staatliche Lotterie
  • 12% andere Lotterien
  • 20% Rubbellose
  • 17% bei Wetten auf Pferderennen
  • 14% an Spielautomaten
  • 7% Bingo
  • 5% bei Wetten auf Hunderennen
  • 4% Kasino-Tischspiele
  • 4% im Internet (Wetten)
  • 3% im Internet (Poker- und Kasinospiele)

Von den zuvor genannten 3% der Spieler, die im zurückliegenden Jahr an Online-Poker- oder Kasinospielen teilgenommen haben, haben auch an anderen Glücksspielaktivitäten teilgenommen:

  • 79% staatliche Lotterie
  • 28% andere Lotterien
  • 42% Rubbellose
  • 20% Bingo
  • 20% Fußball-Wetten
  • 45% bei Wetten auf Pferderennen
  • 27% bei Wetten auf Hunderennen
  • 43% bei Online-Wetten

Problemspieler:

Im Vergleich zu einer 1999 durchgeführten Studie hat sich der Anteil der Problemspieler nicht verändert und liegt weiterhin bei 0.6% der britischen Gesamtbevölkerung. Tendenziell zeigt sich eine höhere Anfälligkeit für problematisches Spielverhalten als in den jeweiligen Vergleichsgruppen für:

  • männliche Spieler
  • Spieler unter 55 Jahren
  • getrennt lebende oder geschiedene Spieler
  • Spieler mit niedrigem Bildungsgrad
  • Raucher
  • Angehörige ethnischer Minderheiten

Interessanterweise ist der meistgenannte Punkt in der Studie in der Frage für die Gründe des problembehafteten Spielens der, dass die Spieler versuchen, gemachte Verluste wieder hereinzuholen.

Jeffrey Sandman, Sprecher der 'Safe and Secure Internet Gambling Initiative', sagt:

Die Studie der Kommission zeigt, dass Glücksspiel-Gegner Verunsicherungstaktiken anwenden und damit argumentieren, dass Internet-Glückspiel zu einer erhöhten Anzahl der zwanghaften Spieler führe. Die Realität ist, dass reguliertes Internet-Glücksspiel, wie es in Großbritannien zweifelsohne funktioniert, bessere Kontrolle und besseren Schutz für Minderjährige und anfällige Spieler in den USA bieten kann.

Ob die Erkenntnisse dieser Studie auch Auswirkungen auf die Rechtslage anderer Länder, wie den USA oder Deutschland haben wird, ist nicht abzusehen.

» Zur Studie
» Pressemeldung der britischen Glücksspiel Komission