Online-Poker wird in Australien verboten
Schwarzer Tag für Poker in Down Under: Ab dem nächsten Monat stehen australischen Spielern keine legalen Online-Pokeranbieter mehr zur Verfügung.

Vergangene Woche hatte der australische Senat mit großer Mehrheit für die Interactive Gambling Amendment Bill 2016 gestimmt, was zur Folge hat, dass Online-Poker in Down Under ab September verboten wird.
Der Gesetzesentwurf untersagt ausländischen Glücksspielanbietern das Betreiben von inländischen Angeboten, solange sie über keine Lizenz verfügen. Wer sich nicht an das Gesetz hält, soll mit hohen Geldbußen belegt werden. Der Sydney Morning Herald spekuliert, dass sich die Geldstrafe auf fast $7 Millionen pro Tag belaufen würde.
PokerStars, 888poker, partypoker, 32Red und die Gaming Innovation Group haben bereits oder sind aktuell dabei den australischen Markt zu verlassen, in dem schätzungsweise 130.000 Pokerspieler aktiv sind. PokerStars hatte vergangene Woche seine australischen Spieler per E-Mail informiert, dass man den Markt Mitte September verlassen werde.
Das Verbot ist für viele australische Pokerspieler keine Überraschung, da man das Zustandekommen seit geraumer Zeit absehen konnte. Im März dieses Jahres war der liberale Senator David Leyonhjelm derart empört über den Gesetzesentwurf, dass er australischen Pokerspielern sogar zur Nutzung eines VPN aus Protest riet.
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