Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Operation Royal Flush: NBA Stars beschuldigt

Mehrere Basketballstars sollen an einem mutmaßlichen Komplott beteiligt gewesen sein, bei dem mithilfe selbst gemischter Maschinen Karten ausgelesen wurden.

Poker
Bild: NBA

Es ist ein Betrugsskandal, der droht, außer Kontrolle zu geraten: NBA-Stars sollen in ein mögliches kriminelles Netzwerk mit Mafia-Verbindungen verwickelt sein und im Zentrum steht eine automatische Mischmaschine, mit der angeblich bis zu $7.000.000 von ahnungslosen Pokerspielern gestohlen wurden.

Ein Pokerskandal, in den angeblich Basketballspieler, Mafiafamilien und eine automatische Kartenmischmaschine verwickelt sind, könnte die Schlagzeilen der Pokerwelt zum Jahresende dominieren.

Das FBI hat Basketballstars wie Chauncey Billups, den Head Coach der Portland Trail Blazers und den ehemaligen US-Guard Damon Jones im Rahmen der „Operation Royal Flush“ angeklagt. Die Ermittlungen brachten ein komplexes Netzwerk ans Licht, das 31 Beschuldigte umfasst, die an illegalen privaten Pokerspielen in Städten wie Las Vegas, Miami und New York beteiligt gewesen sein sollen.

Laut Joseph Nocella, dem US-Staatsanwalt für den Eastern District of New York, sollen die Spiele mit Unterstützung der Mafia organisiert worden sein. Es wird behauptet, dass die Partien durch Röntgen-Pokertische, versteckte Sensorsysteme und minimale Unterschiede in der Kartenstruktur manipuliert wurden, die es ermöglichten, Informationen über eine Fernverbindung an sogenannte „Quarterbacks“ am Tisch zu übermitteln.

Berkey schlug 2023 Alarm

In einem wieder aufgetauchten Video aus dem Jahr 2023 sprach Solve for Why -Gründer Matt Berkey über eine Runde, die in Los Angeles begann und schließlich nach Las Vegas verlegt wurde – angeblich „rund um“ Chauncey Billups aufgebaut. Berkey erklärte, man habe ihm gesagt, das Spiel sei legal, doch da er einige der Beteiligten kannte, sei er überzeugt gewesen, dass es „zu 100 % manipuliert“ war.

„Es wurde mir bestätigt, dass betrogen wurde“, so Berkey. „Leute, die keine Ahnung von den Regeln von No Limit Hold’em hatten, haben Hunderte von Dollar mit einem Gutshot in die Mitte geschoben.“

Berkey bleibt dabei, dass er den Betrug zwar vermutete, aber nicht mit Sicherheit wusste, dass das Spiel illegal war. Er habe „Glück gehabt“, nicht mitgespielt zu haben, wie er in einem Interview in der Pat McAfee Show erklärte. Einige seiner Bekannten hätten dort hohe Summen verloren.

Aktuelle Untersuchungen zu automatischen Kartenmischmaschinen wie der DeckMate2 haben bereits gezeigt, dass diese Systeme theoretisch für betrügerische Zwecke missbraucht werden könnten. So wäre es technisch denkbar, dass Informationen aus den Mischvorgängen an kriminelle Beteiligte weitergegeben werden, obwohl die Geräte eigentlich genau das verhindern sollen, indem sie menschliche Fehler und Manipulation ausschließen.

Das Ausmaß der FBI-Ermittlungen hat die Pokerwelt jedoch schockiert. Dutzende Anklagen, darunter prominente Sportler, und die negative Berichterstattung in den Mainstream-Medien sind ein herber Rückschlag für das Image des Pokerspiels. Dieser Betrugsskandal dürfte die Szene noch lange beschäftigen.