Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Patrik Antonius will neue Shotclock bei Live-Turnieren

Reichen 10 Sekunden aus, um preflop eine Entscheidung zu treffen? Patrik Antonius sagt ja und will, dass ein solches Zeitlimit der neue Standard beim Live-Poker wird.

Vor gar nicht allzu langer Zeit, waren Shotclocks beim Poker noch reines Wunschdenken, mittlerweile hat sich eine klare Zeitbegrenzung für eine Entscheidung fast überall durchgesetzt. Ist das aktuell gängige Limit aber knapp genug? In den meisten Fällen hat man schlicht 30 Sekunden pro Entscheidung Zeit.

Patrik Antonius war damit offenbar nicht zufrieden und hat daher eine neue Shotclock entwickelt, die am Wochenende bei der Patrik Antonius Poker Challenge in Tallinn zum Einsatz kommen wird.

Die neue Shotclock hat ein Zeitlimit von 10 Sekunden preflop, 20 Sekunden bei einer 3-Bet vor dem Flop und je 20 Sekunden auf Flop, Turn und River. Darüber hinaus sollen 15 Timebanks à 20 Sekunden gewährt werden, deutlich mehr als die üblichen fünf Optionen auf zusätzliche Bedenkzeit, die man bei den meisten Turnieren hat.

Der primäre Zweck der Shotclock ist es, das Hinauszögern einer einfachen Entscheidung zu verhindern und einen schnellen Spielrhythmus zu fördern. 10 Sekunden erscheinen auf den ersten Blick nicht sonderlich viel, die Logik hinter dem Limit ist aber durchaus vertretbar. Durch die Wissensentwicklung beim Poker kennt heutzutage fast jeder die eigene Open-, Call- und 3-Bet-Range vor der Flop aus dem Effeff. Entsprechend wird für Antonius die meiste Zeit lediglich für Entscheidungen nur nach dem Flop und bei einer vorhandenen 3-Bet benötigt wird, was die zusätzlichen Optionen auf mehr Bedenkzeit berücksichtigen sollen.

Die ersten Reaktionen auf den Vorschlag sind durchaus positiv und wer die neue Shotclock in Aktion sehen will, kann den Ablauf der Partien am Wochenende im Live-Stream verfolgen.

Reichen die vorgeschlagenen Zeitbegrenzungen bei Turnieren aus eurer Sicht aus? Wir freuen uns auf eure Meinung!