Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

PokerTracker-Website gehackt

Wer als Nutzer zwischen dem 23. Dezember und 2. Januar seine Kreditkarten-Daten auf der PokerTracker-Website hinterlegt hat, könnte unter Umständen von der Attacke betroffen sein.





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Ein Warnhinweis von MalwareBytes

In der vergangenen Woche hat man bei MalwareBytes enthüllt, dass die Website von PokerTracker gehackt und darin ein Skript genannt "Magecart" versteckt wurde, das die Zahlungsinformationen von Kunden abgreifen kann. Der schädliche Code ist bereits aus Cyberattacken gegen die British Airways und Ticketmaster bekannt.

Am Montag hat Derek Charles von PokerTracker erklärt, dass man bereits am 8. August über die Attacke in Kenntnis gesetzt worden sei. Möglich wurde der Hack laut eigener Aussage dadurch, dass man noch eine veraltete Version des Drupal CMS genutzt hatte. Es wurden jedoch umgehend Schritte unternommen, um das Skript zu deaktivieren, die Software zu aktualisieren und die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen.

Zur Attacke kam es zwischen dem 23. Dezember 2018 und 2. Januar 2019. Jeder Kunde, der in diesem Zeitraum seine Kreditkarten-Informationen auf der PokerTracker-Website hinterlegt hat, wurde kontaktiert und dazu angehalten, sein Kreditkartenkonto auf nicht veranlasste Zahlungen zu überprüfen. Derek Charles gab eine Schätzung ab, dass die Anzahl der betroffenen Nutzer im unteren vierstelligen Bereich liegen würde.

PokerTracker speichert keine Kreditkarten- oder Rechnungsinformationen auf seinen Servern. Die PokerTracker-Software selbst ist von der Attacke nicht betroffen, sondern nur die Website. Man geht davon aus, dass es unwahrscheinlich ist, dass auch Informationen zu Benutzernamen und Passwörtern abgegriffen wurden, ruft die Kunden aber dennoch dazu auf das Passwort zu wechseln, um auf der sicheren Seite zu sein.

In seiner Stellungnahme bei 2+2 hat sich Derek Charles im Namen von PokerTracker für die lange Zeit entschuldigt, bis man auf die Attacke reagiert hat:

"Wir bedauern sehr, dass es zu diesem Zwischenfall kam, und entschuldigen uns aufrichtig dafür, dass drei Wochen vonnöten waren, damit wir das Ausmaß und die Schwere des Schadens einschätzen und potenziell betroffene Kunden informieren konnten. Es ist das erste Mal, dass es bei uns zu einem derartigen Sicherheitsvorfall kam und wir haben während der Aufarbeitung sehr viel gelernt, um unseren Schutz weiter zu verbessern."