Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Pokerprofi oder nicht? Diskussionen über den Sieger bei "Wer wird Millionär"

Nach seinem Erfolg bei der RTL-Show wird heftig über Pokerspieler Sebastian Langrock diskutiert: Der 35-Jährige hatte in der Sendung verraten, dass er Profispieler sei. Im dpa-Interview rudert er jetzt allerdings etwas zurück.

Sebastian Langrock und Günther Jauch

Anfang der Woche konnte Pokerspieler Sebastian Langrock aus München bei der RTL-Show den Hauptpreis in Höhe von einer Million Euro gewinnen.

Er hatte alle Fragen richtig beantwortet und kannte die Antwort auf die 1-Million-Euro-Frage bereits vor der Einblendung der Lösungsmöglichkeiten ("Zwanzig-nach-vier-Stellung" - Kellner). Anschließend berichten fast alle Medien über den neuen Millionär.

Doch seine Aussage, dass er Pokerprofi sei, sorgt für große Diskussionen. So schreibt die Tageszeitung "DIE WELT", dass er gar kein Pokerprofi sein kann. Auch bei Hendon Mob ist bislang erst ein Live-Cash von ihm aufgelistet (Platz 63 bei der Concord Million, 2.000 Euro Preisgeld).

Ebenfalls seltsam war der Bericht bei BILD.de - hier hatte der 35-Jährige gesagt, dass er "die Antworten in Jauchs Gesicht gelesen" habe.

"Bei der Bezeichnung Pokerprofi denkt man wahrscheinlich an einen Spieler, der viel Geld in den ganz großen Turnieren verdient"

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa sprach Langrock jetzt über seinen Triumph und seine Pokerkarriere. So gibt er an, dass er jahrelang in der Gastronomie tätig war und vor fünf Jahren bei einem Urlaub in Asien mit Online-Poker begonnen hat. "Ich hatte etwas Geld zurückgelegt, und davon habe ich dann gelebt und gespielt. Möglich, dass die Definition von Profi da einfach auseinandergeht."

Langrock geht bei den aktuellen Diskussionen von einem Missverständnis aus: "Bei der Bezeichnung Pokerprofi denkt man wahrscheinlich an einen Spieler, der viel Geld in den ganz großen Turnieren verdient - in etwa so wie bei Fußballprofis. Das war bei mir bislang sicher nicht der Fall."

Der frischgebackene Millionär, der dieses Wochenende im King’s Casino in Rozvadov spielte, äußerte sich außerdem zu der Frage, ob er Moderator Günther Jauch readen konnte. "Ich meinte mit dem "Read", also dem Lesen, sicher nicht, dass Herr Jauch mit einem Auge zuckt, und ich dann die Antwort weiß."

Langrock habe Jauch schon öfter bei den Sendungen beobachtet: "Ich bin der Meinung, dass er, wenn er Leute mag, sie eher nicht dazu bringen will, unnötig Joker zu verschleudern. Bei der 64.000-Euro-Frage nach dem General, der die Mexikaner aus Texas vertrieb, war ich mir ziemlich sicher - zu 80 Prozent vielleicht -, dass Sam Houston die richtige Antwort ist, weil Houston in Texas liegt. Als Herr Jauch dann nicht nach einem Joker gefragt hat, war ich mir dann noch ein bisschen sicherer."

Das große Pokerziel: Die WSOP in Las Vegas

Sebastian Langrock

Fest steht, dass er mit diesem Mega-Gewinn seine Bankroll kräftig aufstocken konnte. Seine Pokerkarriere möchte er nämlich auf jeden Fall fortsetzen, geplant hat er in der nahen Zukunft etliche Turniere.

Im Gespräch mit RTL kündigte er an, im Juni nach Las Vegas zu reisen, um an der World Series of Poker 2013 teilzunehmen. "Ich spiele Poker, doch ich war noch nie in Vegas und da muss ich auf alle Fälle hin."

Im folgenden Thread könnt ihr über den Triumph von Sebastian Langrock diskutieren:

Forum: Pokerprofi knackt die Million bei "Wer wird Millionär"

von tobiasfrey